Lake Louise im Januar: Winterliche Highlights in den Rocky Mountains

// Zuletzt aktualisiert April 3, 2025

Der Lake Louise zählt zu den bekanntesten Seen in Kanada und ist vor allem im Sommer für seine leuchtend blaue Farbe berühmt. Tausende Besucher strömen jedes Jahr hierher, um sich das Highlight in den Rocky Mountains anzuschauen. Doch im Winter verwandelt sich der See in eine ganz andere Kulisse – er ist komplett zugefroren, die Wälder sind verschneit, und die schneebedeckten Berge haben ihren ganz eignen Flair. Ohne die sommerlichen Besucherströme hast du den Lake Louise fast exklusiv für dich – wer mag sowas nicht gerne?!

Auf unserem Winter Roadtrip durch die Rocky Mountains haben wir schnell gemerkt, dass wir nicht nur einen weiteren schneebedeckten See besichtigen, sondern wir dort einiges erleben können. Ob Schlittschuhlaufen auf dem zugefrorenen See, Winterwanderungen durch die verschneiten Wälder, Glühwein an der Ice Bar, Ski Fahren oder einfach das Genießen der klaren, eiskalten Winterluft.

Der Winter mag vielleicht nicht die beliebteste Reisezeit in die Rockies sein, aber lass uns dir zeigen, wieso sich ein Besuch in der kalten Jahreszeit lohnt und welche Highlights dich erwarten.

Warum du Lake Louise im Januar besuchen solltest

Januar ist die perfekte Zeit, um Lake Louise zu besuchen, wenn du Winterabenteuer liebst. Die Region bietet eine Fülle an Aktivitäten, die für alle Altersgruppen und Fitnesslevel geeignet sind. Hier sind unsere Favoriten:

Lake Louise Ski Resort & Summer Gondola

Das Lake Louise Ski Resort & Summer Gondola zählt zu den größten und beeindruckendsten Skigebieten in Nordamerika. Mit einer Höhenlage von bis zu 2.637 Metern bietet es nicht nur eine unvergleichliche Aussicht auf die umliegenden Rocky Mountains, sondern auch eine hohe Schneesicherheit. Die 164 Pisten, die sich über 1.700 Hektar erstrecken, sind offiziell für alle Schwierigkeitsgrade geeignet – von Anfänger bis Profi.

Ski Fahrer fährt eine Skipiste hinunter

Doch als blutige Anfänger müssen wir dir ehrlich sagen: Ganz so einfach, wie es klingt, ist es nicht! Viele der grünen Pisten, die als leicht eingestuft sind, können gerade für Einsteiger zur Herausforderung werden. Warum? Es gibt einige sehr schmale Abschnitte, die dir kaum Spielraum für weite Kurven lassen – etwas, das ich mit meinem noch ausbaufähigen Können bitter nötig gehabt hätte. Im Vergleich dazu waren die Pisten im Marmot Basin oder Nakiska Ski Gebiet deutlich anfängerfreundlicher.

Also musste ich einen Teil der vereisten Abfahrten im Schneepflug herunter – wenn du Ski fährst, weißt du wie wenig Spaß das auf Dauer macht! Dennoch hat sich der Besuch im Lake Louise Ski Resort für uns absolut gelohnt. Es war die perfekte Gelegenheit, an unseren Ski- und Snowboard-Fähigkeiten zu feilen. Wenn du etwas geübter bist, wirst du hier wahrscheinlich voll auf deine Kosten kommen.

 Die Kennzeichnung von Skipisten ist in Kanada anders als in Europa: Grün = Blau. Rot = Blau, Schwarz bleibt Schwarz!

Für alle, die nicht Ski oder Snowboard fahren, gibt es andere Optionen wie den Sunny Tube Park oder eine gemütliche Fahrt mit der Gondelbahn, die dich zu einem Aussichtspunkt bringt.

Gondel vom The Lake Louise Ski Resort & Summer Gondola schwebt vor einem schneebedeckten Berg

Eislaufen auf dem Lake Louise

Es gibt wohl kaum eine beeindruckendere Kulisse für eine Runde Schlittschuhlaufen als einen zugefrorenen See umgeben von schneebedeckten Gipfeln. Das Beste? Das Schlittschuhlaufen ist kostenlos! Wenn du keine eigenen Schlittschuhe dabei hast, kannst du sie im Château Ski and Snow Rentals, direkt neben dem Hoteleingang zur Parkgarage, ausleihen. Dort findest du hochwertige Ausrüstung für alle Altersgruppen und Fähigkeiten – von Anfängern bis hin zu Fortgeschrittenen. Neben Schlittschuhen kannst du dort auch weiteres Equipment mieten, falls du andere Winteraktivitäten ausprobieren möchtest.

