Norwegen Rundreise mit dem Auto: 30 Tage im Norden und eine Route, die nicht perfekt war

// Zuletzt aktualisiert am 4. November 2026

Eine Norwegen Rundreise, wo sollten wir da bitteschön anfangen!? Auf den Lofoten, im Süden oder doch gleich ganz oben am Nordkap? Und dazwischen gibt es ja auch noch einiges zu sehen. Unsere Liste mit gespeicherten Orten war lang. Wir wollten am liebsten alles sehen. Im Sommer 2026 haben wir uns schließlich vier Wochen Zeit genommen und sind mit Mietwagen und Zelt losgezogen: über den Polarkreis, bis ans Nordkap und über Senja und die Lofoten wieder zurück. Dazwischen: Berge, Fjorde, kleine Küstenorte und ziemlich viel Platz für spontane Stopps.

Am Ende standen rund 6.300 Kilometer auf dem Tacho. Dazu eine Fähre, die ohne uns abgefahren ist, und ein gehypter Ort, den wir früher verlassen haben als gedacht. Unsere Route war alles andere als perfekt. Aber bevor wir darüber sprechen, was wir heute anders planen würden, nehmen wir dich erst mal mit durch Norwegens Norden.

P.S: Neben unserer tatsächlich gefahrenen Strecke findest du außerdem Routenvorschläge für zwei und drei Wochen durch Nordnorwegen. Es müssen ja nicht gleich zwei Monate sein.

💡 Unsere Norwegen Rundreise auf einen Blick

Reisezeitraum: Juli–August 2026
Aufteilung: rund 30 Tage Roadtrip (+ etwa ein Monat Leben und Arbeiten in Trondhei)
Region: Schwerpunkt Nordnorwegen
Start & Ende: Flughafen Oslo-Gardermoen
Strecke: rund 6.300 Kilometer während des gesamten Aufenthalts
Unterwegs: mit E-Mietwagen und Zelt
Aussichtpunkt während einer Norwegen Rundreise mit Blick auf einen Fjord und Berge

Unsere Norwegen Rundreise: die komplette Route ab Oslo

Los ging es für uns am Flughafen Oslo-Gardermoen: Mietwagen abholen, Gepäck verstauen und direkt weiter ins Gebirge. Oslo selbst stand diesmal nicht auf dem Plan, genauso wenig wie Bergen und die bekannten Fjorde im Westen. Wir hatten uns für den Norden entschieden.

Die erste Nacht verbrachten wir in Beitostølen, um am nächsten Morgen auf den Besseggen zu wandern. Oben erwarteten uns Wind, Regen, Nebel und rund drei Grad. Wir drehten um und waren nach insgesamt rund drei Stunden wieder unten. Die Wanderung hatten wir damit allerdings noch lange nicht abgehakt. Über die Valdresflye und mit einem kurzen Halt am Ridderspranget ging es weiter nach Dombås. Dort suchten wir zwei Tage lang im Dovrefjell nach Moschusochsen. Unsere Ausbeute: eine verschwommene Silhouette durch das Fernglas eines anderen Wanderers. Sagen wir mal so: Wir hatten uns etwas mehr erhofft.

Nach diesen ersten Tagen unterwegs wechselten wir erst mal wieder in einen normalen Alltag: Wohnung beziehen, Laptops aufklappen und einen Monat in Trondheim leben. Die Stadt war unsere Base für den Juli, bevor im August der eigentliche Teil unseres Roadtrips begann.

Hier haben wir übernachtet

Helgelandküste: Wasserfälle, Fähren und tausende Puffins

Von Trondheim aus nahmen wir Anfang August die Küstenstraße Fv17 statt der E6. Zwar kommst du langsamer voran, dafür gibt es unterwegs ständig etwas zu sehen: Fjorde und so viele Wasserfälle, dass wir irgendwann aufgehört haben zu zählen. Nach rund sieben Stunden Fahrt standen wir am Torghatten, dem Berg mit dem Loch, und schauten nach 1.100 Stufen durch den Fels auf blaues Wasser und kleine Inseln.

Weiter nördlich wurde die Strecke zum Inselhopping und das Warten auf die nächste Fähre gehörte dazu: Horn-Andalsvåg, Forvik-Tjøtta, Levang-Nesna. Alles ohne Reservierung, einfach in die Wartespur und rüber. Zwischendurch wollten wir an den Sieben Schwestern „mal eben“ zum Wasserpool Markvollkulpen hochlaufen. Aus 2,8 Kilometern wurden zwei Stunden über Matsch und nasse Felsen, auf denen Marcel mehr als einmal ausgerutscht ist.

Blick auf nebelbehangene Berg mit Wasserfällen von einer Fähre aus

Unser nächstes Ziel war die Insel Lovund. Damit wir morgens die Fähre ab Stokkvågen nehmen konnten, übernachteten wir in einer ziemlich in die Jahre gekommenen Hütte am Aldersund. Das Auto ließen wir am Anleger stehen und setzten als Fußgänger über. Abends gegen 21 Uhr kamen dort die Papageientaucher – wir haben sie gehört, bevor wir sie gesehen haben. Und es wurden immer mehr. Tausende Puffins vor uns an der Küste. Einer dieser Momente, an die wir heute noch ständig denken.

