// Zuletzt aktualisiert Mai 9, 2026
Wer zum ersten Mal in Denpasar landet, denkt kurz: Okay, das ist schöner als erwartet. Dann geht die Tür auf. Ein paar Minuten später kommt der erste Realitätscheck: Mopeds überall, Autos, die sich durch enge Straßen quetschen, Fahrer, die Lücken sehen, wo keine sind. Genau da beginnt für uns jede Bali Rundreise.
Wir waren inzwischen mehrfach hier: Marcel zwei Wochen klassisch im Urlaub unterwegs – Kuta, Canggu, Ubud, Uluwatu und Sanur. Fee drei Wochen mit Ubud als Base und Ausflüge bis nach Nusa Penida. Und bei unserem letzten Aufenthalt von Dezember 2025 bis März 2026 haben wir drei Monate in Pererenan gelebt und von dort aus immer wieder Tages- und Wochenendtrips gemacht.
Wir haben bestimmt nicht alles gesehen, aber die Insel in unserem Tempo erlebt. Was du jetzt bekommst, ist das Beste aus all unseren Erlebnissen: was haben wir geliebt haben, welche Orte wir zusätzlich einbauen würden, was overhyped ist und welche Planungsfehler wir nicht noch einmal machen.
- Wie lange sollte eine Bali Rundreise dauern?
- Beste Reisezeit für deine Bali Rundreise
- Unsere Route für 2 Wochen Bali
- Unsere Route für 3 Wochen Bali
- Fortbewegung auf Bali: Mietwagen, Roller oder Fahrer?
- Kosten für eine Bali Rundreise: Was ist realistisch?
- Bali Rundreise planen: Anreise, Packliste & Sicherheitstipps
- Typische Fehler: Das hätten wir gerne vorher gewusst
- Fazit: Bali Rundreise clever geplant
- FAQ: Häufige Fragen zu Bali Rundreise
Wie lange sollte eine Bali Rundreise dauern?
Zwei Wochen sind das Minimum, drei Wochen sind deutlich angenehmer. Je weniger Zeit du einplanst, desto weniger Orte würden wir anfahren – auch wenn die Insel kompakt aussieht. Sonst wird aus deiner Bali Rundreise ein Schnelldurchlauf statt eines Urlaubs, bei dem du Orte auch mal auf dich wirken lassen kannst. Aber der Reihe nach.
Vor unserer ersten Bali-Reise hatten wir dieses Bild im Kopf: Strand, Dschungel, Reisfelder, Tempel, Vulkane, Wasserfälle – alles nah beieinander, alles irgendwie entspannt. Denkste! Unser größter Fail, aber auch gleichzeitig größtes Learning: Unterschätze niemals die Entfernungen. 50 Kilometer klingen nach nichts. Auf Bali können daraus zwei Stunden im Dauerstau werden. Vor allem, wenn du rund um Canggu, Seminyak, Kuta, Ubud oder andere Hotspots unterwegs bist.


Ich hab diesen Fehler bei meiner ersten Reise ziemlich klassisch gemacht: Ubud als Base, weil vieles auf der Karte ja nur 50 bis 100 Kilometer entfernt war. War machbar, aber spaßig ist was anders. Jeden Tag Tagesausflüge, jeden Tag Verkehr, irgendwann Popo-Schmerzen vom ganzen Rollerfahren und das Gefühl, mehr Strecke zu sammeln als Erlebnisse. Marcel hat es bei seiner zweiwöchigen Bali Reise rückblickend cleverer gelöst: Orte wechseln, statt alles von einer Base aus zu machen. Kuta zum Ankommen, Canggu zum Chillen, Ubud für Reisfelder, Uluwatu zum Surfen, Sanur zum Ausklingen. Noch nicht perfekt, aber deutlich näher an dem, was wir heute empfehlen würden.
Kurz & knapp: Wir wir es heute sehen
Mit zwei Wochen bekommst du eine solide erste Route: Den Süden mit Uluwatu und Canggu bis hin nach Ubud und über Sanur wieder zurück. Strände, Reisfelder, Kultur, gutes Essen – genug Abwechslung, ohne zu hetzen. Für den Norden oder Inseln wie Nusa Penida wird es dann aber eng.
Bei drei Wochen passen neben den Klassikern auch ruhigere Ecken wie Munduk, Lovina, Amed oder Sidemen – und vielleicht noch eine kleinere Insel in deine Route. Und genau dort bricht für uns das stereotype Bali-Bild auf. Weg von Smoothie Bowls, Matcha Latte und überfüllten Fotospots, hin zu Wasserfällen, Bergen, kühlerer Luft und Orten, an denen Bali wieder mehr nach Abenteuer wirkt als nach Content-Kulisse.
Beste Reisezeit für deine Bali Rundreise
Die Trockenzeit von Mai bis Oktober ist die sicherste Wahl – vor allem, wenn du zum ersten Mal auf Bali bist oder nur zwei Wochen hast. April und Oktober sind die Sweet Spots: weniger Trubel, stabileres Wetter, aber ein bisschen Risiko schwingt mit. Während der Regenzeit von November bis März schüttet es zwar nicht durchgehend, aber wenn es regnet, dann so richtig. Sie ist nicht schlecht, aber…