Damit das Eislaufen hier überhaupt möglich ist, sorgt das Fairmont Château Lake Louise*, das direkt am Ufer liegt, jedes Jahr, dass eine große Fläche für Eisläufer freigehalten und täglich gepflegt wird. Von Mitte Dezember bis Mitte April, abhängig von den Wetterbedingungen, kannst du hier entspannt deine Bahnen ziehen oder dich bei einem Hockeyspiel ausprobieren.

 Zieh dich warm an, die Temperaturen können im Januar auf bis zu -20 °C fallen. Vor allem, wenn der eisige Wind über die freie Fläche pfeift!

Optional: Lake Louise Ice Bar

Wenn du von dich von den ganzen Aktivitäten auf dem zugeschneiten See erholen willst, befindet sich direkt am Ufer in unmittelbarer Nähe des Fairmont Château Lake Louise die Ice Bar, eine saisonale Bar, die komplett aus Eis und Schnee besteht. Perfekt, um eine kurze Pause einzulegen!

Winterwanderungen rund um Lake Louise

Rund um den See gibt es einige Wanderwege, die im Sommer wunderschön sind – durch grüne Wälder mit blühenden Wiesen und einem Blick auf den türkisfarbenen See werfen, klingt verlockend! Auch im Winter sicherlich ein Traum, wenn alles wie in einem Winterwunderland verschneit ist. Aber Vorsicht ist geboten: Viele der beliebten Wanderwege, wie der Lake Agnes Trail oder Fairview Lookout Trail, sind im Winter nicht sicher begehbar, da sie in Gebieten mit hoher Lawinengefahr liegen. Es ist daher wichtig, dass du dich vor jeder Wanderung über die aktuellen Bedingungen informierst und nur sichere Strecken zu wählst!

Eine sichere Option für Winterwanderungen ist der Lake Louise Lakeshore Trail. Dieser 4,5 km lange Weg führt dich etwa eine Stunde entlang des zugefrorenen Sees. Die Strecke ist flach und leicht begehbar, was sie, vor allem im Sommer, sehr beliebt macht.

 Am Ende des Trails findest du ein paar Abhänge, die sich perfekt zum Rodeln eignen.
Ein Mann mit Winterkleidung steht auf dem zugeschneiten Lake Louise vor einer ebenfalls zugeschneiten Bergkette

Alternative: Schneeschuhwanderungen

Für ein sicheres Naturerlebnis bieten sich (geführte) Schneeschuhwanderungen an, die du unter anderem auch im Fairmont Château Lake Louise* buchen kannst. Diese Touren führen dich abseits der ausgetretenen Pfade durch tief verschneite Wälder und ermöglichen dir, die Winterlandschaft der Rockies zu erleben ohne Angst vor Lawinen zu haben.

 Im Winter sind die Wege oft vereist und rutschig. Je nach Wetterlage sind sie schwer begehbar. Wenn du dir unsicher bist, buche dir entweder eine geführte Tour oder zieh dir zumindestens gescheite Schneeschuhe an. Spikes sind zwar nett, aber unserer Erfahrung nach für normale Routen oder Spaziergänge nicht notwendig. Wenn du natürlich 10 km einen Berg hinaufwandern oder auf einem vereisten See herumlaufen willst, dann kannst du dir diese problemlos hier in jedem Sportgeschäft kaufen.
Frau läuft auf dem vereisten und zugeschneiten Lake Louise mit einer Bergkulisse im Hintergrund

Weitere Winteraktivitäten in und um Lake Louise

Neben Ski und Snowboard fahren, Schlittschuhlaufen und Wandern kannst du noch vieles mehr unternehmen. Hier ein paar Ideen und Inspiration für deine Winter-Reise:

Morant’s Curve: Einer der ikonischsten Fotospots in der Region ist Morant’s Curve, eine kurvenreiche Bahnstrecke, die sich durch die Landschaft des Bow River schlängelt. Der Aussichtspunkt, etwa 15 Minuten von Lake Louise entfernt, ist besonders bei Fotografen beliebt, die hier auf die berühmten Züge der Canadian Pacific Railway warten. Tipp: Informiere dich im Voraus über die Zugfahrpläne, um den perfekten Moment für deine Aufnahmen zu erwischen.
Bow Valley Parkway: Der Highway 1A ist eine landschaftlich schönere Alternative zum Trans-Canada Highway, der Banff und Lake Louise miteinander verbindet. Im Winter ist diese Strecke oft weniger befahren und bietet zahlreiche Möglichkeiten und Aussichtspunkte, auf der rund 50 Kilometer langen Route, um die verschneite Landschaft und Tierwelt zu beobachten.
Tagesausflug durch den Banff Nationalpark: Ein ganztägiger Ausflug durch den Banff Nationalpark lohnt sich immer. Neben dem Lake Louise kannst du weitere Highlights wie den Johnston Canyon* oder die heißen Quellen Radium Hot Springs entdecken. Im Winter sind die Straßen weniger frequentiert, können aber zum Teil gesperrt sein.
Geführte Wildlife-Touren: Die Wälder rund um Lake Louise und den Banff Nationalpark sind Heimat vieler Wildtiere. Eine geführte Tour* ermöglicht dir, Elche, Hirsche, Kojoten und vielleicht sogar Grizzlybären in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten.
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Ausflug nach Banff

Wenn du Lake Louise besuchst, solltest du unbedingt einen Abstecher nach Banff einplanen. Nur 45 Minuten entfernt liegt die kleine Stadt, das Herzstück des Banff Nationalparks. Banff schafft eine gelungene Balance zwischen Kleinstadtflair und wilder Natur – einerseits gemütlich mit ihren historischen Gebäuden, Cafés und Geschäften, andererseits umgeben von einer Kulisse, die dich immer wieder daran erinnert, dass du mitten in den kanadischen Rockies bist.

Kulisse auf einen Berg von der Hauptstraße in Banff, die gesäumt ist mit Häusern und Geschäften

Im Stadtzentrum kannst du durch die Straßen bummeln, in Outdoor-Läden nach warmer Winterkleidung stöbern oder in einem der Restaurants einkehren. Von Burgerläden bis hin zu gehobenen Restaurants findest du hier für jede Stimmung und jedes Budget etwas Passendes. Und wenn du dich nach einem langen Tag im Freien aufwärmen willst, gibt es kaum etwas Besseres als die Banff Upper Hot Springs, wo du in dampfendem Thermalwasser sitzt, während um dich herum Schnee fällt.

Doch Banff ist nicht nur ein Ort zum Verweilen – es ist auch ein perfekter Ausgangspunkt für kurze Wanderungen. Eine der beliebtesten Touren führt auf den Tunnel Mountain, von dessen Gipfel du einen großartigen Blick auf die Stadt und das Bow Valley hast. Wenn du noch höher hinaus willst, kannst du mit der Banff Gondola auf den Sulphur Mountain fahren. 700 Höhenmeter später stehst du hoch über Banff und schaust auf eine scheinbar endlose Berglandschaft, die sich in alle Richtungen erstreckt. Hier oben gibt es einen Panorama-Rundweg sowie ein Besucherzentrum mit Café – perfekt, um den Ausblick zu genießen.

Schild Banff auf einem Platz

Weitere Sehenswürdigkeiten in der Nähe von Lake Louise

Moraine Lake

Etwa 14 Kilometer von Lake Louise entfernt liegt der Moraine Lake, ein weiterer berühmter Gletschersee Kanadas. Umgeben von den markanten Ten Peaks bietet der See eine beeindruckende Kulisse, die besonders im Sommer viele Besucher anzieht. Sein leuchtend türkisfarbenes Wasser, das durch die Reflexion von Gesteinsmehl entsteht, ist ein wahrer Anziehungspunkt für Touristen. Im Winter zeigt sich der Moraine Lake von einer ganz anderen Seite: tief verschneit und in völliger Ruhe. Allerdings kann es durchaus vorkommen, dass die Zufahrt aufgrund der Wetterbedingungen gesperrt ist (so wie bei uns).

 Die Moraine Lake Road ist ganzjährig für den privaten Personenverkehr gesperrt - sprich du kannst dort sowieso nicht entlangfahren. Wer durch darf sind Shuttles von ParkCanada, der öffentliche Verkehr (Roam Public Transit), kommerzielle Anbieter (u.a. geführte Touren), Menschen mit Behinderungen und Gäste der Moraine Lake Lodge*. 