Hier haben wir übernachtet

  • Torghatten • 2 Nächte • Campingplatz: Torghatten Camping & Beach Restaurant
  • Aldersund • 1 Nacht • Hütte: Aldersund Motel and Campsite – in die Jahre gekommen, nur Mittel zum Zweck.
  • Lovund • 1 Nacht • Hotel: Lovund Hotell kleine Hütte am Wasser inklusive Frühstück.
Mann läuft auf einer Straße neben einem Fjord, wo gerade Ebbe herrscht und Wolken am Himmel sind

Zwischen Regen und Rentieren: vom Polarkreis bis zum Nordkap

Zurück auf dem Festland ging es am Polarkreiszentrum vorbei weiter Richtung Norden. Ab da wurde Norwegen spürbar leerer. Weniger Orte, längere Strecken, dafür an jeder zweiten Ecke ein Rastplatz mit Aussicht. Unser nächster Wanderstopp war der Rago Nationalpark. Wir wollten zum Wasserfall Litlverivassforsen. Auf den Bildern sah das fantastisch aus. Bei uns gab es Dauerregen, ich fiel ins Moor und den Wasserfall sahen wir im Nebel gerade so. Vor allem waren wir am Ende pitschnass.

Gebäude am Polarkreiszentrum in Norwegen

Nach einem Kaffeestopp in Narvik und einem Abstecher zu den Målselvfossen, den wir uns hätten sparen können, erreichten wir Tromsø. Für drei Nächte tauschten wir unser Zelt gegen eine Wohnung mit Blick auf die Eismeerkathedrale. Mal wieder etwas mehr Platz und ein richtiges Bett. Die Stadt hat uns im Sommer ohne Nordlichter nicht ganz abgeholt. Ein paar schöne Ecken fanden wir trotzdem: Nach rund 1.200 Stufen auf der Sherpatrappa lag Tromsø unter uns, bei Vervet Bakeri standen wir anschließend vor der nächsten Entscheidung. Welches Gebäck nehmen wir?

Auf der Weiterfahrt Richtung Alta zogen die Lyngen-Alpen unsere Blicke auf sich. Die „norwegischen Alpen“ hatten wir vorher gar nicht so auf dem Schirm, aber beim Blick auf die steilen Berge war klar: Auf dem Rückweg wollen wir hier noch mal hin. Angekommen in Alta wurden die Wanderschuhe wieder angezogen: Rund 12,6 Kilometer führte uns der Trail zum Alta Canyon. Unterwegs begegneten uns gerade mal eine Handvoll Menschen. Dann standen wir am Rand dieser tiefen Schlucht und schauten hinunter. Wow. Der Canyon wurde eines unserer Wanderhighlights in ganz Norwegen.

Blick auf die Lyngen-Alpen in Norwegen vom Ufer mit Blumen

Unser nördlichstes Ziel lag allerdings noch vor uns. Auf der E69 zum Nordkap wechselten sich wilde Küstenabschnitte und kahle Landschaften ab, dazwischen immer wieder Rentiere und ganz viele Radfahrer, die sich Kilometer für Kilometer nach Norden kämpften. Spätestens im langen Nordkaptunnel waren wir ziemlich froh über unser Auto. Am berühmten Globus war dann eine Menge los. Natürlich wollten auch wir unser Foto. Nach der langen Fahrt tatsächlich dort zu stehen, hatte schon etwas: Okay, wir haben es wirklich bis hier hoch geschafft. Bei den erschöpften Radfahrern und Wanderern, die neben uns ihre Ankunft feierten, dürfte das Gefühl allerdings noch mal ein anderes gewesen sein. Rückblickend blieb uns die Fahrt über die E69 stärker im Gedächtnis als das Plateau selbst.

Hier haben wir übernachtet

  • Rago Nationalpark • 2 Nächte • Campingplatz: Øyra Camping – nur wenige Autominuten vom Wanderstart entfernt.
  • Random • 1 Nacht • Campingplatz: Krogstadtunet Camping – direkt an der Straße.
  • Tromsø • 3 Nächte • Wohnung: Wohnung in Tromsdalen gegenüber der Eismeerkathedrale.
  • Alta • 2 Nächte • Campingplatz: Alta Strand Camping & Apartment direkt am Fluss.
  • Nordkap • 1 Nacht • Campingplatz: Hytte Camp Nordkapp – Blue Camp* einfacher Campingplatz mit Rentierbesuch.
Straße und Landschaft auf dem Weg zum Nordkap während einer Norwegen Rundreise

Inselhopping im Norden: Über die Lyngen-Alpen nach Senja und Andøya

Vom Nordkap aus ging es zum ersten Mal seit Wochen wieder Richtung Süden. Nach einer spontanen Haus-Buchung in Alta wollten wir eigentlich zur Gorsa Bridge. Aber da waren ja noch die Lyngen-Alpen, die es uns auf dem Hinweg schon so angetan hatten. Noch ein Wasserfall oder doch lieber die Berge? Wir entschieden uns für Letzteres und wanderten zum Blåisvatnet. Als der knallblaue Gletschersee vor uns lag, waren wir sehr glücklich mit unserer Entscheidung. Der spontane Planwechsel hatte sich sowas von gelohnt.