Besonders unangenehm wird es, wenn du gerade mit dem Roller in höheren Lagen unterwegs bist, nass bis auf die Knochen wirst und noch eine Stunde bis zur Unterkunft fahren musst. Genau das ist uns auf dem Weg zurück von den Lemukih Waterslides passiert – in den Höhenlagen alles andere als tropisch-warm. Wir haben uns lange nicht mehr so sehr auf eine heiße Dusche gefreut. Was die Regenzeit sonst noch bedeutet, welche Regionen sich wie anfühlen und für wen die Nebensaison trotzdem funktionieren kann – das haben wir ausführlich in unserem separaten Guide zusammengefasst.
Unsere Route für 2 Wochen Bali
Zwei Wochen klingen viel, sind auf Bali aber schnell vorbei, wenn du Jetlag, Verkehr und entspannte Tage mit einrechnest. Deshalb würden wir die Route nicht zu voll packen. Die Grundidee ist simpel: erst ankommen und Café-Bali aufsaugen, dann weiter zu Reisfeldern und Kultur – und von dort aus die Insel Schritt für Schritt gen Süden (zu den schönen Stränden) abarbeiten.
Unser Reisestil: Wir packen nicht auf Biegen und Brechen alles in eine Reise. Wir lassen es entspannt angehen und haben auch mal einen ruhigen Tag, anstatt uns zu hetzen. Wenn das nicht dein Ding ist, kannst du auf deiner Bali Rundreise natürlich deutlich mehr sehen. Aber bedenke: Die Strecken ziehen sich - und das sagen wir, die hauptsächlich mit dem Roller unterwegs waren - womit du auf Bali noch am schnellsten vorankommst.
Unsere Stopps
- 3 Tage | Canggu, Pererenan & Seseh: Ankommen, Jetlag abschütteln, erste Bali-Eindrücke sammeln
- 3 Tage | Ubud: Reisfelder, Kultur, Wasserfälle
- 1-2 Tage | Kintamani: Für den Sonnenaufgang am Mount Batur
- 1 Tag | Sidemen: Ruhe, grüne Reisterrassen, weniger Touristen
- 2 Tage | Sanur oder Ostküste: Wo du deinen Ruhestopp einlegst
- 3 Tage | Uluwatu: Klippen, Strände, Surfen
Perfekt für: Erstbesucher und alle, die Bali kennenlernen wollen, ohne sich zu hetzen.
On Top: Wenn du noch einen weiteren Stopp einbauen willst, dann würden wir noch Nusa Lembongan einplanen.
Canggu, Pererenan & Seseh: Ankommen & erste Bali-Vibes
3 Tage: Entspannt Bali auf sich wirken lassen (Alternativ: Kuta & Seminyak)
Wer zum ersten Mal nach Bali fliegt, landet oft in Kuta oder Seminyak – und das ist auch vollkommen legitim. Kuta hat einen der besten Anfängerstrände der Insel, ich hab dort selbst meine ersten Surfversuche gemacht. Aber es ist einfach nicht unser Vibe: laut, touristisch und mehr Party-Strand als Insel-Feeling.
Uns zieht es nach Canggu – besser gesagt Pererenan und Seseh. Das ist die Bali-Bubble, die du von Instagram kennst: Matcha Latte & Kokosnuss, Gyms mit Wellness-Bereich, fotogene Unterkünfte und ziemlich viele Menschen in Co-Workings, die alle an sich selbst arbeiten. Hinzu kommen Restaurants, die locker mit europäischen Großstädten mithalten können. Und eine immense Anzahl an Dienstleistungen, die sich sehen lassen können: Massagen, Yoga, Padel – alles jederzeit verfügbar. Wir würden lügen, wenn wir sagen, dass uns das nicht von Zeit zu Zeit gefällt. Aber es bleibt eine Bubble, die wenig mit dem echten Bali zu tun hat.




Was wir in Canggu machen würden:
- Sunset bei Tanah Lot: Der ikonische Tempel auf dem Felsen, am schönsten von einem der Warungs oben auf der Klippe
- Times Beach Warung: Sitzsäcke, Kokosnuss, Meerblick – ins Meer gehen würden wir nicht, aber entspannt ist es dort trotzdem
- Essen gehen: Artisan, Acme, Mostly, Shelter, Gather, Picco – es gibt so viel Auswahl
- La Brisa Sunday Market: netter Sonntagsausflug, aber kein Muss
- Special: Dirt Bike Tour im Hinterland von Tabanan – wenn du mal raus aus der Bubble willst
Wo wir übernachten würden: In Pererenan oder Seseh*. Hier wir können das TheHub Pererenan* oder ME Villas Pererenan* empfehlen.
POV: Wenn du surfen lernen, gut essen, Leute treffen und erstmal ankommen willst, ist das genau die richtige Ecke. Wenn du Ruhe, Natur und ursprüngliches Bali suchst, solltest du hier nicht zu lange bleiben.

Ubud: Reisfelder, Kultur & Wasserfälle
3 Tage: Ein anderes Bali kennenlernen mit viel mehr Natur
Ubud ist einer dieser Orte, bei dem wir innerlich immer ein bisschen zwiegespalten sind – und das sagen wir seit 2017. Einerseits ist Ubud schön: Reisfelder, Tempel, gute Restaurants, schöne Unterkünfte und deutlich mehr Grün als in Canggu. Andererseits ist es voll. Sehr voll. Und an manchen Stellen fühlt es sich eher nach spirituell vermarkteter Kleinstadt an als nach mystischem Dschungelort. Trotzdem gehört Ubud auf unsere Route über Bali, auch wenn es schon lange kein Geheimtipp mehr ist.