Yoho Nationalpark mit seinem Emerald Lake

Im 30 Minuten entfernten Yoho Nationalpark liegt ein weiterer sehr bekannter Ort der Rocky Mountains – der Emerald Lake. Seinen Namen verdankt er der intensiven smaragdgrünen Farbe, die er im Sommer durch feine Gletscherablagerungen erhält. Im Winter verwandelt er sich in eine ruhige, zugefrorene Fläche, eingebettet in eine Kulisse aus verschneiten Wäldern und Berggipfeln. Während unseres Roadtrips haben wir es leider nicht geschafft, den Emerald Lake zu besuchen, allerdings hat das unserer Reise auch keinen Abbruch getan. Denn sind wir mal ehrlich, im Winter sehen alle Seen in Kanada recht ähnlich aus – weiß, vereist und umgeben von schneebedeckten Wäldern und Bergen.

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Icefields Parkway

Der Icefields Parkway ist eine 230 Kilometer lange Strecke zwischen Jasper und Lake Louise. Diese Fahrt an sich ist schon ein Erlebnis für sich, denn du wirst eine gigantische, verschneite Bergkulisse, Gletscher und vereiste Wasserfälle zu Gesicht bekommen. Trotz der relativ kurzen Strecke, du brauchst laut Navi nur 2 Stunden 45 Minuten, wirst du lange unterwegs sein. Die ganzen Stops an den Highlights halten dich – im positiven Sinne – auf. Wir haben um die 5 Stunden gebraucht.

Verschneite Straße Icefields Parkway gesäumt von Wald und Bergen

Tipps für deinen Besuch am Lake Louise im Winter

Eintritt und Gebühren: Was du wissen musst

Der Lake Louise selbst ist kostenlos zugänglich, es gibt keine Eintrittsgebühren für den See oder die umliegenden Wanderwege. Allerdings gehört der See zum Banff Nationalpark, und für den Besuch des Parks benötigst du eine gültigen Park Pass. Die Gebühren hierfür hängen von der Besuchsdauer und der Anzahl der Personen ab. Pro Tag zahlst du für einen Erwachsenen ca. 7 €. Wenn du länger in der Region bleibst oder mehrere kanadische Nationalparks besuchen möchtest, lohnt sich der Discovery Pass, ein Jahrespass für sämtliche Nationalparks in Kanada.

Den Park Pass kannst du an verschiedenen Stellen erwerben: Online, Eingangsstellen des Banff Nationalparks auf dem Highway oder in Besucherzentren.

 Beim Online Kauf hast du den Vorteil nicht an den Eingangsstellen zu den Nationalparks anzuhalten, sondern direkt durchzufahren. Allerdings kann es bis zu drei Wochen oder länger dauern, bis der Pass bei dir ankommt. Wir haben den Discovery Pass einfach bei der Zufahrt zum Jasper Nationalpark gekauft - innerhalb von ein paar Minuten hatten wir den Pass.
Schneebedeckte Hütte des Lake Louise umgeben von Tannen und Bergen

Anreise und Parken: Im Winter kein Problem

Die Anreise zum Lake Louise ist zwar einfach, doch die Parksituation kann besonders in der Hochsaison im Sommer zur echten Herausforderung werden – der Besucherandrang ist groß, und die begrenzten Parkplätze am See füllen sich schnell. Im Winter ist das jedoch kein Problem und du kannst direkt am See kostenlos parken.

Wenn du dir den Stress der Parkplatzsuche im Sommer ersparen möchtest, solltest du deine Anreise gut planen und Alternativen in Betracht ziehen. Komm am besten früh morgens und nicht am Wochenende. Solltest du zeitlich nicht anders können oder nicht bereit sein den stolzen Preis von 25 € für den Parkplatz zu bezahlen, solltest du dir folgende Alternativen zu Gemüte führen:

Parks Canada Shuttle: Mai bis Oktober
Das Park & Ride System, welches sich etwa fünf Kilometer entfernt am Lake Louise Ski Resort befindet, bringt dich regelmäßig mit Shuttlebussen zum See. Eine Fahrt hin und zurück zum Lake Louise sowie Moraine Lake kostet dich ca. 5 €. Reservierungen sind ab April möglich.
Öffentlicher Verkehr: Roam Public Transit
Wenn du in Banff wohnst, kannst du einfach den öffentlichen Bus nehmen. Die Fahrt kostet dich 6 € von Banff nach Lake Louise.
 Über die aktuellen Kosten informiere dich immer kurz vor deiner Reise auf der offiziellen Seite.