Zurück in der Gegend um Tromsø sahen wir bei unserer Wanderung auf Sommarøy vor allem erst mal Nebel. Abends wollten wir mit der Fähre von Brensholmen nach Senja übersetzen. Eine Stunde vor Abfahrt standen wir am Anleger. Sollte doch locker reichen, oder? Pustekuchen. Die Autos vor uns durften noch drauf, für uns war kein Platz mehr. Wir waren tatsächlich das erste Auto, das stehen bleiben musste. Also noch mal zwei Stunden warten.

Blick aus dem Mietwagen in Norwegen auf Berge und Fjord während der Fahrt

Auf Senja war die verpasste Fähre ziemlich schnell vergessen. Wobei wir auf dem Hesten schon wieder im Nebel standen. So langsam kannten wir das Spiel. Diesmal rissen die Wolken allerdings innerhalb von Sekunden auf und plötzlich stand der Segla vor uns. Genau für diesen Blick waren wir hochgelaufen. Auch entlang der Küstenstraße hätten wir ständig anhalten können: spitze Berge, kleine Buchten und dazwischen überraschend wenig los. Unsere zwei Nächte auf der Insel waren eindeutig zu kurz.

Mit der Fähre von Gryllefjord ging es weiter nach Andøya zur Vogelsafari in einem RIB. Vor uns flogen die Puffins über das Wasser. Schön war das, keine Frage. Nach den Tausenden Papageientauchern auf Lovund waren wir aber schon ziemlich verwöhnt. So richtig gecatcht hat uns Andøya deshalb nicht.

Hier haben wir übernachtet

  • Alta • 1 Nacht • Haus: privates Haus als spontaner Zwischenstopp auf dem Rückweg.
  • Tromsø • 1 Nacht • Hotel: Steam Pier Adventure Hotel * große Wohnung, direkt am Wasser.
  • Senja • 2 Nächte • Campingplatz: Skaland Camping* mit Waschmaschine & Trockner.
  • Andøya • 1 Nacht • Campingplatz: Andenes Camping praktisch für die Vogelsafari ab Andenes.
Blick auf einen grün bewachsenen Berg auf Andøya, der sich im Wasser spiegelt

Lofoten: zwischen roten Fischerhäusern und vollen Fotospots

Das „Beste“ hatten wir uns für den Schluss aufgehoben: die Lofoten. Nach all den Bildern, die wir vorher gesehen hatten, waren wir ziemlich gespannt. Mit der Wanderung auf den Delpen ging es erst mal wieder hoch hinaus, danach weiter nach Henningsvær. Spätestens dort merkten wir: Hier sind deutlich mehr Menschen unterwegs als an unseren bisherigen Stopps. Reisebusse, volle Straßen und Fotospots, an denen wir plötzlich warten mussten.

Frau sitzt auf einem Felsen auf dem Delpen und schaut hinunter auf eine Straße, die durch einen blauen Fjord geht, Wolken ziehen über die Berge hinweg

Für die nächsten Nächte wurde das Lofoten Beach Camp* unsere Base. Jeden Tag das Zelt abbauen und ein paar Kilometer weiter wieder aufstellen? Darauf hatten wir wenig Lust. Also ließen wir es stehen und fuhren von dort zum Kvalvika Beach und in die Fischerdörfer Reine, Nusfjord und Å. Rote Holzhäuser am Wasser, steile Berge dahinter. Ja, die Kulisse konnte schon was. Wir verstehen nun, warum alle hierher wollen.

Wir zogen einen Tag früher weiter als ursprünglich geplant: Das Wetter spielte nicht so richtig mit und einen Großteil unserer geplanten Stopps hatten wir gesehen. Nach mehreren Fischerdörfern mussten wir auch nicht mehr jedes weitere auf unserer Liste abhaken. Noch länger bleiben und auf besseres Wanderwetter hoffen? Dafür war uns die Zeit dann doch zu schade, denn wir wollten noch etwas nachholen.

Hier haben wir übernachtet

  • Delpen • 1 Nacht • Campingplatz: Sandsletta Camping praktisch gelegen, würden wir nicht noch einmal wählen.
  • Henningsvær • 1 Nacht • Hütte: Henningsvær Rorbuer* klassische Fischerhütte mit eigener Küche und Parkplatz.
  • Lofoten • 3 Nächte • Campingplatz: Lofoten Beach Camp* eine feste Base für die weiteren Ausflüge.
Straße, die auf eine markante Felswand zuläuft gesäumt von Bäumen auf dem Weg nach Nusfjord

Der Rückweg: lange Fahrttage und eine spontane Planänderung

Random Zwischenstopps Besseggen

Für den Rückweg ab Bodø hatten wir eigentlich noch einiges vor: den Gletscher Svartisen, die Setergrotta und Norwegens geografischen Mittelpunkt. Über Røros und Lillehammer sollte es dann zurück Richtung Oslo gehen. Aber da war ja noch diese eine Wanderung, die wir am Anfang unserer Reise abbrechen mussten und die uns nicht mehr aus dem Kopf ging: Besseggen.

Wir studierten die Wettervorhersage und tatsächlich war für einen bestimmten Tag Sonne angesagt. Dafür mussten wir rechtzeitig wieder im Süden sein. Also nahmen wir von Moskenes die früheste Fähre nach Bodø: dreieinhalb Stunden Überfahrt, danach noch mal sechseinhalb Stunden im Auto. Gegen 23 Uhr suchten wir uns einen Campingplatz. Am nächsten Tag saßen wir wieder viele Stunden im Auto. Und ja, der zweite Versuch hat sich gelohnt: der grüne Gjende auf der einen, der dunkelblaue Bessvatnet auf der anderen Seite. Ziemlich guter Abschluss für unseren Roadtrip durch Norwegen.

