// Zuletzt aktualisiert November 30, 2025
Sapporo, Hauptstadt der nördlichsten japanischen Insel Hokkaido, ist bekannt für ihre schneereichen Winter, ihre kulinarische Vielfalt und ihre entspannte Atmosphäre. Ob Ramen, Architektur oder das berühmte Snow Festival: Die Stadt vereint Natur, Kultur und Genuss auf einzigartige Weise.
1972 war Sapporo sogar Austragungsort der Olympischen Winterspiele und ist seitdem ein Magnet für Wintersportfans aus aller Welt. Aber selbst wenn du keine Skier im Gepäck hast, lohnt sich die Reise. Die Stadt ist modern, dabei aber überraschend entspannt, gerade im Vergleich zu Großstädten wie Osaka oder Kyoto. Breite Straßen, europäisch angehauchte Architektur und ganz viel Natur direkt vor der Tür machen die Stadt zum perfekten Einstieg in Hokkaido. Egal ob du auf gutes Essen, spannende Kultur oder Outdoor-Erlebnisse stehst – hier kommst du sicher auf deine Kosten.
- Beste Reisezeit für Sapporo
- Ankommen auf Hokkaido: So erreichst du Sapporo
- Wie viel Zeit solltest du in Sapporo einplanen?
- Sehenswürdigkeiten und Highlights in Sapporo
- Kulinarik in Sapporo: Cafés, Ramen und mehr
- Unterkünfte in Sapporo: Wo du gut schlafen kannst
- Tagesausflüge ab Sapporo: Mehr von Hokkaido entdecken
- Praktische Tipps für deinen Sapporo‑Trip
- Fazit: Sapporo braucht keine Superlative, um zu gefallen
- FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Sapporo
Beste Reisezeit für Sapporo
Es kommt darauf an, was du suchst: Im Frühling blühen die Parks, der Sommer bringt Festivals und Abende in Biergärten, der Herbst taucht die Stadt in kräftige Rot- und Goldtöne, ideal für Spaziergänge und Fototouren. Und im Winter? Da wird es kalt, sehr kalt und richtig verschneit. Perfekt für dich, wenn du dich über einen „richtigen“ Winter freuen kannst.


Frühling: Blüten, Sonne und Neuanfang
Wenn du auf die Kirschblüte hoffst, brauchst du in Sapporo etwas mehr Geduld als in Tokio oder Kyoto. Die Sakura blüht hier meistens erst ab Ende April bis Anfang Mai, dafür aber mit deutlich weniger Touristen. Die Temperaturen steigen langsam (meist 7-15 °C) und die Stadt fühlt sich an, als würde sie nach dem langen Winter einmal tief durchatmen.
Warum blüht die Sakura in Sapporo später? Hokkaido liegt deutlich nördlicher als der Rest Japans, das bedeutet kühlere Temperaturen und einen verzögerten Frühling.
Sommer: Perfekt für Outdoor und Festivals
Während der Süden Japans im Hochsommer oft unter drückender Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit leidet, bleibt es in Sapporo vergleichsweise angenehm. Temperaturen zwischen 15 und 25 °C machen die Stadt im Sommer (Juni-August) ideal für Outdoor-Aktivitäten – egal ob Wandern in den umliegenden Bergen, Spaziergänge durch den Park oder Radtouren entlang des Toyohira-Flusses. Auch das bekannte Sapporo Summer Festival bringt Leben in die Innenstadt, inklusive riesigem Biergarten mitten im Grünen.
Herbst: Goldene Ruhe vor dem Schnee
Wir selbst waren im Herbst (September-Oktober) auf Hokkaido unterwegs und wurden mit klassischem Herbstwetter begrüßt: Sonne, 18 bis 20 Grad, perfekte Temperaturen zum Ankommen. Als wir ein paar Wochen nach unserem Roadtrip zurück in Sapporo waren, war der Wandel deutlich spürbar. Die Temperaturen lagen nun deutlich unter 10 Grad, das Wetter wurde wechselhafter: Sonne, leichter Regen, sogar der erste Schnee (auch wenn er noch nicht liegen blieb). Besonders schön zu dieser Jahreszeit ist das leuchtende Herbstlaub, das die Stadt in kräftige Farben taucht – für uns einer der besten Zeitpunkte, um Sapporo zu erleben.