Unterkünfte

Das Fairmont Château Lake Louise* ist die luxuriöseste Option direkt am See, aber es gibt durchaus erschwinglichere Alternativen, wenn du in Banff oder Canmore schaust.

 Canmore ist zwar weiter entfernt als Banff, aber um einiges günstiger mit mehr gescheiter Auswahl - insbesondere an Ferienwohnungen.
 
zugeschneites Haus mit Eiszapfen, die vom Dach hängen, steht inmitten von Tannen

Beste Reisezeit für den Lake Louise

Lake Louise bietet zu jeder Jahreszeit eine andere Landschaft und die Erlebnisse unterscheiden sich je nach Saison erheblich. Ob du die verschneite Winterlandschaft genießen oder das berühmte türkisfarbene Wasser des Sees erleben möchtest – die Wahl der Reisezeit hängt ganz davon ab, was du suchst.

Winter (Dezember – März): Ein Paradies für Schneeliebhaber
Wenn du den See in seiner ruhigeren, winterlichen Atmosphäre erleben möchtest, ist der Januar die ideale Reisezeit. Der See ist komplett zugefroren, das Umland tief verschneit, und es erwarten dich zahlreiche Winteraktivitäten wie Ski fahren, Schlittschuhlaufen und Schneeschuhwandern. Die Temperaturen können allerdings auf bis zu -20°C oder kälter sinken, daher solltest du dich entsprechend ausrüsten. Der Vorteil? Weniger Touristen als in der Hauptsaison und eine märchenhafte Winterlandschaft.
Frühling (April – Juni): Eine Übergangszeit mit Herausforderungen
Im Frühjahr beginnt der Schnee langsam zu schmelzen, doch der See bleibt oft bis Mai oder sogar Juni teilweise gefroren. Die Wanderwege können noch unzugänglich sein, und das Wetter ist unberechenbar. Wer jedoch den Moment erwischt, in dem der Lake Louise auftaut und sein tiefblaues Wasser zum Vorschein kommt, erlebt eine ganz besondere Szenerie – allerdings mit dem Risiko, dass einige Trails wegen Nässe oder Schneeresten noch nicht begehbar sind.
Sommer (Juli – September): Türkisblaues Wasser und Tourismus pur
Der Sommer ist die beliebteste Reisezeit, vor allem, wenn du den Lake Louise in seinem ikonischen türkisfarbenen Wasser erleben möchtest. Von Juli bis September sind alle Wanderwege geöffnet, und du kannst den See per Kanu oder zu Fuß erkunden. Allerdings bringt die Hauptsaison auch den größten Besucherandrang mit sich – die Parkplätze sind früh belegt, und am Ufer wird es ziemlich voll. Frühmorgens oder spätabends sind die besten Zeiten, um dem größten Trubel zu entgehen. Achtung: Die Sommermonate können nicht nur sehr heiß werden, sondern auch ein erhöhtes Waldbrandrisiko mit sich bringen. Informiere dich vorab über die aktuellen Bedingungen und mögliche Einschränkungen im Banff Nationalpark.
Herbst (Oktober – November): Goldene Wälder und weniger Touristen
Der Herbst ist eine unterschätzte, aber wunderschöne Zeit für einen Besuch. Die Lärchenwälder färben sich goldgelb, und die Besucherzahlen gehen deutlich zurück. Auch wenn das Wetter bereits winterlich werden kann und der erste Schnee fällt, sind viele Wanderwege noch begehbar. Mitte Oktober beginnen allerdings bereits Straßensperrungen, und einige touristische Angebote schließen.
Frau von hinten, die auf den zugeschneiten Lake Louise vor einer Berg- und Waldkulisse schaut

Fazit: Darum lohnt sich der Lake Louise im Januar

Während sich der See im Sommer vor Besuchern kaum retten kann, zeigt er sich in der kalten Jahreszeit von einer ganz anderen, ruhigen Seite. Die Landschaft ist tief verschneit, die Luft glasklar, und die eisige Stille verstärkt die beeindruckende Kulisse der umliegenden Rocky Mountains. Egal, ob du über einen zugefrorenen See läufst, auf den Pisten des Lake Louise Ski Resorts Ski fährst oder einfach nur die Winterlandschaft bei einer Schneeschuhwanderung genießt – die Möglichkeiten sind vielseitig. Besonders schön: Viele der Winteraktivitäten, wie das Schlittschuhlaufen auf dem See oder Wanderungen entlang des Ufers, kannst du komplett kostenlos erleben.