Was wir in Ubud machen würden:
- Tegallalang Reisterrassen: früh morgens, vor 9 Uhr, um die Massen zu umgehen
- Campuhan Ridge Walk: kostenloser Spaziergang mit Ausblick, abends für den Sonnenuntergang kommen
- Kultur im Ubud Palace und Taman Saraswati Tempel
- Jl. Goutama: Die entspanntere Alternative zur Hauptstraße, gut zum Flanieren
- Action: ATV-Tour, Rafting, Bike,Tour, Sound Healing
- Tagestrips zu Tempeln wie Pura Tirta Empul oder Pura Gunung Kawi Tampaksiring, Wasserfällen
- Was wir skippen: Ubud Monkey Forest
Wo wir übernachten würden: Etwas abseits in Ubud* (mitten drin ist es uns zu trubelig). Was wir empfehlen können: Villa SUMIKA* für größere Truppen, alternativ Dinara Ubud* mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis oder das Boutique-Hotel Cloud Nine Estate*.
Auch wenn Ubud relativ zentral liegt und viele Ziele schnell erreichbar erscheinen, würden wir von hier nur "schnelle" Trips unternehmen. Sonst werden es lange Tage mit viel Verkehr und irgendwann die Erkenntnis, dass 30 Kilometer auf Bali auch mal mindestens eine Stunde Fahrt bedeuten.



Kintamani: Sonnenaufgänge am Mount Batur
1-2 Tage: Kein große To Do-Liste, nur früh aufstehen
Kintamani ist vor allem für eines bekannt: Mount Batur. Ein aktiver Vulkan, ein Kratersee und Cafés mit tollem Ausblick und Luft, die sich deutlich frischer anfühlt als im Süden. Wir selbst waren für eine Jeep Tour zum Sonnenaufgang am Mount Batur* dort und ehrlich gesagt war das Erlebnis ernüchtender als erwartet. Sehr touristisch, sehr abgefertigt. Aber der Anblick ist nicht schlecht: der Kratersee Danau Batur unten im Tal, der Vulkan dahinter, die Stille vor Sonnenaufgang.
Wo wir übernachten würden: Definitiv mit Ausblick auf den Mount Batur*, so wie Calidas Hill* oder mal anders schlafen im Toteme Glamping and Hot Spring Kintamani*.


Deshalb würden wir Kintamani auf einer Rundreise heute so einplanen: eine Nacht in einem der Hotels (zum Beispiel Calidas Hill* oder Toteme Glamping and Hot Spring Kintamani*) mit Vulkanblick – davon gibt es einige, die wirklich spektakulär über dem Kratersee liegen. Sonnenaufgang vom Zimmer oder von der Terrasse aus genießen und dann entspannt weiterfahren. Ohne Massentour, ohne früh um drei aufstehen, ohne Fliegenchaos am Gipfel.

Sidemen: Klein, grün und unterschätzt
1 Tag: Ruhe, grüne Reisterrassen, weniger Touristen
Sidemen war auf unserer Route bisher kein eigener Aufenthalt – leider. Was den Ort interessant macht: Es ist das Bali, das Canggu und Ubud längst nicht mehr sind. Was es hier gibt? Grüne Reisterrassen mit Blick auf den Mount Agung, Wasserfälle und Dörfer, in denen das lokale Leben noch im Vordergrund steht. Deshalb steht Sidemen auf unserer nächsten Bali Reise ganz oben.
Für eine 2-Wochen-Route reicht eine Nacht als atmosphärischer Zwischenstopp zwischen Kintamani und der Ostküste. Wenn du mehr Zeit hast, bleib zwei Nächte und nutze die Zeit für einen Spaziergang durch die Reisfelder, einen Abstecher zum Gembleng Wasserfall oder einfach nur um am Pool zu chillen.
Wo wir übernachten würden: In Sidemen* etwas gönnen mit Wapa di Ume Sidemen*, 100% Insel-Feeling im Bamboo-Haus Veluvana Bali* oder Low-Key im Sawah Indah Villa*.
Sanur oder Ostküste: Wo du deinen Ruhestopp einlegst
2 Tage: Nichts tun, im Resort entspannen oder vielleicht ein bisschen bummeln
Nach Sidemen hast du auf dem Weg Richtung Süden mehrere Optionen, die sich vom Vibe her deutlich unterscheiden: Ostküste oder Sanur.
Option A: Entlang der Ostküste
Wenn du von Sidemen kommst und noch nicht sofort in den Süden willst, findest du hier einige der schönsten Resorts der Insel. Das Amankila* bei Manggis gehört zu den bekanntesten Adressen auf Bali. Kein Wunder bei diesen spektakulären Terrassen-Pools über dem Meer – spiegelt sich entsprechend im Preis wider. Günstiger, aber nicht weniger schön: das Quenzo Beach Resort* in Padang Bai. Den schönsten Strand findest du am Virgin Beach.
Option B: Sanur
Der entspanntere, familienfreundlichere Süden. Ruhigerer Strand als in Canggu oder Uluwatu, gute Resort-Infrastruktur und mit der Icon Mall einen der wenigen Shoppingzentren der Insel. Kein Highlight für Abenteuerreisende, aber richtig, wenn du nach dem Inland-Teil der Route zwei Tage einfach nur ankommen, essen und nichts tun willst.
Wo wir übernachten würden: All-Inclusive im Sudamala Resort*, uriger & gemütlicher im Atelier TE Designer Guesthouse*, luxuriös im The Meru Sanur* oder mit Meerblick im Bali Beach Hotel*.
Von der Ostküste aus kannst du auch easy Inselhopping betreiben: Nusa Lembongan, Nusa Penida, Lombok und die Gili Islands.
Uluwatu: Klippen, Surfen & die schönsten Strände
3 Tage: Beach Life - tagein, tagaus.
Uluwatu ist anders als der Rest der bisherigen Stops: Statt Reisfelder und Dschungel bekommst du Klippen, Surfspots, versteckte Buchten und Küstenblicke, die wirklich nicht nur auf Fotos gut aussehen. Wir kommen seit 2017 immer wieder her, auch wenn es manchmal nur für einen Tagesausflug von Pererenan aus ist. Unsere schönsten Strandtage auf Bali hatten wir hier – am Melasti Beach, am Dreamland Beach oder einfach irgendwo in einer der Buchten, die du erst findest, wenn du ein bisschen suchst. Und wenn du Surfen lernen oder verbessern willst: Uluwatu hat einige der bekanntesten Surf Camps und Schulen der Insel.



