// Zuletzt aktualisiert März 27, 2026
Am Literaturtempel wollten wir eigentlich nur ein paar Fotos machen und bei der Zitadelle schnell über das Gelände laufen bevor wir uns auf den Heimweg machen. Stunden später standen wir immer noch am ersten Spot, weil wir uns mit einem vietnamesischen Pärchen verquatscht hatten, das gerade ein Fotoshooting machte, während überall um uns herum Schüler und Studentinnen in schicken Outfits posierten. In dem Moment wurde uns ziemlich klar: Die Sehenswürdigkeiten in Hanoi sind nicht einfach nur Sehenswürdigkeiten. Sie sind Treffpunkt, Fotokulisse, Alltagsort und manchmal auch kompletter Kontrast zu dem, was man vorher erwartet hat.
Worauf wir nicht vorbereitet waren: Es gibt relativ viele Sehenswürdigkeiten, verteilt über die ganze Stadt – auch wenn sich vieles rund um die Altstadt bündelt. Auf der Karte sieht das oft nah beieinander aus. In der Realität dauert dann doch alles zu Fuß etwas länger. Weil ein Gelände größer ist als gedacht. Weil du irgendwo hängenbleibst. Weil du quer durch Hanoi musst. Oder weil du an einem Ort landest, der auf dem Papier nur „ganz nett“ klingt und vor Ort plötzlich doch Atmosphäre hat.
- Die klassischen Sehenswürdigkeiten in Hanoi
- Kulinarisches Hanoi: Warum eine Street-Food-Tour Pflicht ist
- Sehenswürdigkeiten abseits des Standards: Keine Klassiker
- Ausflüge ab Hanoi: Wenn du mehr als nur die Stadt sehen willst
- Fazit: Hanoi ist geschichtlich spannender als viele denken
- FAQ zu Hanoi Sehenswürdigkeiten
Die klassischen Sehenswürdigkeiten in Hanoi
Hoan-Kiem-See: Hanois Herzstück, besonders am Wochenende
Der Hoan-Kiem-See ist für uns keiner dieser Sehenswürdigkeiten, bei denen wir sagen: wow, unfassbar spektakulär. Und genau das ist auch gar nicht sein Job. Er ist eher Mittelpunkt und Sammelstelle – ein Ort, an den du automatisch kommst, wenn du dich in der Altstadt aufhältst. Am besten ist es hier am Wochenende, dann wenn die Straßen rund um den See für Autos und Mopeds gesperrt ist. Es ist eine richtige Erholung sich nicht im Sekundentakt zwischen den ganzen Rollern durchzwängen zu müssen. Wenn du schon einmal in Vietnam warst, weißt du wovon wir sprechen.


Und noch besser wird es, wenn es dunkel wird und die Insel mit dem Ngoc Son Tempel erleuchtet. Von außen ist die Insel mit ihrer markanten, roten Brücke ein Fotografie-Traum. Von innen ist sie vor allem für Gläubige wichtig. Für uns war es okay, aber kein Ort an dem wir lange verweilten oder unbedingt noch einmal besichtigen müssten.
Auf einen Blick: Hoan-Kiem-See & Ngoc Son Tempel
Eintritt: 50.000 VND pro Person (ca. 1,70 €)
Öffnungszeiten: Mo-Do 7:00-19:00 Uhr, Fr-So 7:00-22:00 Uhr
Die Altstadt: Zwischen schönem Chaos und kleinen Zufallsfunden
Die Altstadt gehört natürlich auf jede Liste der wichtigsten Hanoi Sehenswürdigkeiten. Sie ist spannend, wenngleich auch anstrengend. Wenn du nicht genau weißt, wohin du willst, bist du hier schnell lost. Es gibt nicht dieses angenehme Durchflanieren wie in manch anderer Altstadt in Südostasien. Hanoi ist wuselig, eng, laut und oft einfach voll. Wir lieben es einfach ziellos herumzulaufen, weil wir so immer wieder auf Straßen stoßen, die wir nicht auf dem Schirm hatten und auch nicht bei unserer Reisplanung gefunden hätten: eine Straße voller Blumengeschäfte, dann in der Vorweihnachtszeit Läden mit Weihnachtsdeko, die anders ist. Nicht jede dieser Ecken ist ein offizielles Must-See. Aber genau diese Kontraste haben für uns den Reiz des Old Quarter ausgemacht.