Natürlich ist ein Besuch im Winter auch mit Herausforderungen verbunden. Es ist eisig kalt, einige Straßen sind gesperrt, und nicht alle Wanderwege sind sicher begehbar. Doch das ist alles nur eine Frage der Planung und das Akzeptieren der Winterbedingungen. Also pack dich warm ein und komm zum Lake Louise!

Was die kanadischen Rockies noch zu bieten haben?

Lake Louise ist nur eine Sehenswürdigkeit im Banff Nationalpark. Auf unserer 4-wöchigen Rundreise durch den Westen Kanadas haben wir noch so vieles mehr gesehen & erlebt!

FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Lake Louise

Warum ist der Lake Louise so blau?

Die berühmte türkisfarbene Farbe entsteht durch feine Gesteinspartikel, die von den umliegenden Gletschern ins Wasser getragen werden. Diese Partikel reflektieren das Sonnenlicht und erzeugen so den intensiven Blauton, der je nach Jahreszeit und Lichtverhältnissen unterschiedlich stark ausgeprägt ist.

Kann man im Lake Louise schwimmen oder baden?

Ja, technisch gesehen kannst du im Lake Louise schwimmen – aber es könnte kalt werden. Denn der See wird von Gletscherwasser gespeist und wird selbst im Sommer nicht wirklich warm. Das bedeutet, dass längeres Baden oder Schwimmen hier eher eine Mutprobe als ein entspannendes Erlebnis ist.

Ist Lake Louise geschlossen?

Der Lake Louise selbst ist das ganze Jahr über zugänglich, aber je nach Saison gibt es Einschränkungen. Im Winter sind einige Straßen und Wanderwege gesperrt, und der See ist komplett zugefroren. Im Sommer sind Parkplätze oft schnell voll, und der Zugang wird dann über Shuttle-Services oder den öffentlichen Verkehr geregelt.

Kann man mit dem Auto zum Lake Louise fahren?

Ja, du kannst mit dem Auto direkt zum Lake Louise fahren. Allerdings ist die Parksituation besonders in der Hochsaison schwierig, da die Stellplätze am See begrenzt und schnell belegt sind. Im Sommer kostet das Parken am Hauptparkplatz zudem noch knapp 25 €, während es im Winter kostenlos ist. Eine Alternative ist das Park & Ride-System, das dich per Shuttlebus bequem zum See bringt, oder der öffentliche Bus.

Wann ist die beste Zeit, um Lake Louise zu besuchen?

Das hängt ganz von deinen Interessen ab. Der Sommer ist perfekt, um den See in seiner berühmten türkisen Farbe zu erleben oder wandern zu gehen. Allerdings ist es dann auch am vollsten. Der Winter ist Ideal für Winteraktivitäten wie Ski fahren, Schlittschuhlaufen oder Schneeschuhwandern. Ruhiger als im Sommer, aber sehr kalt. Im Herbst lockt dich der Lake Louise mit mit buntem Laub und weniger Besuchern. Einige Straßen und Angebote schließen jedoch bereits. Wenn du im Frühling kommst, fängt der See langsam an zu tauen, aber viele Wanderwege könnten noch schneebedeckt oder gesperrt sein.

Kann man zum Lake Louise wandern?

Ja, es gibt mehrere Wanderwege, die zum Lake Louise führen. Allerdings solltest du im Winter vorsichtig sein, da viele Trails aufgrund von Lawinengefahr gesperrt oder nicht empfehlenswert sind. Eine sichere Alternative ist der Lake Louise Lakeshore Trail, der direkt am Ufer entlangführt. Für alle weiteren Wanderrouten schau am besten in der App AllTrails oder Komoot nach.

Wie lange geht die Skisaison in Banff?

Die Skisaison in Banff und Lake Louise beginnt normalerweise im November und dauert bis Ende April oder Anfang Mai, abhängig von den Schneeverhältnissen.

Wann ist die beste Zeit zum Ski fahren in Kanada?

Die beste Zeit für einen Skiurlaub in Kanada ist von Dezember bis März, wenn die Schneebedingungen am stabilsten sind. Der Januar gilt als besonders schneesicher, während der März oft milderes Wetter und längere Tage mit sich bringt.

Braucht man für Lake Louise ein Ticket oder eine Genehmigung?

Für den Zugang selbst brauchst du kein Ticket, aber für den Banff Nationalpark ist eine Parkgenehmigung (Parks Canada Pass) erforderlich. Diesen kannst du online oder vor Ort kaufen.

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