Danach war allerdings wirklich die Luft raus. Rund um Lillehammer regnete es drei Tage am Stück, wir wurden beide krank und landeten in einer kleinen Hütte in Øyer mit Blick ins Tal. Mit einem letzten Kaffee auf Helgøya und einer Nacht in Brumunddal endete unsere Rundreise dort, wo sie angefangen hatte: am Flughafen Oslo-Gardermoen.

Hier haben wir übernachtet

  • Namsskogan • 1 Nacht • Campingplatz: Nyheim Camping direkt an der Straße & Bahngleis 👎
  • Für Besseggen • 2 Nächte • Wohnung: Lemonsjøen, Jotunheimen* Bettwäsche und Handtücher mussten wir mitbringen.
  • Øyer • 2 Nächte • Haus: privates Haus mit Blick ins Tal.
  • Brumunddal • 1 Nacht • Hotel: Wood Hotel* coole Architektur, aber overrated.

Norwegen Rundreise in 2 oder 3 Wochen: So würden wir heute planen

Gerade zum Ende wurde es ziemlich chaotisch: Pläne umwerfen, aufs Wetter schauen und dann doch wieder stundenlang im Auto sitzen, um rechtzeitig am nächsten Ziel zu sein. Rund 6.300 Kilometer sind wir gefahren, den Großteil davon in etwa 30 Tagen. Das war richtig anstrengend. Unsere Tagespläne entstanden zwar oft spontan, insgesamt hatten wir uns aber zu viel vorgenommen. Für längere Aufenthalte blieb dadurch weniger Zeit, als wir gerne gehabt hätten. Noch einmal würden wir diese Strecke deshalb nicht so fahren.

Für eine Norwegen Rundreise in zwei oder drei Wochen würden wir deutlich weniger Strecke einplanen und länger an einzelnen Orten bleiben. Uns weniger Stopps vornehmen und bewusst ein paar Tage offen lassen. Die füllen sich unterwegs schon, trust us. Wie wir das aufteilen würden, zeigen dir die folgenden Routenvorschläge.

⚠️ Heads Up: Unsere Routenvorschläge starten direkt im Norden. Wenn du mit dem eigenen Auto aus Deutschland anreist, plane die Hin- und Rückfahrt zusätzlich ein.

Norwegen Rundreise in 2 Wochen: drei Routen durch den Norden

Auch in zwei Wochen würden wir am liebsten überall hin. Wissen wir inzwischen aber besser. Norwegen ist riesig, lange Fahrtage sind nicht selten. Deshalb haben wir für zwei Wochen drei Routen zusammengestellt, bei denen neben dem Fahren noch Zeit für Norwegen bleibt.

Die gemütliche Runde: zwei Wochen rund um Tromsø und Senja

Los geht es mit ein bis zwei Nächten in Tromsø. Danach fahren wir über Kvaløya nach Sommarøy und bleiben zwei Nächte zum Wandern und Erkunden der Küste. Die Fähre von Brensholmen bringt uns anschließend nach Senja. Dort gönnen wir uns vier Nächte. Unsere eigenen zwei waren eindeutig zu kurz. So bleibt Zeit für den Hesten, die Küstenstraße und einen zweiten Versuch, falls die Berge in den Wolken hängen.

Über Finnsnes geht es Richtung Lyngen-Alpen. Drei Nächte geben uns Zeit für den knallblauen Blåisvatnet und die Umgebung. Die letzte Nacht verbringen wir wieder in Tromsø. Damit bleiben ein bis zwei Nächte offen. Die hängen wir dort dran, wo es uns gerade gefällt. Diesen Spielraum hätten wir auf unserer eigenen Reise gerne öfter gehabt.

Die straffe Runde: von Tromsø bis auf die Lofoten

Die Lofoten sollen unbedingt dabei sein? Verstehen wir. Nach ein bis zwei Nächten in Tromsø fahren wir über Sommarøy zur Fähre nach Senja. Auf Kvaløya bleibt es diesmal bei einem kurzen Stopp. Für Senja nehmen wir uns drei Nächte, bevor uns die Fähre von Gryllefjord nach Andenes bringt. Eine Nacht dort bietet dir die Gelegenheit für eine Puffin- oder Wal-Safari.

Danach bleiben wir vier Nächte auf den Lofoten und suchen uns eine feste Base. Was wir unternehmen, entscheidet das Wetter mit. Die Liste mit gespeicherten Pins darf gerne länger bleiben als die mit tatsächlich besuchten Orten. Zurück nach Tromsø geht es über die E10 und E6, mit einer Zwischenübernachtung unterwegs und einer letzten Nacht in der Stadt. Ein bis zwei Nächte bleiben zum Verteilen. Insgesamt sitzen wir bei dieser Runde aber öfter und länger im Auto.

Die Runde ohne Rückweg: von Bodø nach Tromsø

Bodø Lofoten Andøya Senja Sommarøy Tromsø

Die lange Rückfahrt sparen wir uns diesmal: Wir landen in Bodø und fliegen ab Tromsø zurück. Nach einer Nacht in Bodø nehmen wir die Fähre nach Moskenes und erkunden die Lofoten von Süden nach Norden. Vier Nächte auf den Lofoten, eine auf Andøya, drei auf Senja und zwei in Tromsø: So sieht unser grober Plan aus. Über Sommarøy geht es auf dem letzten Stück. Zwei Nächte bleiben zum Verteilen. Entscheiden wir unterwegs spontan.