Winter: Schnee, Skifahren und Festivals
Sapporo ohne Schnee ist wie Japan ohne Onsen, kaum vorstellbar. Der Winter hier ist lang, schneereich und vor allem eins: richtig kalt. Und mit „kalt“ meinen wir so richtig kalt.
Im Januar, dem kältesten Monat, sind Temperaturen von -10 °C bis -15 °C keine Seltenheit und in manchen Wintern wurde sogar schon die -20 °C-Marke geknackt. Auch im Dezember kann es schon ordentlich kalt werden, mit Werten um die -7 °C. Der Schnee bleibt dabei oft wochenlang liegen und macht aus der Stadt ein echtes Winterwunderland.
Für Wintersportfans ist die Region ein Traum: Skigebiete wie Teine oder Kokusai öffnen meist im Dezember und bieten top Pisten mit Schneesicherheit. Auch das bekannte Skigebiet Niseko (etwa zwei Stunden entfernt) ist für viele Besucher aus Sapporo ein beliebtes Ziel.
Sapporo Snow Festival
Ein echtes Highlight und eines der bekanntesten Winterevents Japans ist das Sapporo Snow Festival, das jedes Jahr Anfang Februar stattfindet – meist in der ersten oder zweiten Woche. 2026 findet das Snow Festival vom 04.02. bis zum 11.02. statt. Hauptschauplatz ist der Odori Park im Zentrum der Stadt, aber auch in Susukino und beim Veranstaltungsgelände Tsudome gibt es einiges zu entdecken. Dich erwarten gigantische Schneeskulpturen, eindrucksvolle Lichtinstallationen und jede Menge Streetfood-Stände mit lokalen Spezialitäten. Weitere Infos findest du auf der offiziellen Website des Festivals.
Ankommen auf Hokkaido: So erreichst du Sapporo
Da Sapporo im Norden Japans liegt, ist es ein gutes Stück entfernt von den klassischen Japan-Routen. Am schnellsten und einfachsten erreichst du die Stadt mit dem Flugzeug: Von Tokio (Haneda oder Narita) geht es in rund 1,5 Stunden zum New Chitose Airport, der etwa 45 Minuten außerhalb von Sapporo liegt. Mehrere Airlines bieten die Verbindung täglich an, oft schon ab etwa 70-120 €, je nach Buchungszeitpunkt.
Mit Shinkansen oder Mietwagen anreisen
Alternativ kannst du mit dem Shinkansen anreisen. Seit der Erweiterung bis Shin-Hakodate-Hokuto ist Hokkaido ans Schnellzugnetz angebunden. Von dort brauchst du allerdings noch rund vier Stunden mit dem Regionalzug bis nach Sapporo. Landschaftlich ist das definitiv lohnenswert aber zeitlich und preislich eher etwas für Zugfans mit Geduld.
Wenn du mit dem Auto unterwegs bist, kommst du entweder über den mautpflichtigen Seikan-Tunnel oder per Fähre von Honshu nach Hokkaido – beides Optionen, die sich eher im Rahmen einer längeren Japan Rundreise lohnen können. Falls du ein Mietwagen für deine Weiterreise auf Hokkaido suchst: Sowohl am Flughafen New Chitose als auch in der Stadt findest du zahlreiche Mietwagen-Stationen. Wir selbst haben unseren Wagen vorab über Check24* gebucht und direkt am Flughafen übernommen!
Hinweis: Um in Japan ein Auto anzumieten, brauchst du eine japanische Übersetzung deines Führerscheins. Der deutsche internationale Führerschein wird nicht anerkannt!
Vom Flughafen New Chitose in die Stadt
New Chitose Airport liegt rund 45 Kilometer südöstlich von Sapporo – du bist also nicht gleich da, wenn du landest. Der Weg ins Stadtzentrum dauert in der Regel knapp eine Stunde, je nach Verkehr und gewähltem Verkehrsmittel.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Die schnellste Option ist der JR Rapid Airport Express, der dich für rund 1.230 Yen (ca. 7 €) direkt zur Sapporo Station bringt. Die Züge fahren regelmäßig, sind zuverlässig und gut organisiert, so wie immer in Japan. Allerdings empfehlen wir diese Variante nur, wenn du kein oder wenig Gepäck dabei hast. Erst dann ist es stressfrei und bequem, vor allem weil du dich nicht mit Koffern durch die Waggons quälen musst und niemanden störst.
Wenn du mit viel Gepäck unterwegs bist, empfehlen wir den Flughafenbus. Auch dieser braucht etwa eine Stunde und kostet mit 1.300 Yen (ca. 7 €) nur minimal mehr. Es gibt zwei Linien, die verschiedene Stadtteile anfahren und das Beste: Dein Gepäck wird sicher im Kofferraum des Busses verstaut und stört niemanden.
Bezahlen kannst du beide Optionen ganz unkompliziert mit einer IC-Karte wie Suica oder Pasmo (tap & go).
Mit einer Suica- oder Pasmo-Karte kannst du kontaktlos in U-Bahnen, Bussen und in manchen Shops, Restaurants, Parkautomaten oder Vending Machines zahlen. Du lädst sie einfach mit deiner Kreditkarte auf und „tapst“ dich beim Ein- und Aussteigen durch die Schranken. Gerade für iPhones bietet es sich an die Karte direkt ins Wallet zu ziehen, über Apple Pay aufzuladen und direkt nutzen zu können. (Für Android ist das Vorgehen wohl leider etwas komplizierter.)
Mit dem Taxi
Ein Taxi ist zwar die bequemste Option, aber preislich auch sehr teuer. Je nach Ziel solltest du mit 100 bis 150 € rechnen. Das lohnt sich höchstens nachts oder wenn du dir die Fahrt mit mehreren Leuten teilst.
Wir nutzen gerne Uber oder buchen Taxis vorab über Booking.com* - vor allem, wenn wir spät dran sind oder mit viel Gepäck reisen. In Japan macht das jedoch nur selten Sinn. Preislich macht das kaum einen Unterschied zum normalen Taxi, die Kosten bleiben im gleichen Rahmen.
Unterwegs in Sapporo: So bewegst du dich am besten durch die Stadt
Wir waren in Sapporo vor allem zu Fuß unterwegs und können dies absolut empfehlen. Viele Stadtteile sind gut verbunden, die Gehwege breit, die Straßen sicher und die Orientierung einfach. Gerade in der Innenstadt kannst du die meisten Sehenswürdigkeiten problemlos zu Fuß erkunden. Für alles, was etwas weiter draußen liegt, lohnt sich dann der öffentliche Nahverkehr.
Und hier kommt das nächste Plus: Der ÖPNV in Sapporo ist super organisiert. Die Stadt verfügt über ein hervorragend ausgebautes Netz aus U-Bahn, Straßenbahn und Bussen. Alles ist übersichtlich beschildert, in der Regel auch auf Englisch, und die Fahrpläne sind zuverlässig. Alle ÖPNV fahren regelmäßig und bringen dich schnell von A nach B – perfekt, wenn du zum Beispiel vom Susukino-Viertel ins nördliche Sapporo willst oder vom Hauptbahnhof aus eine andere Ecke der Stadt entdecken möchtest.