Was wir dagegen eher ernüchternd fanden: der Night Market. Uns war das alles zu trubelig und zu unruhig. Nicht dieses lebendige, stimmige Markterlebnis, das wir zum Beispiel aus Bangkok kennen, sondern eher viel Ramsch, viel Gedränge und eher etwas, das man mitnimmt, wenn man sowieso da ist. Muss aus unserer Sicht nicht aktiv eingeplant werden.
Ähnlich ist es bei der Ta Hien Beer Street. Wenn du auf Partymeilen stehst, kannst du dir das anschauen. Für uns hatte es aber diesen typischen Vibe von Ballermann, Khao San Road oder Bui Vien Walking Street in Ho Chi Minh City. Laut, touristisch und so gar nicht unser Ding.



Und dann war da noch der Instagram-Star: The Note Coffee. Ein Café, an dem du kleine Notizen an den Wänden hinterlassen kannst. Also sind wir hingelaufen und haben uns am Ende dagegen entschieden. Ehrlicherweise, weil Hanoi wirklich nicht an Cafés spart. Das hier ist am Ende eben nur eines von vielen. Wenn du fancy willst, findest du in Hanoi genug Alternativen. Uns hat eher das Giao Mùa Coffee angesprochen. Es bisschen origineller, weil es an ein kleines Hobbit-Haus erinnert hat und vor allem, weil die Dachterrasse zum Sonnenuntergang perfekt war – ohne die ganzen Touristenmassen.
Unsere Empfehlung: Mach dir in der Altstadt von Hanoi nicht einen allzu fixen Reiseplan. Nimm dir Zeit, bummel durch die Straßen und entdecke selbst deine Highlights.



Literaturtempel: Einer unserer schönsten Stops in Hanoi
Wenn wir nur eine klassische Sehenswürdigkeit in Hanoi nennen müssten, die wir wirklich gerne besucht haben, dann wäre der Literaturtempel ganz vorne mit dabei. Vielleicht auch, weil er größer war als gedacht. Vielleicht, weil dort mehr los war als nur „ein bisschen Kultur“. Vielleicht aber auch, weil wir dort genau diesen Moment hatten, den man vorher nicht planen kann.
Wir waren am Wochenende dort und das Gelände war voll mit Schülern und Studierenden, die offenbar gerade Abschlüsse feierten oder Erinnerungsfotos machten. Überall wurden Kleider gerichtet, Posen ausprobiert, Familien standen daneben, Kameras klickten. Gefühlt sind an vielen Sehenswürdigkeiten in Hanoi Locals auch einfach unterwegs, um Fotos zu schießen. Für uns war das erstmal nur interessant zu beobachten. Und dann kamen wir mit einem vietnamesischen Pärchen ins Gespräch, das ebenfalls mitten im Shooting war.



Und wenn du schon hier bist, kannst du auch noch kurz gegenüber beim Gò Kim Châu vorbeischauen. Ein kleiner See mit einer Insel, ein paar Food-Ständen drumherum – ein netter kurzer Abstecher. Kein riesiges Highlight, aber als zusätzlicher Fotostopp ganz schön. Das Essen dort fanden wir eher okay als wow, aber für einen Snack reicht es allemal.
Auf einen Blick: Literaturtempel
Eintritt: 70.000 VND pro Person (ca. 2,30 €)
Öffnungszeiten: täglich 8:00-17:00 Uhr + mittwochs, freitags bis sonntags zusätzlich abends 18:30-22:00 Uhr
Wie viel Zeit einplanen? 1,5 bis 2 Stunden für entspannte Foto-Sessions
Ho-Chi-Minh-Mausoleum: Riesig und imposant
Wir waren zum Sonnenuntergang am Ho-Chi-Minh-Mausoleum. Rein konnten wir nicht mehr, war uns aber auch nicht so wichtig. Selbst von außen wirkt dieser Ort schon so monumental, dass uns direkt ein Gedanke kam: Bescheiden ist hier gar nichts. Gerade wenn man weiß, dass Ho Chi Minh sich eigentlich eine schlichtere Bestattung gewünscht haben soll, fühlt sich dieser riesige, streng inszenierte Komplex schon etwas widersprüchlich an. Das Mausoleum ist immens, der Platz davor auch.