Was wir in Uluwatu machen würden:
- Melasti Beach: einer der schönsten Strände der Insel
- Pura Luhur Uluwatu: Tempel auf der Klippe, am schönsten zum Sonnenuntergang
- Surfen: Bingin und Padang Padang für Anfänger, Green Bowl für Fortgeschrittene
- Sonnenuntergang: von einer der Klippenbars oder Beach Clubs mit Meerblick
Wo wir übernachten würden: Am besten in der Bingin* oder Padang Padang Area*. Entweder eine Villa mit Pool wie Yume Villas* oder Bebas Villas*. Oder mit Blick über die Klippen auf das Meer wie Alila Villas Uluwatu* oder Milo’s Home*. Oder mit eigenem Strand wie in den Luxus-Resorts The Ritz-Carlton Bali* oder Samabe Bali Villas*.

Unsere Route für 3 Wochen Bali
Mit drei Wochen wird Bali deutlich spannender. So hast du genügend Zeit Bali jenseits der üblichen Bubble und den klassischen Hotspots zu erleben. Und genau dort hat uns Bali am meisten überrascht. Es wird ruhiger, grüner, teilweise kühler und weniger inszeniert. Diese Route ist nichts für alle. Sie ist für Slow Traveler, Naturmenschen und alle, die Bali nicht nur mit Beach Clubs, fancy Cafés und Content Creator verbinden wollen.
Unsere Stopps
- 3 Tage | Canggu, Pererenan & Seseh: Ankommen, Jetlag abschütteln, erste Bali-Eindrücke sammeln
- 3 Tage | Ubud: Reisfelder & Kultur
- Optional: Auf dem Weg zu den Jatiluwih Reisterrassen fahren
- 2 Tage | Munduk: Wasserfälle & Natur und ruhiger Reisfelder
- 1 Tag | Lovina: Kurzer Stopp, Nordküste mitnehmen
- 2 Tage | Amed: vor allem für Taucher/Schnorchler spannend
- 1 Tag | Sidemen: Ruhe, grüne Reisterrassen, weniger Touristen
- 2 Tage | Sanur oder Ostküste: Ruhestopp, Resort-Feeling
- 3 Tage | Inselhopping: Nusa Lembongan, Nusa Penida oder Gili Islands
- 3 Tage | Uluwatu: Klippen, Strände, Surfen
Canggu, Ubud, Sidemen, Sanur und Ostküste sowie Uluwatu kennst du schon aus der 2-Wochen-Route. Dort findest du alle Details. Hier konzentrieren wir uns auf die neuen Stopps: Munduk, Lovina, Amed und die Inseln.
Munduk: Naturparadies, Wasserfälle & das andere Bali
2 Tage: Wenn Bali plötzlich kühler, grüner und ruhiger wird
Wenn du von Ubud aus nach Munduk fährst, solltest du auf dem Weg an den Jatiluwih Reisterrassen halten. Das UNESCO-Weltkulturerbe liegt zwar nicht ganz auf dem Weg, aber der Umweg lohnt sich. Denn die Reisfelder dort sind weniger überlaufen als Tegallalang und zeigt, wie Reisfelder auf Bali aussehen können, wenn sie nicht nur für Touristen herhalten. Ein halber Vormittag reicht für einen entspannten Spaziergang – danach weiter nach Munduk.

Munduk war für uns dann die größte positive Überraschung auf Bali. Wir hatten Natur erwartet – aber nicht diese Ruhe, nicht dieses komplett andere Gefühl. Dort oben ist es kühler, nebliger, langsamer. Die Luft fühlt sich anders an, die Tier-Geräusche sind lauter und plötzlich geht es nicht mehr um Cafés und Strandbars, sondern um Wasserfälle, Bergstraßen und Ausblicke, die man so im Süden nicht bekommt. Wenn uns jemand fragt, welcher Ort unser Bali-Bild am stärksten verändert hat: Munduk.