Auch preislich bleibt das Ganze entspannt. Eine Einzelfahrt kostet je nach Strecke zwischen 210 und 380 Yen (ca. 1,30 bis 2,50 €). Bezahlen kannst du ganz bequem mit deiner IC-Karte – wir haben wie immer unsere Suica bzw. Pasmo Karte in unserem Wallet benutzt.
Was ist mit Mietwagen* oder Taxi innerhalb der Stadt? Brauchst du nicht wirklich. Die Straßen sind zwar nicht chaotisch, aber der Verkehr kann zäh sein und Parkplätze sind teuer (gut und gerne 3-4€ pro 30 Minuten). Wenn du nicht gerade nachts oder mit sehr viel Gepäck unterwegs bist, ist der ÖPNV schlicht praktischer. Auch wenn Taxifahren in Japan ein Erlebnis für sich ist, günstig ist etwas anderes. Wir haben von unserem Hotel* zur nächsten Shuttle-Bus-Haltestelle (in etwa 1,5km) 1.030 Yen (ca. 6€) bezahlt, nicht gerade günstig oder?!
Wie viel Zeit solltest du in Sapporo einplanen?
Wenn du dir vor allem die Stadt anschauen willst, reichen zwei bis drei Tage völlig aus. Das gibt dir genug Zeit, um in Ruhe anzukommen, durch die Innenstadt zu schlendern, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie den Odori Park, den Fernsehturm oder den Hokkaido-Schrein zu besuchen und natürlich auch, dich einmal quer durch Sapporos kulinarische Highlights zu essen.
Wenn du allerdings planst, auch das Umland rund um Sapporo zu erkunden, etwa für Tagesausflüge nach Otaru, einen Abstecher zum Jozankei Onsen oder einen kurzen Trip zur Shakotan-Halbinsel oder dem, vor allem auf Instagram gehypten, Buddha Hill solltest du dir mindestens ein oder zwei zusätzliche Tage einplanen. Hokkaido hat viel zu bieten, und Sapporo ist ein idealer Ausgangspunkt, um in die Region zu starten. Was du dabei nicht unterschätzen solltest: Die Fahrzeiten sind oft länger als gedacht, selbst wenn die Distanzen auf der Karte gar nicht so groß wirken.
Sehenswürdigkeiten und Highlights in Sapporo
Sapporo hat uns mit seiner Mischung aus moderner Stadtstruktur und überraschend viel Grün echt überrascht. Klar, Tokio, Osaka oder Kyoto wirken auf den ersten Blick spektakulärer, aber Sapporo punktet auf eine andere Art: entspannter, zugänglicher und weniger überfordernd als die riesigen Metropolen Japans. Und trotzdem voll mit Ecken, die sich lohnen entdeckt zu werden. In unseren drei Tagen vor Ort haben wir uns einige bekannte Spots und ein paar eher unauffällige Ecken angeschaut und teilen hier unsere ehrliche Einschätzung – was sich wirklich lohnt, was du machen kannst, aber nicht musst und was kein Must-See ist.
Odori Park und Fernsehturm im Zentrum
Wenn du in Sapporo ankommst und dich erstmal orientieren willst, ist der Odori Park ein guter Ausgangspunkt. Der langgezogene Grünstreifen zieht sich mitten durch die Innenstadt und trennt die Stadt geografisch in Nord und Süd – es heißt, hier beginnt Sapporo wirklich. Im Sommer ist der Park ein Ort zum Entspannen, im Winter Schauplatz für Teile des Snow Festivals. Dazwischen ist eigentlich immer etwas los, von Food-Ständen über Straßenkünstler bis hin zu kleinen Events.


Direkt am östlichen Ende des Parks steht der Sapporo Fernsehturm*, gebaut in den 1950er-Jahren und heute eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Aussichtsplattform bietet einen weiten Blick über den Park, die Innenstadt und bei gutem Wetter bis zu den umliegenden Bergen. Der Turm selbst lässt sich natürlich aus dem Park und von ein paar Spots in der Umgebung besser einfangen.
Fotospot abseits der Massen: Wenn du gute Bilder vom Tower machen willst, ohne dass du im Menschenpulk stehst, probier es mal von der kleinen Brücke bei den Koordinaten 43.064953, 141.356427 oder vom Bereich am Nijo Market aus (43.058615, 141.357764).
Sapporo Fernsehturm
Öffnungszeiten: Täglich 09:00–22:00 (letzter Einlass 21:50)
Eintritt*: 1.000 Yen (ca. 6 €)
Nijo Market: Fischmarkt mit viel Touri-Vibes
Der Nijo Market wird in jedem Reiseführer empfohlen, also sind wir hin. Frischer Fisch, Meeresfrüchte, kleine Restaurants mit Frühstückssets und die ein oder andere Schale Sapporo Ramen bekommst du hier ziemlich schnell serviert. Uns hat die Atmosphäre ehrlicherweise nicht sonderlich gefallen. Während unserer Reise haben wir bessere Märkte gesehen, hochwertigeren Fisch gegessen und weniger bezahlt.