Was wir vorher nicht auf dem Schirm hatten: Es gibt nicht nur das Mausoleum. Auf dem Gelände und im direkten Umfeld liegen auch noch das Ho-Chi-Minh-Museum, die Einsäulenpagode, und der Dien Huu Temple. Direkt daneben steht auch der Presidential Palace. Was wir ziemlich schnell gelernt haben: Die Sicherheitsleute dort sind nicht zum Spaßen aufgelegt. Nicht mal davor herumstehen oder sich entspannt positionieren war wirklich drin, ohne direkt weitergescheucht zu werden.
Auf einen Blick: Ho-Chi-Minh-Mausoleum
Eintritt: kostenlos
Öffnungszeiten: montags und freitags geschlossen, sonst ca. 7:30-11:30 Uhr
Wie viel Zeit einplanen? ca. 1 Stunde
Wichtig: Lange Kleidung über dem Knie, Sicherheitskontrolle am Eingang
Auf einen Blick: Ho-Chi-Minh-Museum
Eintritt: 40.000 VDN pro Person (ca. 1,30 €)
Öffnungszeiten: montags und freitags geschlossen, sonst 8:00-11:30 Uhr und 14:00-16:00 Uhr
Wenn du schonmal hier bist, spring doch nebenan in die Zitadelle Thăng Long
Zitadelle Thăng Long & Hanoi Flagtower: Lohnt sich
Die Zitadelle Thăng Long war für uns einer der angenehmsten historischen Orte in Hanoi. Am Anfang dachten wir noch: Okay, ganz nett, aber erstmal eher unspektakulär. Der Vorplatz war ganz nett dekoriert, weil zu der Zeit eine Bonsai-Ausstellung war. Der Blick auf den Flagtower war nichts besonderes und nach hinten raus haben wir auch Brachland geschaut. Aber je weiter wir dann durchgelaufen sind, desto spannender und schöner wurde es. Es kamen dekorierte Wege, Skulpturen, kleinere Ausstellungen, später ein Bunker und ganz am Ende sogar ein kleiner, nett angelegter Garten beziehungsweise botanischer Bereich. Am Wochenende war dort außerdem viel los – wieder dieses Hanoi-typische Bild: Schüler, Studierende, Locals, Fotoshootings, Gruppenbilder, kleine Ausflüge.



Für den Hanoi Flagtower dagegen würden wir nicht extra herkommen. Du zahlst zwar automatisch auch hierfür den Eintritt, aber das eigentliche Highlight ist die Zitadelle und alles was danach kommt. Wenn du schon einmal auf dem Geläden bist, kannst du auch am Turm hoch, aber die Plateaus sind nicht besonders hoch und der Blick auf die Zitadelle ist okay, mehr nicht.
Auf einen Blick: Zitadelle Thăng Long & Hanoi Flagtower
Eintritt: 100.000 VND pro Person (ca. 3,30 €)
Öffnungszeiten: täglich 8:00-17:00 Uhr
Wie viel Zeit einplanen? 2 bis 3 Stunden sind realistisch, das Gelände ist größer als es zuerst wirkt
Wenn du in der Ecke unterwegs bist, fanden wir die Cửa Bắc Catholic Church von außen bei Sonnenuntergang deutlich schöner als die bekanntere St. Joseph Kathedrale.


St. Joseph Cathedral: Nichts für uns
Die St. Joseph Cathedral wird oft als Top-Sehenswürdigkeit deklariert. Sie ist bekannt, kolonial geprägt und auf Fotos hübsch in Szene gesetzt. Vor Ort waren wir underwhelmed. Wir haben keinen besonderen Bezug zu Kirchen und schönere haben wir auch schon gesehen. Es ist keine Sehenswürdigkeit, für die wir extra Zeit freischaufeln würden.