Was wir in Munduk machen würden:
- Wasserfälle: Es gibt so viele, unser Favorit Banyu Wana Amertha
- Reisfelder & Kaffeeplantagen: Einfach durch die Gegend fahren und die Landschaft genießen – das ist hier schon das Erlebnis
- Danau Tamblingan & Danau Buyan: Die Zwillingsseen oben im Hochland, umgeben von Nebelwald
Wo wir übernachten würden: Auf der Munduk Moding Plantation Nature Resort* für den Infinity Pool und als Sonnenuntergangs-Spot oder in den Munduk Cabins* mit Tree-House-Vibes und Blick ins Tal. Wir würden nicht noch einmal sparen und ins Gumi Ayu EcoStay Munduk* gehen.
Pack für Munduk unbedingt eine Jacke ein. Was im Süden noch absurd klingt, ist hier oben auf dem Roller eine echte Notwendigkeit - wir haben stellenweise gefroren.
Lovina: Nordküste mitnehmen
1 Tag: Kurzer Stopp auf dem Weg von Munduk nach Amed
Lovina liegt geografisch sinnvoll zwischen Munduk und Amed – die Strecke wäre sonst einfach zu lang. Was den Ort interessant macht: die ruhigere Nordküste, ein anderes Tempo als im Süden und eine entspannte Atmosphäre. In der Umgebung gibt es ein bisschen was zu sehen: die Banjar Hot Springs, das Brahmavihara Arama Kloster (das größte buddhistische Kloster Balis) und gute Bedingungen zum Schnorcheln.
Wofür Lovina eigentlich bekannt ist: Delfin-Touren. Hier wären wir aber vorsichtig, denn teilweise werden über 100 Boote gleichzeitig losgeschickt, die den Tieren hinterherjagen. Das ist nichts, was wir unterstützen wollen. Wenn du es trotzdem machen willst, informiere dich bitte vorher über ethischere Anbieter, die mit weniger Booten und mehr Abstand arbeiten – zum Wohle der Delfine!
Wo wir übernachten würden: Irgendwas am Strand – in einem klassischen Resort The Grand Villandra Resort Lovina*, ein bisschen abseits im Mayo Resort* oder ein bisschen gemütlicher & anders im Samastiti villas by the beach Lovina*
Amed: Tauchen, Schnorcheln & das ruhige Ostbali
2 Tage: Ruhiges Ostbali, Meer und wenig Trubel
Amed steht weiterhin auf unserer Liste, weil es gut zu uns passt: Ruhige Fischerdörfer, schwarze Sandstrände, Mount Agung im Rücken und deutlich weniger Trubel als im Süden. Das Hauptargument für uns ist, dass die Riffe direkt vom Strand aus erreichbar sind, ohne Boot und ohne viel Aufwand. Für Taucher gibt es gleich mehrere interessante Spots in der Umgebung, darunter ein japanisches Kriegsschiffwrack. Wenn du nicht tauchst, kommst du beim Schnorcheln aber ebenfalls auf deine Kosten.
Aber auch Amed ist nicht vom Bali-Hype verschont geblieben: Der ikonische Fotospot am Baum Lahangan Sweet ist ein richtiger Touristen-Magnet geworden. Was vor Jahren noch ein normaler Aussichtspunkt war, ist heute mit Eintrittsgebühren und entsprechendem Andrang verbunden. Auch den Lempuyang Tempel mit den sogenannten „Gates of Heaven“ kennst du vielleicht von Bildern, denn es ist einer bekanntesten Instagram-Kulissen Balis. Was vor Jahren noch ein spiritueller Ort war, ist heute mit Wartezeiten, Eintrittsgebühren und einem kommerziellen Drumherum verbunden. Kann man alles machen, wir sind aber keine Fans von sowas.
Wo wir übernachten würden: In einer Unterkunft mit Tauch-/Schnorchel-Equipment Aqua Dive resort Amed* oder in einer Beach-Villa Aquamarine Beach Villas*.
Inselhopping: Nusa Penida, Nusa Lembongan oder Gili Islands
3 Tage: Ein anderes Tempo, anderes Insel-Feeling
Von Bali aus bist du schnell auf anderen Inseln – und der Kontrast lohnt sich. Das Wasser ist klarer, die Strände weißer, die Atmosphäre nochmal ruhiger als auf dem Festland.
Nusa Penida
Nusa Penida ist die bekannteste Option – wir verstehen das: Die rauen Klippen, das blaue Meer, die wilden Buchten und holprige Straßen – ist mehr Abenteuer als Bali. Gleichzeitig ist die Insel leider kein Geheimtipp mehr, denn viele Spots sind einfach so stark vermarktet. Wie weit die Kommerzialisierung mittlerweile geht, zeigt ein Beispiel ganz gut: Am Kelingking Beach wurde ein Aufzug geplant, weil der Abstieg zum Strand anstrengend ist. Der Bau wurde nach großer Aufregung gestoppt. Unsere Meinung dazu: Wer den Weg nicht laufen kann oder will, hat am Strand unten auch nicht viel verloren.
Wo wir übernachten würden: Richtig schön im Deep Roots Dive & Yoga Resort* oder einfach & simpel mittendrin in den Bagia Bungalows* oder direkt am Highlight im Kelingking Tropical*.