Vor der Buchung vergleichen wir Flüge* und Mietwagen*. Für die Rückgabe an einem anderen Ort wird wahrscheinlich eine Einweggebühr anfallen. Und auch die Flüge werden bei unterschiedlichen Flughäfen mit Sicherheit teurer ausfallen. Dann sehen wir, ob uns die gesparte Fahrzeit einen möglichen Aufpreis wert ist.

Norwegen Rundreise in 3 Wochen: von den Lofoten bis Alta

Bodø Lofoten Senja Sommarøy Tromsø Lyngen-Alpen Alta Canyon Rago Nationalpark Bodø

Mit drei Wochen machen wir eine größere Runde ab Bodø. Dort bleiben wir vor der Fähre nach Moskenes eine Nacht. Anschließend planen wir vier Nächte auf den Lofoten, drei auf Senja, eine auf Sommarøy und zwei in Tromsø. Andenes lassen wir aus und fahren über die E10 und E6 nach Finnsnes und direkt nach Senja.

Nach den Inseln nehmen wir uns zwei Nächte für die Lyngen-Alpen, den Blåisvatnet und die Umgebung. In Alta bleiben wir ebenfalls zwei Nächte. Für den Canyon möchten wir einen ganzen Tag haben: hinwandern, am Rand sitzen und in die Schlucht schauen. Ohne anschließend noch mehrere Stunden fahren zu müssen.

Danach geht es wieder Richtung Süden. Bis zum Rago Nationalpark ist es allerdings ein gutes Stück, deshalb legen wir irgendwo um Narvik eine Zwischenübernachtung ein. Für diesen ersten Rückreisetag steht vor allem Autofahren auf dem Plan. Am Park bleiben wir dann zwei Nächte, damit ein voller Tag für die Wanderung zum Litlverivassforsen bleibt. Zum Schluss schlafen wir noch einmal in Bodø. Eine Nacht lassen wir für spontane Änderungen offen.

Und das Nordkap? Ab Alta lässt sich ein Abstecher einbauen. Dafür reservieren wir mindestens zwei Tage und kürzen entsprechend an anderen Stopps. Allein für die E69 möchten wir uns Zeit lassen. Die Fahrt war für uns schließlich spannender als das Ankommen am Globus.

Blick auf den Globus am Nordkap auf einer Klippe mit Menschen drumherum

Norwegen Rundreise planen: Basics & Tipps, die du kennen solltest

Die Route steht. Bleiben die Fragen, die bei einer Reiseplanung weniger Spaß machen: Wie läuft das mit den Fähren, brauchen wir Bargeld und wann bekommen wir nach der Wanderung noch etwas zu essen? Hier kommen unsere Tipps für die Rundreise, die wir auch gerne vorher gewusst hätten.

Wann nach Norwegen? Reisezeit und Wetter

Für eine Rundreise mit dem Auto und Zelt ist der Sommer die beliebteste Reisezeit. Juni bis August sind dafür die klassischen Reisemonate: lange helle Tage, offene Passstraßen und Wanderwege. In höheren Lagen kann trotzdem noch Schnee liegen und eine Sonnengarantie bekommst du auch nicht. Wir hatten gefühlt 60 % Regen. Selbst die Norweger meinten, 2026 sei kein guter Sommer gewesen. Schöne Tage und grandiose Aussichten hatten wir zwischendurch trotzdem.

Was kommt ins Gepäck? Was wir für Regen, Kälte und helle Nächte eingepackt haben, steht in unserer Sommer-Packliste →

Unsere Learnings & Tipps

🌦️ Nach dem Wetter planen: Wir haben morgens entschieden, was wir unternehmen. Klare Sicht? Ab auf den Berg. Fischerdörfer und Cafés gingen auch bei grauem Himmel.

📱 Yr-App nutzen: Die norwegische Wetter-App war für uns die hilfreichste. Hundertprozentig verlassen konnten wir uns darauf trotzdem nicht.

🧥 Warme Sachen mitnehmen: Regenjacke, Fleece und Mütze waren bei uns auch mitten im August regelmäßig im Einsatz.

😴 Schlafmaske* einpacken: Die hellen Nächte haben unseren Schlafrhythmus ordentlich durcheinandergebracht. Gerade im Zelt waren wir froh darüber.
Sonnenungergang am Strand mit Berge im Hintergrund in Norwegen

Anreise und Mietwagen für Norwegen

Wir sind mit SAS von Düsseldorf nach Oslo geflogen und haben unseren Mietwagen* direkt am Flughafen abgeholt und wieder abgegeben. Für unsere lange Reise passte das. Wenn du hauptsächlich durch den Norden möchtest, würden wir allerdings auch weiter nördlich landen. Sonst geht schon ein ordentlicher Teil der Reise fürs Hoch- und Runterfahren drauf. Je nach Abflughafen und Saison geht es direkt oder mit Umstieg, häufig über Oslo, weiter.