Denn, wenn du vorher schon in anderen Teilen Hokkaidos unterwegs warst, wirken die Preise hier eher touristen-ambitioniert. Die Auswahl ist groß, keine Frage aber viele Stände sind ganz klar auf TouristInnen ausgerichtet. Für den schnellen Snack zwischendurch oder ein erstes Hokkaido-Feeling am Morgen ist der Markt okay, aber ein Geheimtipp ist was anderes. Gleichzeitig findest du bessere Qualität eher außerhalb des Zentrums!
Uhrenturm von Sapporo: Kleines Museum mit großer Geschichte
Der Sapporo Clock Tower ist eines dieser Wahrzeichen, die zwar überall genannt und empfohlen wird, aber für uns ehrlich gesagt nicht mehr als ein Stopp für ein paar nette Bildern war. Das weiße Holzgebäude aus dem Jahr 1878 steht mitten im Zentrum, wirkt fast ein bisschen verloren zwischen den modernen Gebäuden ringsum. Im Inneren erwartet dich ein kleines Museum zur Stadtgeschichte, das du in etwa 30 Minuten durchlaufen kannst. Ob sich der Eintritt lohnt, hängt davon ab, wie viel du über Sapporos Entwicklung lernen willst. Kurz um, nett und sicherlich spannend wenn du dich dafür interessierst, aber von unserer Seite kein Muss.
Sapporo Clock Tower
Öffnungszeiten: Täglich 08:45–17:10 (Einlass bis 17:00)
Eintritt: 350 Yen (ca. 2 €), kostenlos für Kinder


Susukino: das Vergnügungsviertel von Sapporo
Susukino gilt als das Nachtleben-Viertel von Sapporo mit unzähligen Restaurants, Bars, kleinen Izakayas und Neonlichtern, die ein bisschen an Asakusa erinnern, nur kompakter. Wir waren allerdings nur tagsüber dort unterwegs und wollten eigentlich in der bekannten Ramen Alley essen. Eine kleine Gasse mit traditionellen Ramen-Lokalen, die teils seit den 1950er-Jahren dort sind. Leider hatten viele davon noch geschlossen, als wir ankamen. Ein bisschen schade, denn die Gasse wirkt eigentlich gemütlich und wäre sicher ein toller Ort für ein Mittagessen gewesen.
Abends haben wir es dann leider nicht mehr zurückgeschafft. Trotzdem: Wenn du auf Essen und Trinken in ausgelassener Atmosphäre stehst, solltest du Susukino auf dem Zettel haben – vor allem, wenn du Lust auf Sapporo Bier oder typisch japanische Kneipenkultur (Izakaya) hast. Beim nächsten Mal würden wir den Besuch definitiv in den Abend legen.

Sapporo Fushimi Inari Shrine: kleiner Abstecher mit Kyoto-Vibes
Wenn du schon mal in Kyoto warst, wirst du sofort an die berühmten roten Torii denken und genau das ist auch hier das Fotomotiv. Der Fushimi Inari Shrine in Sapporo ist eine kleinere Version des Originals, mit einer überschaubaren Reihe Torii-Tore, einem kleinen rustikalen Schrein am Ende und deutlich weniger Menschen.
Wir haben den Besuch mit unserer Fahrt zum Mount Moiwa verbunden, denn der Schrein liegt nur rund zehn Minuten zu Fuß von der Talstation entfernt. Für sich genommen lohnt sich der Weg hierher eher nicht, aber als kleiner Abstecher oder Fotostopp war es nett. Oben beim Schrein ist übrigens das Fotografieren und Filmen nicht erlaubt.


Mount Moiwa: Aussicht mit Wetterrisiko
Der Mount Moiwa* ist einer der beliebtesten Aussichtspunkte rund um Sapporo und das zu Recht, denn der Blick über die Stadt und die umliegenden Berge ist schon besonders. Es gibt eine Seilbahn, die dich zuerst auf eine Zwischenstation bringt, von dort geht es mit einer kleinen Standseilbahn bis ganz nach oben zum Observation Deck. Unbedingt bis ganz oben fahren, denn bei der Zwischenstation gibt es keine Aussichtsplattform oder ähnliches!
Wir waren bei durchwachsenem Wetter dort. Die Sicht war zwar gut, aber der Wind extrem stark und kalt, sodass wir die Aussicht nicht allzu lange genießen konnten (dafür waren wir nicht entsprechend gekleidet). Bei gutem Wetter und vor allem zum Sonnenuntergang kann es hier oben aber richtig spektakulär werden. Die Plattform bietet einen 360-Grad-Blick, und sobald es dunkel wird, glitzert die Stadt unter dir.
Mt. Moiwa:
Öffnungszeiten: Täglich 10:30/11:00-21:30 Uhr
Fahrten: Alle 15 Minuten
Eintritt: Hin & Zurück 2.100 Yen (ca. 12 €)
Sonstiges: Zur Zwischenstation kannst du auch mit dem Auto fahren sowie die ganze Strecke hochwandern.

Nakajima Park: Herbstspaziergang mit Lichtshow
Der Nakajima Park war einer unserer persönlichen Highlights in Sapporo – vor allem, weil wir ihn genau zur richtigen Jahreszeit erwischt haben. Ende Oktober zeigt sich der Herbst in voller Farbenpracht, neben den Wegen (und auf keinen Fall auf den Wegen, sind ja schließlich in Japan) lag überall buntes Herbstlaub und die Stimmung rund um den kleinen See war bei guten Wetter einfach nur idyllisch.



Was uns besonders gefallen hat: Der Park liegt super zentral, ist aber trotzdem ruhig. Viele Einheimische gehen hier spazieren und genießen die Auszeit vom Stadtleben. Abends, während des Herbstlicht-Festivals (etwa Ende Oktober bis Anfang November), wird der Park zudem beleuchtet. Zwischen 17:30 und 21:00 Uhr sorgen Laternen und Lichtinstallationen für eine besondere Atmosphäre. Wenn du also im Herbst in Sapporo bist, schau hier unbedingt vorbei.