Hoa Lo Prison: Historisch wichtig, aber ohne Audioguide verschenkt
Das Hoa Lo Prison fanden wir vor allem deshalb interessant, weil wir es wichtig finden, sich auf Reisen auch mit der Geschichte eines Landes auseinanderzusetzen. Gleichzeitig würden wir ehrlich sagen: Wir hatten ein bisschen mehr erwartet. Am Ende läufst du durch einige Räume, siehst Bilder, Erklärungen, Relikte und bekommst Einblicke in die Geschichte des Gefängnisses. Das ist relevant, keine Frage. Aber rein vom Erlebnis her hat es uns nicht so abgeholt wie zum Beispiel das Kriegsmuseum in Ho-Chi-Minh-City. Der entscheidende Punkt hier ist für uns der Audioguide. Ohne den wird es deutlich schwerer, die Hintergründe wirklich nachzuvollziehen.
Auf einen Blick: Hoa Lo Prison
Eintritt: 50.000 VND pro Person (ca. 1,60 €) zzgl. Audioguide für 100.000 VDN (ca. 3,30 €)
Öffnungszeiten: täglich 8:00-17:00 Uhr
Wie viel Zeit einplanen? ca. 1-2 Stunden


Tran Quoc Pagode im West Lake: Nicht die stärkste Attraktion
Die Tran Quoc Pagode gehört auch zu den bekanntesten Hanoi Sehenswürdigkeiten, gerade weil sie so schön am Wasser liegt. Wir fanden sie auch nett. Was uns eher aufgefallen ist: Vor der Pagode stehen direkt Straßenhändler, die unter anderem Schals verkaufen wollen, falls Schultern oder Knie nicht bedeckt sind. Das ist schon so ein kleiner Hinweis darauf, wie touristisch der Spot inzwischen ist.

Was wir spannender finden und wofür wir herkommen würden, ist der West Lake. Dort ist Hanoi deutlich angenehmer als in der Altstadt. Weniger Gewusel, mehr Rauskommen und vor allem einfach mal den Sonnenuntergang in einem random Café mit Kokosnuss oder vietnamesischem Kaffee (wenn du dir den abends noch antun willst) genießen.
Auf einen Blick: Tran Quoc Pagode
Eintritt: kostenlos
Öffnungszeiten: täglich 7:30-11:00 Uhr und 13:30-17:00 Uhr
Wie viel Zeit einplanen? max. 30 Minuten
Wichtig: Knie und Schulter bedecken
Hanoi Train Street: Hype und trotzdem kein kompletter Reinfall
Die Hanoi Train Street ist zu 100% touristisch. Ja, es ist ein kompletter Social-Media-Magnet. Und ja, trotzdem fanden wir es faszinierend genug, um zu sagen: Wenn du zum ersten Mal in Hanoi bist, solltest du es dir anschauen. Diese Mischung aus engen Häuserreihen, Cafés direkt an den Gleisen und dem absurden Gefühl, dass hier gleich wirklich ein Zug durchfährt, ist einfach speziell. Gleichzeitig würden wir den Hype nicht blind romantisieren. Es ist keine geheime Local-Ecke, sondern ein inzwischen stark touristisch aufgeladenes Erlebnis.



Long Bien Railway Station: Der etwas andere Bahn-Spot
Wenn dir die Train Street zu obvious ist oder du noch einen etwas anderen Spot suchst, fanden wir die Long Bien Railway Station spannend. Unser Street-Food-Guide hat uns dorthin geführt und gerade zum Sonnenuntergang war das ein cooler Kontrast zu den klassischen Hanoi Sehenswürdigkeiten. Die Station ist in Betrieb, also kein Lost Place und auch kein reines Fotokonstrukt.

Wasserpuppentheater: Gehört eigentlich dazu, wir waren aber nicht dort
Das Wasserpuppentheater taucht in Hanoi fast überall als Klassiker auf und ehrlich gesagt hätten wir es im Nachhinein gerne selbst noch gesehen. Gemacht haben wir es am Ende nicht, was wir aber sagen können: Es gehört kulturell definitiv zu den Dingen, die man in Hanoi auf dem Zettel haben kann. Gerade weil uns die AO Show in Ho-Chi-Minh-City* sehr gut gefallen hat, würden wir das bei einem nächsten Besuch ziemlich sicher nachholen.
Kulinarisches Hanoi: Warum eine Street-Food-Tour Pflicht ist
Eine Streetfood-Tour ist einer der sinnvollsten Aktivitäten in fast jedem Land – Vietnam ist hier keine Ausnahme. Insbesondere weil es hier so viel Auswahl gibt. Hier zu recherchieren, welches Lokal jetzt das beste ist, ist eine Wissenschaft für sich. Und weil wir dazu keine Lust hatten und uns dann noch mit den ganzen neuen Gerichten auseinandersetzen hätten müssen, haben wir kurzerhand eine Tour gebucht.