  • Tromsø: für die Rundreisen über Sommarøy, Senja und die Lyngen-Alpen sowie die größere Runde mit den Lofoten.
  • Bodø: für den Start mit der Fähre auf die Lofoten und unsere Drei-Wochen-Rundreise.
  • Alta: wenn du dich auf den hohen Norden mit Alta Canyon und Nordkap konzentrieren willst.

Beim Mietwagen schauen wir vor allem auf genug Platz für Gepäck, die Versicherung und die Bedingungen für Abholung und Rückgabe. Wir waren mit einem E-Auto unterwegs. Wie das Laden lief, wie Maut und Fähren abgerechnet wurden und was wir insgesamt bezahlt haben, findest du hier: Mietwagen in Norwegen: unsere Erfahrungen mit E-Auto, Laden, Maut und Kosten →

Unsere Learnings & Tipps

✈️ Flug* und Mietwagen* zusammen vergleichen: Ein günstiger Flug bringt wenig, wenn das Auto vor Ort deutlich teurer ist oder du dafür einen zusätzlichen Fahrtag einplanen musst.

↪️ Einwegmiete prüfen: Unterschiedliche Flughäfen können dir die lange Rückfahrt sparen. Prüfe vorher, ob du den Wagen am gewünschten Ziel zurückgeben kannst und welche Zusatzkosten anfallen.

🔋 E-Auto mit einbeziehen: Wir waren zwei Monate elektrisch unterwegs und kamen damit super zurecht. Bei unserer Buchung war es außerdem deutlich günstiger als ein Verbrenner.

🚧 Straßenlage prüfen: Für Sperrungen, Baustellen und aktuelle Straßenbedingungen haben wir die App Vegvesen trafikk genutzt.
Schwarzer Mietwagen in Norwegen vor nebelverhangenen Bergen auf einer Passstraße

Fähren in Norwegen

Fähren gehören in Norwegen zum Straßennetz und waren auf unserer Rundreise ganz normaler Teil des Fahrtags. Bei vielen kleinen Autofähren kannst du keinen Platz reservieren: Du stellst dich in die Wartespur und hoffst, dass du bei der nächsten Abfahrt mitkommst. First come, first served eben. Manche fahren häufig, andere nur wenige Male am Tag. Für beliebte Verbindungen wie Bodø-Moskenes auf die Lofoten würden wir im Sommer vorab einen Platz reservieren.

Unsere Learnings & Tipps

⏰ Fahrpläne checken: Google Maps war unsere erste Anlaufstelle. Die Abfahrtszeiten haben bei uns fast immer gestimmt. Verbindungen, Preise und Tickets findest du beim jeweiligen Verkehrsverbund oder Betreiber, für Lovund beispielsweise bei Reis Nordland. Achtung: Manche Fähren fahren nur im Sommer. Prüfe deshalb auch den Saisonzeitraum und die letzte Abfahrt des Tages.

💰 Abrechnung klären: Bei unserem Mietwagen liefen die Kosten über den Vermieter. Mit dem eigenen Auto solltest du dir vorab AutoPASS und die Zahlungsoptionen der jeweiligen Verbindung anschauen.

🎫 Kosten einplanen: Unsere Überfahrten lagen ungefähr zwischen 5 und 60 €. Als Fußgänger war die Fähre nach Lovund für uns kostenlos.

💡 Warteschlange prüfen: Über Svipper kannst du in Troms County die Auslastung prüfen. Davon wussten wir vor unserer verpassten Fähre nach Senja leider noch nichts.
Fähre lieg an in einem Hafen in Norwegen

Übernachten in Norwegen: zwischen Zelt und Hotel

Hotels, Ferienwohnungen, Hütten auf Campingplätzen oder das eigene Zelt: In Norwegen hast du ziemlich viele Möglichkeiten zum Übernachten. Die Frage ist also eher: Wie viel Komfort möchtest du und was darf die Nacht kosten? Wir haben auf unserem Roadtrip zwischen Zelt, Hütten und Ferienwohnungen gewechselt. Gerade nach mehreren Regentagen waren wir ziemlich froh, zwischendurch die Tür hinter uns zumachen und unsere Sachen trocknen zu können.

Mehr zum Zelten gibt es hier: 15 Nächte im Zelt: unsere Erfahrungen und Tipps zum Campen in Norwegen →

Unsere Learnings & Tipps

⛺ Camping als günstige Option: Für zwei Personen mit Zelt und Auto haben wir meist 20 bis 40 € pro Nacht gezahlt. Wildcampen ist auch erlaubt, dabei musst du allerdings auf ein paar Regeln achten.

🏡 Unterkunftspreise realistisch einplanen: Für zwei Personen kannst du mit 150 €+ für ein Zimmer oder eine Ferienwohnung rechnen.

🌧️ Hütten als Alternative im Blick behalten: Viele Campingplätze bieten auch Hütten oder Zimmer an, die vergleichsweise günstiger als Hotels sind. Schau bei der Buchung, ob Bettwäsche und Endreinigung enthalten sind.

🔎 Campingplätze finden: Campio, NorCamp und park4night haben wir ausprobiert. Für unsere Suche nach Zeltplätzen kamen wir mit Google Maps besser zurecht und schauten anschließend direkt auf die Website des Platzes
Banner zur Unterkunft buchen Liegen in einem Garten sowie Text und einem Button
Banner zur Unterkunft buchen Liegen in einem Garten sowie Text und einem Button

Verpflegung: Lebensmittel, Essen gehen & Öffnungszeiten

Nach einer langen Wanderung noch schnell einkaufen und etwas essen? Wurde bei uns mehr als einmal knapp. Wenn es abends noch hell ist, verlierst du irgendwann jedes Zeitgefühl. Dass wir noch keinen Gedanken ans Abendessen verschwendet hatten, interessierte die Supermärkte und Restaurants herzlich wenig.