Hokkaido Red Brick Building: klassischer Fotospot mit süßer Ergänzung
Das ehemalige Regierungsgebäude von Hokkaido*, offiziell Hokkaido Prefectural Government Red Brick Building, gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Die rote Backsteinfassade im westlichen Stil, eingerahmt von gepflegten Gartenanlagen, ist besonders im Herbst oder bei Sonnenschein ein schönes Fotomotiv.
Unser Besuch hatte weniger mit unserer Begeisterung für Architektur oder Politik zu tun und mehr mit unserer Vorliebe für Süßes. Diese verstecken sich im Akarenga Sweets Labo, einer kleinen Filiale der bekannten Süßigkeitenmarke Shiroi Koibito (白い恋人), innerhalb des Gebäudes. Die Kombination aus klassischem Gebäude und süßem Zwischenstopp hat uns gut gefallen: einmal durch den Garten schlendern, ein paar Fotos machen und was Süßes mampfen. Wenn du sowieso in der Innenstadt unterwegs bist, leg hier doch einen Zwischenstopp ein. Aber ein Must-See ist es jetzt nicht!

Hokkaido Red Brick Building
Öffnungszeiten: 08:45–21:00 Uhr (letzter Einlass 20:30)
Eintritt: 300 Yen (ca. 2 €), kostenlos für Kinder & Menschen mit Behinderung
Hinweis: Kostenloser Gartenbereich rund um das Gebäude und Zugang zum Akarenga Sweets Labo
Sapporo Beer Museum: Ein Klassiker für Bier‑Fans
Wir waren selbst nicht drin – trotzdem solltest du das Sapporo Beer Museum zumindest auf dem Schirm haben, wenn du Bier oder einfach einen entspannten Zwischenstopp magst. Das Museum ist einzigartig in Japan: Es erzählt die Geschichte des Sapporo Beer, von den Anfängen bis zur heutigen Craft‑ und Lagerbraukunst.
Sapporo Beer Museum
Öffnungszeiten: Täglich 11:00–18:00 (letzter Einlass 17:30)
Eintritt: Kostenlos (Museum frei zugänglich), Premium‑Tour mit Verkostung* gegen Gebühr
Hinweis: Ausstellung zur Brauereigeschichte, historische Artefakte & optional Bierverkostung
Kulinarik in Sapporo: Cafés, Ramen und mehr
Sapporo hat kulinarisch, weit über Ramen hinaus, einiges zu bieten. Die Stadt ist bekannt für Miso-Ramen, deftiges Soup Curry, frische Meeresfrüchte, das gegrillte Lammgericht Jingisukan und natürlich das lokal gebraute Sapporo Bier, das du am besten in einem der vielen Izakayas probierst. Auch wenn wir nur einen kleinen Ausschnitt der riesigen Food-Szene mitnehmen konnten, gibt es ein paar Orte, die wir empfehlen möchten. Weil es einfach lecker war oder weil sie genau im richtigen Moment genau das geliefert haben, was wir gesucht haben.
Mermaid Coffee Roasters: guter Kaffee mitten im Trubel
Direkt in der Tanukikoji Shopping Street gelegen, ist das Mermaid Coffee Roasters Café kein Geheimtipp, aber ein solider Anlaufpunkt, wenn du Lust auf Specialty Coffee hast. Der Laden ist gemütlich und zieht sowohl TouristInnen als auch Locals an. Als kleine Kaffee-Nerds hat uns vor allem der gute Kaffee überzeugt – und das mitten in einer der belebtesten Straßen Sapporos.
Ichiran Ramen Susukino: wenn du einfach nicht weißt, wohin
Ichiran ist eine Ramen-Kette, die du entweder magst oder nicht. Das Konzept: Du sitzt allein an kleinen abgetrennten Tischen, gibst deine Bestellung per Formular ab und bekommst die Schüssel durch einen Vorhang gereicht – kontaktlos und schnell. Für uns nicht die beste Ramen aller Zeiten, aber immer dann praktisch, wenn wir hungrig sind und keine Lust haben nach Restaurants zu suchen.


Ichiran Ramen gibt es nicht nur in Sapporo! Die beliebte Kette findest du in ganz Japan - vor allem in größeren Städten. Ideal für einen schnellen, unkomplizierten Ramen-Stopp unterwegs.
Nemuro Hanamaru: gutes Sushi mit Laufband
Diese Förderband-Sushi-Kette hat uns echt positiv überrascht: Die Auswahl ist groß, die Qualität gut, und das Preis-Leistungs-Verhältnis top. Viele Einheimische gehen hier essen, was meistens ein gutes Zeichen ist. Wir fanden es sogar besser als das (oft empfohlene) Toriton Sushi. Die Filiale im Miredo Building liegt zentral und ist gut erreichbar.
fog: kleiner Laden mit gutem Kaffee & Sandwiches
Diesen Laden haben wir zufällig entdeckt, als wir vom Nakajima Park zurück in die Stadt gelaufen sind. Klein, minimalistisch und nicht gerade günstig, aber der Kaffee war richtig gut und das Sandwich perfekt für eine kleine Pause. Wenn du in der Nähe bist und Lust auf etwas Ruhigeres hast, ist fog. eine tolle Anlaufstelle.