Nusa Lembongan
Nusa Lembongan ist die entspanntere Alternative: kleinere Insel, entspannteres Tempo, weniger Rummel – und vor allem von Sanur aus in nur 30 Minuten erreichbar. Gutes Schnorcheln, schöne Strände und eine Atmosphäre, die sich noch nicht so überholt anfühlt wie Nusa Penida. Wenn wir uns entscheiden müssten, würden wir hier hinfahren.
Wo wir übernachten würden: Unser Freunde schwören auf Glamping an den Klippen im ARNA Suites and Ocean Lounge*.
Optional: Gili Islands
Wenn du etwas mehr Zeit beim Inselhopping einplanen willst, kannst du auch die Gili Islands in Betracht ziehen. Die Überfahrt dauert rund drei bis vier Stunden, also deutlich länger und kein klassischer Tagestrip. Dafür bekommst du kaum bis kein Motorverkehr, klares Wasser und das entspannte Insel-Feeling, wovon wir doch alle träumen.
- Gili Trawangan ist die größte der drei Inseln. Sunset Bars, Nachtmarkt, Partyatmosphäre – wer Abwechslung und Trubel sucht, ist hier richtig. Gleichzeitig ist es auch die vollste und lauteste Insel der drei.
- Gili Air liegt in der Mitte der Inselgruppe: entspannter als Trawangan, aber noch genug los für ein paar gute Restaurants, Tauchshops und kleine Bars am Abend. Für viele die beste Kombination aus Ruhe und Aktivität – besonders für alle, die nicht im Epizentrum des Partygeschehens schlafen wollen.
- Gili Meno ist die kleinste und ruhigste der drei. Kaum Tourismus, kaum Infrastruktur, dafür unberührte Strände und das beste Schnorchelriff der Gruppe. Wer wirklich abschalten will, ist hier richtig – wer abends noch etwas unternehmen möchte, eher nicht.
Wo wir übernachten würden: Wahrscheinlich auf Gili Air* in einem klassischen Hotel Resort wie Villa Mila – Gili Air* und Divino Gili Air* oder Villa mit eigenem Pool Apalagi Villas*
Fortbewegung auf Bali: Mietwagen, Roller oder Fahrer?
Wenn es einen Punkt gibt, bei dem wir nicht diskutieren, dann diesen: Einen Mietwagen* würden wir auf Bali nicht nehmen. Für uns spricht alles dagegen: Enge Straßen, chaotischer Verkehr, kaum Parkmöglichkeiten, Stau ohne Ende und Mopeds, die sich überall durchquetschen. Im Norden, Westen oder Osten mag es entspannter sein, aber auch dort sind die Straßen gefühlt nicht für Autos konzipiert worden.
Wir haben Bali hauptsächlich mit dem Roller erkundet. Und das würden wir wieder so machen. Mit dem Roller bist du flexibler und deutlich schneller – vor allem kannst du dich am Verkehr vorbeischlängeln. Gleichzeitig ist Rollerfahren auf Bali nichts, was du leichtfertig unterschätzen solltest. Auch wenn viele Anfänger hier unterwegs sind – du solltest dich sicher auf zwei Rädern fühlen. Schwere Unfälle sind keine Seltenheit – auch weil viele glauben, sie müssten keinen Helm tragen. Und bitte nicht glauben, dass der Urlaubsmodus Verkehrsregeln ersetzt.

Auch wenn du beim der Roller-Anmietung keinen Führerschein nachweisen musst: Wenn du angehalten wirst und nicht den passenden hast, zahlst du Strafe. Für die meisten Roller brauchst du offiziell einen Motorradführerschein - nicht nur den Autoführerschein. Das ignorieren viele, aber Regeln sind Regeln. Aktuell gibt es auf Bali Diskussionen darüber, ob Roller-Vermietungen an Touristen stärker reguliert werden sollen.
Hier kommt unser wichtigster und praktischster Tipp für eine Bali Rundreise: Wenn du den Ort wechselst, lass dein Gepäck per Fahrer oder Taxi (Grab) transportieren und fahr selbst mit dem Roller voraus. Du bist schneller und kannst unterwegs viel mehr mitnehmen. Marcel hat bei seiner ersten Bali Rundreise das Gepäck auf dem Roller geschleppt – machbar, aber nichts, was wir empfehlen. Die Kombination aus Roller für dich und Auto für das Gepäck ist auf Bali einer der Hacks, der dir eine deutlich entspanntere Reise beschert.
Kosten für eine Bali Rundreise: Was ist realistisch?
Ja, du kannst auf Bali budgetfreundlich reisen, aber das Bild von „Bali für 20 € pro Nacht in einer traumhaften Villa“ ist aus unserer Sicht zu simpel. Denn sobald du wirklich schöne Unterkünfte möchtest, gut (international) Essen gehen willst und sämtliche Aktivitäten mitnimmst, dann zahlst du dafür auch auf Bali deinen Preis. Das gilt nicht nur für Canggu oder Ubud, sondern auch für ruhigere Ecken wie Munduk.
Der größte Kostenblock wird bei vielen Reisenden der Flug* und die Unterkünfte sein, gefolgt von Essen, Aktivitäten und Transport. Auch wenn du im Local Warung für 2 € essen kannst, liegst du bei Fancy Lokalen schnell nah an europäischen Preisen. Transport ist auf Bali verhältnismäßig günstig: Ein Roller kostet 4 bis 6 € pro Tag, eine Grab-Fahrt fängt ab ein paar Cent an.
Auch wenn Kreditkarten in Cafés, Restaurants oder größeren Shops akzeptiert werden, je abgelegener oder "einheimischer" du unterwegs bist, desto öfter wird Bargeld gefordert -> Kreditkarten, die wir auf Reisen nutzen