Deshalb schauten wir irgendwann abends öfter mal auf die Uhr. Meistens landete sowieso etwas Selbstgekochtes auf dem Teller, häufig in der Gemeinschaftsküche eines Campingplatzes. Essen gehen war eher die Ausnahme. Denn selbst bei einem Brötchen und etwas Gebäck fühlst du dich in Norwegen instant broke.

Unsere Learnings & Tipps

⏰ Öffnungszeiten vorher checken: Sonntags waren besonders in kleineren Orten viele Läden geschlossen. Den Einkauf würden wir deshalb vorher erledigen. Wenn du Glück hast, gibt es 24/7 Supermärkte, die du auch ohne Personal betreten kannst. Haben wir aber nur einmal auf Lovund gesehen.

🥐 Bäckereien früh ansteuern: Viele schließen bereits nachmittags und je später du kommst, desto kleiner die Auswahl.

🍳 Selbst kochen: Ist deutlich günstiger als essen zu gehen. Unsere bevorzugten Supermärkte waren Rema 1000, KIWI und Coop. Zu Bunnpris sind wir nur gegangen, wenn nichts anderes in der Nähe war oder wir etwas Bestimmtes brauchten.

🥾 Verpflegung für Wanderungen einpacken: Wir mochten die Trekkingmahlzeiten von Real Turmat. Heißwasser in die Tüte und zack, schon hast du eine gescheite Mahlzeit.

🛍️ Lebensmittel retten: Bei Too Good To Go kannst du nach günstigeren Überraschungstüten in deiner Nähe schauen. Abholen musst du sie im angegebenen Zeitfenster.

🍔 Tankstellenessen ausprobieren: Unsere größte Überraschung waren die Burger von réal an den St1-Tankstellen. Mit rund 20 € kosteten sie zwar so viel wie im Restaurant, waren aber erstaunlich lecker.

Wandern in Norwegen: Was wir vorher gerne gewusst hätten

Viele unserer liebsten Stopps auf der Rundreise lagen am Ende eines Wanderwegs. Dafür mussten wir allerdings erst einmal lernen, norwegische Tourenbeschreibungen einzuordnen. Was auf dem Handy nach einer entspannten Runde aussah, führte uns über Geröll, nasse Felsen und durch Matsch. Wenige Kilometer können sich da ziemlich ziehen. Wir waren als Wanderanfänger unterwegs und haben unsere Pläne mehr als einmal angepasst.

Welche Touren wir gemacht haben und wie wir sie einschätzen: Wandern in Norwegen als Anfänger: unsere Erfahrungen aus 16 Touren →

Unsere Learnings & Tipps

🥾 Mehr als Kilometer zählen: Schau dir Höhenmeter, Untergrund und aktuelle Erfahrungsberichte an. Eine kurze Strecke ist nicht automatisch eine leichte Wanderung.

⏰ Zeit großzügig planen: Wir waren oft länger unterwegs als angegeben. Pausen, Fotostopps und vorsichtiges Weiterkommen über nasse Steine brauchen eben auch Zeit.

📱 Karten offline speichern: Wir haben hauptsächlich Komoot genutzt. Die norwegische UT-App bietet ebenfalls Tourenvorschläge, Karten und Hütteninfos; persönlich kamen wir damit weniger gut zurecht. Probier vor der ersten Tour aus, welche App dir liegt.

↩️ Umkehren gehört dazu: Am Besseggen und auf dem Weg zum Ryten haben wir abgebrochen. Wenn Wetter, Weg oder das eigene Gefühl nicht passen, bleibt die Aussicht eben für ein anderes Mal.

Was kostet die Rundreise in Norwegen?

Bezahlt haben wir in Norwegen praktisch alles mit Kreditkarte. Ziemlich unkompliziert. Beim Blick auf die Beträge mussten wir allerdings öfter mal schlucken: Zwei Monate haben uns zu zweit rund 12.000 € ohne Flüge gekostet. Das sind etwa 200 € pro Tag für uns beide, trotz vieler Nächte im Zelt. Unser Slow Travel Monat in Trondheim hat den Tagesschnitt allerdings etwas gedrückt. Der Roadtrip war wesentlich teurer.

Für eine Zwei-Wochen-Rundreise würden wir deshalb zu zweit etwa 3.500-4.000 € ohne Flüge einplanen, für drei Wochen rund 5.000-6.000 €. Dabei denken wir an einen Mietwagen*, einen Mix aus Camping und festen Unterkünften sowie selbst kochen und gelegentlich essen gehen. Wie viel du tatsächlich brauchst, hängt vor allem davon ab, wo du schläfst, welches Auto du mietest und wie oft du im Restaurant landest.

Was wir wofür ausgegeben haben: Kosten in Norwegen: 200 € am Tag auf Rundreise – zwischen Wohnung und Zelt →

Unsere Learnings & Tipps

💳 Bargeld: Wir hatten vorsorglich ein bisschen was abgehoben und es in zwei Monaten kein einziges Mal gebraucht.