Unterkünfte in Sapporo: Wo du gut schlafen kannst
Sapporo bietet für jeden Geschmack und fast jedes Budget die passende Unterkunft, von günstigen Hostels über gemütliche Ryokans bis hin zu Luxushotels mit Onsen. Aber die Lage ist entscheidend! Idealerweise wohnst du fußläufig zur Sapporo Station, Susukino oder dem Odori Park, so bist du zentral und hast viele Highlights direkt vor der Tür.
Budget: Hostels und Kapselhotels
Für alle, die günstig und unkompliziert übernachten wollen, gibt es in Sapporo eine Reihe guter Hostels. Viele davon mit modernen Schlafsälen, sauberen Gemeinschaftsräumen und oft auch mit Kitchenette. Auch Kapselhotels sind beliebt und vor allem rund um Susukino zu finden. Die Preise starten meist bei 4.500-9.000 Yen pro Nacht (ca. 25-50 €).
Mittelklasse: Hotels & moderne Ryokans
Im Mid-Budget Segment (ca. 7.000-15.000 Yen/Nacht, also 45-95 €) findest du klassische Business-Hotels, „westliche“ Unterkünfte mit Frühstück und kleinere Ryokans, die traditionellen Stil mit modernem Komfort verbinden. Wenn du zentral wohnen willst, wirst du rund um Odori Park oder direkt an der Sapporo Station schnell fündig.
Eigenes Bad in Hotels: In vielen Hotels der Budget- und Mittelklasse ist dies keine Selbstverständlichkeit.
Luxus: Premium Hotels mit Onsen & Service
Wenn du auf etwas mehr Komfort aus bist, sei es wegen einem besonderen Anlass oder einfach weil du es schön magst, hat Sapporo auch im High-End-Bereich ein paar richtig gute Adressen. Viele dieser Hotels bieten hauseigene Onsen, große Zimmer mit Stadtblick und hochwertige Gastronomie.
Unsere Erfahrung: Hotel Sosei Sapporo – MGallery Collection
Für unseren Aufenthalt in Sapporo haben wir uns für das Hotel Sosei – MGallery Collection* entschieden. Das Hotel liegt etwas abseits der Hauptachsen, was uns gut gefallen hat, da es ruhig war, aber trotzdem zentral genug, um in etwa zehn oder fünfzehn Minuten zu Fuß beim Sapporo Fernsehturm oder in der Tanukikoji Shopping Street zu sein.
Gebucht haben wir über das Amex Fine Hotels + Resorts Programm (geht auch über Booking.com*), was uns ein paar nette Vorteile eingebracht hat: eine kostenfreie dritte Nacht, 100 USD Guthaben für Ausgaben im Hotel (z.B. fürs Frühstück) und je nach Verfügbarkeit ein Zimmer-Upgrade sowie frühem Check-in und späten Check-out.
Wie du solche Hotel-Deals buchst, erfährst du in unserem Artikel über die Amex Platinum.


Unser Zimmer war ein Superior-Zimmer mit King-Bett und Blick auf die „Heritage“-Seite: hochwertig eingerichtet, mit eigenem Bad und sehr bequemen Bett. Insgesamt war der Stil des Hotels modern und durchdacht, ohne überladen zu wirken. Neben unserem Zimmer konnte uns auch das Frühstück im Hotel überzeugen: reichhaltige Auswahl, schöne Atmosphäre, nicht überlaufen. Wenn du keine Lust auf große Ketten hast, sondern etwas Persönlicheres suchst, ist das Sosei definitiv eine gute Adresse.
Tagesausflüge ab Sapporo: Mehr von Hokkaido entdecken
Sapporo ist nicht nur ein Reiseziel für sich, sondern auch ein idealer Ausgangspunkt für Tagesausflüge, die du am einfachsten mit dem Mietwagen* entdecken kannst. Rund um die Stadt findest du viele lohnenswerte Ziele: vom Küstenstädtchen bis zur Vulkanquelle, vom Naturerlebnis bis zum Architektur-Fotospot. Wir zeigen dir hier unsere Favoriten mit realistischen Fahrzeiten und routentauglichen Kombinationen.
Auch mit dem Auto gilt: Unterschätze die Entfernungen nicht. Viele Strecken erscheinen zwar nicht extrem lang, aber die Straßenführung durch Berge oder entlang der Küste braucht Zeit, gerade bei schlechtem Wetter oder viel Verkehr. Lieber weniger Orte planen und diese richtig genießen.
Hill of the Buddha & Sapporo Art Park: Architektur trifft Natur
Etwa 30-40 Minuten außerhalb von Sapporo liegt der Hill of the Buddha: ein monumentales Bauwerk des bekannten japanischen Architekten Tadao Ando, der für seine reduzierte, klare Betonarchitektur bekannt ist. Der riesige Buddha ist nicht nur wegen seiner Größe bekannt, sondern auch wegen seiner Inszenierung. Er sitzt in einem kreisrunden Feld, das im Sommer komplett mit Lavendel bepflanzt ist. Sichtbar wird er aber erst, wenn du durch einen Tunnel gehst – wirklich gut in Szene gesetzt, selbst wenn du kein Architekturfan bist.