Zur Einordnung: Wir haben bei unserem letzten Aufenthalt in Pererenan für zwei Personen rund 5.000 € im Monat ausgegeben. Das ist viel, aber wir haben weder gespart noch Basic gelebt. Allein Unterkunft mit Co-Working Setup und Essen (in der gesunden Version mit Meal Prep und vorgegebenen Makros) haben den Großteil davon geschluckt, dazu kamen Sport, Wellness und was sonst alles noch Spaß macht. Eine klassische Bali Urlaubsreise sähe auch bei uns anders aus.
- Budget: 40-50 € pro Tag pro Person für günstige Unterkünfte, essen in lokalen Warungs und keine Beach Clubs.
- Mittelklasse: 80-120 € pro Tag pro Person. Schöne Boutique-Hotels oder Villen, gute Restaurants, Massagen und Beauty-Treatments. Das wäre unser realistischer Preisrahmen für eine Rundreise in unserem Stil.
- Komfort: 150 € und mehr pro Tag. Resorts, Infinity Pools, Beach Clubs, geführte Touren. Nach oben gibt es auch auf Bali keine Grenzen.
Insgesamt kannst du also zwischen 2.500 € und 4.000 € pro Person inkl. Flug* rechnen.
Heads Up: Bali ist für uns günstiger, weil wir es mit europäischen Standards vergleichen. Aber viele Dienstleistungen sind hier für viele Luxus - vergiss das nicht. Gib Trinkgeld und verhandle nicht bis zum Abwinken herunter.
Bali Rundreise planen: Anreise, Packliste & Sicherheitstipps
Anreise nach Bali: Vom Flughafen in die erste Unterkunft
Nach 17 bis 22 Stunden Flug* landest du am internationalen Flughafen Ngurah Rai in Denpasar und kannst von dort direkt in deine Unterkunft fahren. Wir fahren immer sofort nach Canggu oder Pererenan durch, je nach Tageszeit dauert das bis zu zwei Stunden. Wenn du abends landest, hast du es deutlich einfacher, weil die Straßen dann leerer sind.
Unsere Empfehlung: Organisiere den ersten Transfer vorher. Wir buchen diesen entweder über unsere Unterkunft (viele bieten gegen Aufpreis einen Flughafentransfer an, einfach bei der Buchung nachfragen) oder über Booking.com*. Dann wartet bereits ein Fahrer auf dich, egal ob der Flug Verspätung hat oder nicht. Kein Suchen, kein Verhandeln, kein Warten auf Grab. Nach einem langen Flug ist das für uns schlicht die entspannteste Option.
Packliste für deine Bali Rundreise
Für Bali brauchst du kein gesonderte Ausstattung, aber auf ein paar Dinge wollen wir nach drei Monaten einfach mal hinweisen – vor allem, wenn du nicht nur am Pool chillst.
Was wir einpacken:
- Leichte & schnell trockene Kleidung einpacken: Die Luftfeuchtigkeit ist real. Besonders in der Regenzeit schwitzt du, sobald du das klimatisierte Zimmer verlässt.
- Etwas Langes zum Drüberwerfen: Für abends, in höheren Lagen und wenn du lange auf dem Roller sitzt – der UV-Index ist extrem hoch und ein Sonnenbrand schnell vorprogrammiert.
- Sonnencreme: Extrem teuer auf Bali – in Massen mitnehmen, wirst du brauchen.
Zum Thema Gepäck: Wir reisen immer mit Koffern statt Rucksack - warum und welche wir nutzen, haben wir getestet und aufgeschrieben -> Unsere Koffer im Test
Was du nicht brauchst
- Adapter: es sind die gleichen Anschlüsse wie in Deutschland (Typ C und F)
- Reiseapotheke: Kriegst du alles lokal, auch bei Bali Belly – habe danach Probiotika bekommen und es hat so gut gewirkt
- Regenjacke oder Poncho: Besonders in der Regenzeit und in höheren Lagen wichtig. Aber kannst du günstig vor Ort kaufen.
Was uns nervt: Kleidung zur Wäsche geben. Die wenigsten Unterkünfte haben eine Waschmaschinen, also geht es immer in die Wäscherei, aber die Qualität lässt hier zu wünschen übrige (keine Ahnung, wie viele Laundrys wir ausprobiert haben): Flecken, eingelaufen, weiß wird zu grau. Vielleicht lieber nicht deine beste Kleidung mitnehmen oder dort nicht waschen lassen.