💰 Budget mit viel Spielraum planen: Norwegen ist teuer. Wir waren Mid-Budget unterwegs und haben schon ziemlich aufs Geld geschaut. Günstiger geht es natürlich immer. Für spontane Planänderungen würden wir trotzdem etwas Puffer lassen.

📱 Vipps: Die Bezahl-App begegnet dir vor allem bei kleineren Läden und Campingplätzen. Mit einem deutschen Konto und einer deutschen Karte allein kannst du sie allerdings nicht nutzen.

🅿️ Parkpreise vorher checken: Auch eine kostenlose Wanderung kann einen teuren Parkplatz haben. Beim Besseggen hat uns ein kurzer Vergleich einiges gespart.
Blick auf eine Insel mit Häusern während einer Norwegen Rundreise

Unser Fazit: Wir wollen zurück, mit weniger Strecke und mehr Zeit

Es gab Tage, da hatten wir genug. Vom Regen, vom Autofahren und davon, schon wieder unsere Sachen zusammenzupacken. Gleichzeitig standen wir unterwegs immer wieder irgendwo und konnten kaum glauben, wie schön es hier ist. Das macht schon ein bisschen süchtig. Wir wollten mehr davon sehen, am liebsten sofort.

Genau das war aber auch tückisch. Nach jedem Highlight lag die Latte für den nächsten Stopp ein bisschen höher. Und wenn der uns dann nicht genauso umgehauen hat, waren wir fast schon enttäuscht. Vielleicht haben uns die Lofoten auch deshalb weniger gefallen als erwartet – es war dort deutlich voller und touristischer als an vielen Orten vorher. So ganz fair war unser Vergleich natürlich nicht. Die Landschaft war nicht weniger schön.

Würden wir diese Rundreise noch einmal machen? Jein. Die 6.300 Kilometer brauchen wir kein zweites Mal. Noch einmal Zeit in Norwegens Norden verbringen? Sehr gerne. Wir reden längst darüber, wann wir wiederkommen. Einfach mal ein paar Tage an einem Ort bleiben, ohne im Kopf schon die nächste Etappe durchzugehen. Beim nächsten Mal dann mit Camper, mehr Zeit und hoffentlich auch mit Nordlichtern und Orcas.

FAQ: Häufige Fragen zur Norwegen Rundreise

Wie viel Zeit sollte ich für eine Norwegen Rundreise einplanen?

Für eine begrenzte Region im Norden sind zwei Wochen ein guter Rahmen. Mit drei Wochen kannst du eine größere Runde planen und beispielsweise den Alta Canyon dazunehmen. Unsere Strecke ab Oslo bis zum Nordkap und über die Lofoten zurück hat rund 30 Roadtrip-Tage gefüllt. Aber das war uns im Nachgang zu viel Fahrerei. Lieber weniger Strecke und dafür länger bleiben. Wer nur eine Woche hat, sollte sich auf eine kleinere Region konzentrieren.

Welche Route passt für zwei Wochen in Norwegen?

Wenn du es gemütlicher möchtest, würden wir die Runde ab Tromsø über Sommarøy, Senja und die Lyngen-Alpen nehmen. Sollen die Lofoten unbedingt dabei sein, passt die straffere Runde ab Tromsø – mit entsprechend längeren Fahrtagen. Alternativ startest du in Bodø und fliegst ab Tromsø zurück. So sparst du dir die lange Rückfahrt.

Kann man die Lofoten und das Nordkap in zwei Wochen verbinden?

Machbar ist das bei einer Anreise direkt in den Norden, empfehlen würden wir es für unseren Reisestil aber nicht. Zwischen beiden liegt viel Strecke, und unterwegs gibt es genug Orte, an denen wir gerne länger bleiben würden. Für zwei Wochen würden wir uns deshalb für eine Region entscheiden: die Lofoten mit weiteren Inselstopps oder den hohen Norden mit Alta und Nordkap.

Wo startet man eine Rundreise durch Nordnorwegen am besten?

Das hängt von deiner Route ab. Tromsø passt für Sommarøy, Senja und die Lyngen-Alpen, Bodø für den Einstieg auf die Lofoten und unsere größere Drei-Wochen-Runde. Alta bietet sich an, wenn du dich auf den Alta Canyon und das Nordkap konzentrieren möchtest. Wir würden Flug* und Mietwagen* zusammen vergleichen, bevor wir uns festlegen.

Muss man Fähren und Unterkünfte in Norwegen vorab buchen?

Bei vielen kleinen Autofähren kannst du gar nicht reservieren. Für beliebte Verbindungen wie Bodø-Moskenes würden wir im Sommer dagegen einen Platz vorab buchen. Mit unserem Zelt fanden wir auch im August immer spontan einen Campingplatz in Norwegen. Bei Hotels, Hütten oder Ferienwohnungen würden wir früher schauen, besonders wenn wir eine bestimmte Unterkunft im Kopf haben.

c10a56621fd3427a89999315d3f06a2b Norwegen Rundreise mit dem Auto: 30 Tage im Norden und eine Route, die nicht perfekt war

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Close

Nomads Hit The Road

Reiseblog mit Tipps & Reiseberichten

Unser Reiseblog rund ums Reisen, Arbeiten und Fotografieren. Mit Erfahrungen, Reisetipps & ehrlichen Einblicken - entdecke die Welt mit uns! Copyright © 2026 Nomads Hit the Road.
Close