Neben dem Buddha befindet sich der Sapporo Art Park mit Skulpturen im Freien, wechselnden Ausstellungen und viel Grün. Beides zusammen ergibt einen entspannten halben Tag abseits vom Trubel der Stadt – besonders, wenn du Natur und Design magst. Wir haben den Besuch als Zwischenstopp auf unserer Fahrt von Noboribetsu nach Otaru gemacht. Können den Ausflug aber auch direkt von Sapporo aus empfehlen. Kein Pflichtbesuch, aber definitiv mal was Anderes.
Hill of the Buddha (Makomanai Takino Cemetery)
Anreise ab Sapporo: ca. 1–1,5 Stunden mit U-Bahn & Bus / ca. 30-40 Minuten mit dem Auto
Öffnungszeiten: April–Oktober 09:00–16:00 / November–März 10:00–15:00
Eintritt: 500 Yen (ca. 3 €) für den Buddha, das restliche Gelände ist kostenlos
Parkplatz: offiziell 500 Yen pro Auto, direkt am Info-Center haben wir aber kostenlos geparkt
Wie lange bleiben? max. 2 Stunden



Otaru: die nostalgische Hafenstadt mit Kanälen
Otaru liegt an der Nordwestküste Hokkaidos und ist eine der beliebtesten Ausflugsziele ab Sapporo. Kopfsteinpflaster, alte Lagerhäuser, der berühmte Kanal, Cafés, Seafood und ein Hauch von Meiji-Ära-Flair machen die Stadt zu einem entspannten Ziel. Gleichzeitig legen hier riesige Kreuzfahrtschiffe an. Die Stadt wirkt insgesamt sehr touristisch und kann schnell voll werden, aber ist einen Abstecher wert.
Otaru
Anreise ab Sapporo: ca. 45 Minuten mit Zug oder Auto
Öffnungszeiten: Die Geschäfte machen ab 9:00/10:00 Uhr auf, schließen aber meist schon gegen 17:00/18:00 Uhr, wenn die Gäste der Kreuzfahrtschiffe wieder an Bord gehen.
Parkplatz: teuer, ähnlich wie in Sapporo
Wie lange bleiben? Tagesausflug oder wie wir länger bleiben und mit weiteren Trips auf die Shakotan-Halbinsel kombinieren.


Shakotan-Halbinsel: Küstenlandschaft vom Feinsten
Steile Klippen, tiefblaues Wasser, kleine Dörfer und unglaubliche Aussichtspunkte: die Shakotan-Halbinsel ist ein echter Kontrast zur Stadt. Besonderes Highlight der Küste ist der Cape Kamui, den du über einen kleinen Spazierweg erreichst. Ob es sich hierbei allerdings wirklich um ein Must-See-Highlight handelt, lassen wir mal offen. Die Aussicht war schön aber hätten wir beim Reisen nicht so viel Zeit, wüssten wir die Stunden besser einzusetzen. Zudem ist über den Winter (Mitte Oktober bis April) zur Spitze gesperrt. Schnee, Eis und starker Wind macht die Strecke gefährlich!
Shakotan-Halbinsel
Anreise ab Sapporo: ca. 2 Stunden mit dem Auto
Anreise ab Otaru: ca. 1 Stunde mit dem Auto
Parken: Kostenlos, der Parkplatz am Cape Kamui liegt direkt am Startpunkt des Weges.
Wie lange bleiben? Halber Tag

Noboribetsu: Onsen-Stadt und Höllental
In Noboribetsu erwartet dich nicht nur das dampfende Jigokudani (Höllental), sondern auch ein kompletter Onsen-Ort mit Hotels, öffentlichen Bädern und Spazierwegen durch die geothermische Landschaft. Ein Ort zum Entspannen, aber auch für kleine Wanderungen. Wir haben mehrere Nächte in Noboribetsu verbracht – lohnt sich, wenn du nach Sapporo wirklich abschalten willst.
Noboribetsu
Anreise ab Sapporo: ca. 1 Stunde 40 Minuten mit dem Auto
Anreise ab Otaru: ca. 1 Stunde mit dem Auto
Parken: Kostenlos, der Parkplatz am Cape Kamui liegt direkt am Startpunkt des Weges.
Wie lange bleiben? 1-2 Tage


Jozankei Onsen: Kurztrip in die Berge
Alternativ zu Noboribetsu kannst du auch ins näher gelegene Jozankei Onsen fahren. Das Onsen-Viertel im Toyohira-Tal bietet rund 20 Ryokan und Badehäuser, viele davon mit Außenbecken inmitten der Natur – besonders schön im Herbst, wenn sich das Laub färbt, oder im Winter mit verschneiter Kulisse. Die Atmosphäre ist ruhig und entspannt, perfekt für einen halbtägigen Ausflug oder eine kleine Auszeit vom Stadttrubel.
Jozankei Onsen
Anreise ab Sapporo: ca. 1 Stunde mit dem Auto
Wie lange bleiben? Tagesausflug
Praktische Tipps für deinen Sapporo‑Trip
Sicherheit und Hygiene
In Sapporo fühlten wir uns jederzeit sicher, wie du es generell in Japan gewohnt bist. Die Stadt ist sauber, gepflegt und gut organisiert. Öffentliche Toiletten findest du fast überall, sind zu 99% kostenlos und in einem sehr sauberen Zustand. Ein echtes Plus, wenn du unterwegs bist und nicht nur auf Hotels angewiesen sein willst.
Do’s und Dont’s
Kostenübersicht: Was kostet ein typischer Tag in Sapporo?
Rechne pro Person mit ca. 75-110 € pro Tag, wenn du in der Stadt bleibst. Mit Tagesausflug oder geführter Tour können es auch mal bis zu 160 € werden.
- Hotel für zwei Personen: eher bei ca. 100 € pro Nacht in zentraler Lage.
- Frühstück: z.B. im Café wie Komeda Coffee gibt es einen Kaffee für etwa 500 Yen (ca. 3,50 €) mit Toast‑Beilage.
- Mittagessen & Abendessen: gute Gerichte bekommst du jeweils schon ab ca. 5-10 €.
- Viele Sehenswürdigkeiten sind kostenlos. Wenn du Touren oder Ausflüge buchst, solltest du pro Person zusätzlich ca. 50 € pro Tour einplanen.
Shopping in Sapporo: Unterirdisch gut unterwegs
Wenn du zwischen Tempeln, Parks und Ramen mal Lust auf Bummeln hast oder einfach kurz dem Wetter entkommen willst, hat Sapporo auch in Sachen Shopping ein paar praktische Ecken zu bieten. Wenn es eine der großen Einkaufszentren sein soll, bieten der Tokyu Department Store, Sapporo Stellar Place & Co. eine gute Auswahl an bekannten Marken.
Besonders im Winter lohnt sich aber auch ein Abstecher unter die Erde: Pole Town ist eine unterirdische Einkaufsstraße mit allem, was das Herz begehrt – von Kleidung über Beauty bis hin zu kleinen Restaurants und Cafés. Warm, trocken und perfekt zum Schlendern. Wir sind dort zum Beispiel im KINOTOYA BAKE Pole Town Store gelandet – super leckeres Gebäck, das wir dir nur wärmstens empfehlen können.