Typische Fehler: Das hätten wir gerne vorher gewusst
Damit du dir ein paar Erkenntnisse sparst, die wir erst nach mehreren Bali-Aufenthalten wirklich verinnerlicht haben:
- Entfernungen nach Kilometern bewerten: Auf Bali zählt Fahrzeit, nicht Distanz – und die kann je nach Verkehr, Regen und Tageszeit komplett anders aussehen. Das wird früher oder später auf die Stimmung drücken. Wenn du jeden zweiten Tag denkst „Ach, das sind doch nur 40 Kilometer“, und dann wieder ewig unterwegs bist, verändert das deine Reise.
- Eine Base für alles nehmen: Plane lieber mehrere Stopps ein, um vor Ort wirklich anzukommen, statt jeden Tag stundenlang hin- und herzupendeln. Ein Tagesausflug hier, ein Tagesausflug dort, Roller oder Fahrer, Stau, Rückweg, wieder von vorne. Natürlich ist das machbar. Aber irgendwann fühlt sich die Reise nach „Montags bis Freitags ins Büro und zurück“ an.
- Zu viele Orte in zwei Wochen pressen: Wenn du in zwei Wochen über die gesamte Insel willst, bist du wahrscheinlich mehr am Packen als am Erleben.
- Bali nur nach Instagram planen: Viele Orte sehen nur auf Fotos schön aus. Das heißt nicht, dass sie schlecht sind, aber nicht jeder Fotospot ist automatisch ein magischer Reisemoment. Und bei der Restaurantauswahl: Du würdest nicht hinterherkommen – es ist alles angeblich „toll & worth the hype“.
- Rollerfahren unterschätzen: Praktisch, aber nichts für Anfänger. Wenn du unsicher bist, dann bitte nicht fahren. Deine Rundreise wird nicht besser, wenn du dich täglich gestresst und voller Panik durch den Verkehr quälst.
- Denken, Bali ist überall günstig: Gerade richtig schöne, hochwertige Unterkünfte kosten ihren Preis. Wenn du Komfort willst, solltest du entsprechend planen – und nicht mit dem Bali von vor zehn Jahren rechnen.
- Die Hotspot-Bubble nicht verlassen: Canggu ist bequem, Ubud ist interessant, Uluwatu ist schön – aber sie sind eben eine Bubble. Munduk, Jatiluwih und Sidemen haben unser Bild von Bali viel mehr verändert – auf positive Weise.
- Augen auf bei der Unterkunftswahl: Es wird überall gebaut – entsprechend laut kann es werden. Frage kurz vorher bei deiner Unterkunft an, wie die Lage ist.


Fazit: Bali Rundreise clever geplant
Ganz ehrlich: Bali wird uns nie komplett catchen. Zu viel Müll, zu viel Verkehr, zu viele Bubble-Welten, die wenig mit lokalem Alltag zu tun haben. Es gibt Orte auf der Welt, die uns persönlich stärker berührt haben. Wir würden nicht pauschal sagen: „Mach unbedingt Urlaub auf Bali.“
Aber unabhängig von unserer persönlichen Meinung ist eine Rundreise trotzdem die beste Art, Bali überhaupt fair kennenzulernen. Wenn du nur in Canggu bleibst – ja, dann ist es das Bali, was wir online zu Gesicht bekommen: überall Content Creator, Fitnessstudios en masse und Cafés so weit das Auge reicht. Wenn du aber weiterziehst Richtung Norden, Westen und Osten, wird es interessanter und ursprünglicher.
Eine Bali Rundreise lohnt sich für dich, wenn du Abwechslung willst, mit Verkehr umgehen kannst und bereit bist, die Hotspots überlaufen vorzufinden. Weniger geeignet ist Bali für dich, wenn du eine komplett entspannte, leere, ursprüngliche Tropeninsel suchst.
Aber genau deshalb haben wir diesen Artikel geschrieben: Bali ist nicht picture-perfect, eine Rundreise kann anstrengend sein und nicht den Erwartungen entsprechen. Und es ist trotzdem die beste Möglichkeit, hinter das Mainstream-Bild der Insel zu schauen.
FAQ: Häufige Fragen zu Bali Rundreise
Wie viele Tage sollte man für eine Bali Rundreise einplanen?
Für eine Bali Rundreise würden wir mindestens zwei Wochen einplanen. Drei Wochen sind deutlich entspannter, vor allem wenn du neben Canggu, Ubud und Uluwatu auch ruhigere Regionen wie Munduk, Kintamani, den Norden oder weitere Inseln einbauen möchtest.
Braucht man auf Bali einen Mietwagen?
Nein, auf Bali brauchst du keinen Mietwagen*. Die Straßen sind eng, der Verkehr ist dicht, Mopeds sind überall und Parken ist schwierig.
Wann ist die beste Reisezeit auf Bali?
Die Trockenzeit von Mai bis Oktober ist die sicherste Wahl – vor allem für Erstbesucher oder alle, die nur zwei Wochen haben. April und Oktober sind die Sweet Spots: weniger Trubel als in der Hochsaison, aber noch stabiles Wetter. Juli und August sind die beliebtesten Monate, entsprechend voller und teurer -> Mehr zu Bali Reisezeit
Wie viel Budget für 2 Wochen Bali?
Als grobe Orientierung pro Person und Tag, exklusive Flug*: Budget-Reisende kommen mit 40-50 € aus, Mittelklasse liegt bei 80-120 € pro Tag. Für zwei Wochen zu zweit ohne Flug also realistisch zwischen 2.000 € und 4.000 €.
In welchem Monat sollte man Bali nicht besuchen?
Es gibt keinen Monat, in dem Bali grundsätzlich nicht bereisbar wäre. Die Regenzeit ist von November bis März, dann kann es besonders in höheren Lagen oder auf dem Roller unangenehm werden. Aber wir waren auch in der Zeit dort und fanden es nicht schlimm.