Ebenfalls gut zum Schlendern ist die Tanukikoji Shopping Street, eine überdachte Fußgängerzone mit rund 200 Läden. Klar, touristisch aber trotzdem nett, vor allem wenn du sowieso gerade vom Nijo Market kommst und in Richtung Susukino läufst.
Tipp: Abends bekommst du dort gutes Fertigessen stark reduziert - meist im Untergeschoss der Malls, wo sich die Food-Floors befinden. Perfekt, wenn du keine Lust mehr auf Restaurant hast, aber trotzdem lecker und günstig essen willst.
Fazit: Sapporo braucht keine Superlative, um zu gefallen
Sapporo gehört vielleicht nicht zu den japanischen Städten, die ganz oben auf jeder Bucket List stehen. Dafür ist es zu bodenständig, zu ruhig, zu wenig spektakulär. Aber genau das macht es auch sympathisch. Die Stadt punktet nicht mit Superlativen, sondern mit einem angenehmen Mix aus Alltag, guter Infrastruktur und kleinen Highlights.
Wenn du auf Hokkaido unterwegs ist, findest du hier eine gute Gelegenheit, ein paar entspannte Tage zu verbringen – mit gutem Essen, praktischer Anbindung und genug Abwechslung, um dich nicht zu langweilen. Besonders in den Herbstmonaten ist das bunte Laub in den Parks ein echtes Highlight, dazu kommt die schnelle Erreichbarkeit von Natur und Bergen direkt vor der Stadt. Kein Must-See, aber auch kein Ort, an dem du das Gefühl hast Zeit zu verschwenden.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Sapporo
Wofür ist Sapporo bekannt?
Sapporo ist vor allem für seine schneereichen Winter, gutes Essen (wie Miso-Ramen und frischen Seafood), das berühmte Sapporo-Bier und das Sapporo Snow Festival bekannt. Auch die entspannte Atmosphäre und die Nähe zur Natur machen die Stadt besonders.
Wie komme ich am besten von Tokio nach Sapporo?
Am schnellsten kommst du per Inlandsflug* z.B. ab Tokio Haneda nach New Chitose. Der Flug dauert ca. 1,5 Stunden. Mit dem Shinkansen bist du deutlich länger unterwegs (ca. 8 Stunden inkl. Umstieg).
Brauche ich einen Mietwagen in Sapporo?
Nein, für die Stadt brauchst du keinen Mietwagen*. U-Bahn, Bus und Fußwege reichen völlig. Ein Mietwagen lohnt sich nur, wenn du das Umland flexibel erkunden willst.
Wie viele Tage sollte man für Sapporo einplanen?
Zwei bis drei volle Tage reichen aus, um Sapporo und seine Highlights entspannt zu erkunden. Für Tagesausflüge solltest du zusätzlich planen.
Lohnt sich Sapporo auch ohne Schnee?
Ja, Sapporo lohnt sich auch ohne Schnee! Im Sommer und Herbst bietet die Stadt viel Natur, Festivals und milderes Klima als der Rest Japans – perfekt für Outdoor und Stadtbummel.
Was sollte man in Sapporo unbedingt essen?
In Sapporo solltest du unbedingt Miso-Ramen, Soup Curry, frische Meeresfrüchte, gegrilltes Lamm (Jingisukan) und natürlich das Sapporo-Bier probieren.
Warum ist es in Sapporo so kalt?
Sapporo ist so kalt, weil es auf der nördlichsten Hauptinsel Hokkaido liegt. Vor allem im Winter sorgt das für eisige Temperaturen (oft unter -10 °C) und jede Menge Schnee – mehr als in jeder anderen japanischen Großstadt.
Ist Englisch in Sapporo weit verbreitet?
In Restaurants, Hotels und beim ÖPNV kommst du meist mit einfachem Englisch klar. Übersetzungs-Apps (z. B. Google Translate) sind trotzdem sehr hilfreich.
Wann ist das Schneefestival in Sapporo?
Das Schneefestival in Sapporo findet jedes Jahr Anfang Februar statt und dauert etwa eine Woche. Es ist eines der größten Winterevents Japans – mit riesigen Schneeskulpturen, Lichtinstallationen und Streetfood.
Was sind die Goldenen Tage von Sapporo?
Die Goldenen Tage von Sapporo bezeichnen meist den Herbst, wenn sich die Stadt in bunte Farben hüllt. Parks wie der Nakajima Park oder der Maruyama Park zeigen sich dann von ihrer schönsten Seite – perfekt für Fotos und Spaziergänge.