Wir haben uns für Curious About Vietnam entschieden, einfach weil ich ihre Instagram-Videos unterhaltsam und hilfreich finde. Insgesamt waren wir mit nur fünf Leute inklusive unserem Guide Mark unterwegs, was dem Ganzen sofort eine angenehm lockere, persönliche Atmosphäre gegeben hat. Kein stumpfes Abarbeiten, sondern eher ein gemeinsames Durchprobieren mit vielen Infos, Fragen und ehrlichen Gesprächen – so wie unter Freunden. Es ging nicht nur ums Essen selbst, sondern auch darum, besser zu verstehen, wie unterschiedlich die vietnamesische Küche regional ist. Viele Gerichte aus dem Norden waren uns trotz mehrerer Vietnam-Reisen noch relativ neu.
Auf einen Blick: Streetfood-Tour
Anbieter: Curious About Vietnam
Preis: ab 45 US Dollar pro Person inklusive Essen und Getränke (ca. 40 €) - pricey, aber jeden Cent wert
Dauer: ca. 3 Stunden
Extras On Top: Survival Kit mit Wasser, Tüchern und Stofftasche, später eine Google-Maps-Liste mit allen Stopps und Highlight-Video per Mail
Sehenswürdigkeiten abseits des Standards: Keine Klassiker
Wenn du nach ein paar Stunden Altstadt merkst, dass dir das Ganze zu viel wird, empfehlen wir dir einen kleinen Perspektivwechsel. Tay Ho fanden wir deutlich entspannter, wenn man einfach mal bummeln, Kaffee trinken oder essen gehen will. Ja, dort sind viele Expats und Ausländer unterwegs. Aber genau dadurch wirkt es an manchen Stellen auch etwas moderner. Dazu kommen Secondhand-Läden und ein anderer Vibe als in der Altstadt. Nicht unbedingt klassisches Sightseeing, aber eine gute Ergänzung, wenn du Hanoi nicht nur als Liste von Sehenswürdigkeiten abhaken willst.
Auch die Gegend rund um Truc Bach fanden wir angenehmer als das komplette Old-Quarter-Dauergedränge. Keine Pflicht-Ecke, aber ein gutes Gegenstück zum touristischen Standardprogramm.

Ausflüge ab Hanoi: Wenn du mehr als nur die Stadt sehen willst
Halong Bay: Berühmt, schön und überbewertet
Die Halong Bay wird fast automatisch genannt, wenn man über Ausflüge ab Hanoi spricht. Wir haben dazu einen separaten Artikel, deshalb hier nur unser kurzes, ehrliches Fazit: Die Landschaft ist schön, keine Frage. Aber der Hype war für uns größer als das eigentliche Erlebnis. Wenn du hinwillst, raten wir dir, mit den richtigen Erwartungen zu buchen. Kein geheimes Naturparadies, eher sehr touristischer, überlaufender Klassiker. Wir waren in der Lan Ha Bay, die oft als ruhigere Alternative verkauft wird. Unser Eindruck: Der Unterschied ist kleiner, als viele behaupten.

Highlights in Nordvietnam: Ninh Binh, Sapa oder Ha Giang Loop
Wir haben uns dieses Mal auf Hanoi und die Halong Bucht konzentriert. Wenn du aber mehr im Norden unterwegs sein willst, kommst du an diesen drei klassischen Highligts kaum vorbei. Hier ist ein kurzer Überblick, damit du entscheiden kannst, welcher Abstecher zu dir passt:
Fazit: Hanoi ist geschichtlich spannender als viele denken
Hanoi hat uns bei den Sehenswürdigkeiten deutlich besser gefallen als Ho Chi Minh City. Die Stadt wirkte auf uns geschichtlich greifbarer, kultureller und insgesamt vielseitiger. Du hast hier historische Stätten neben urbanen Highlights und dann das ganz alltägliche Gewusel sowie entspannte Ecken für den Sonnenuntergang. Nicht alles ist wow. Manches ist sogar überraschend durchschnittlich. Aber genau diese Mischung hat uns sehr an Hanoi gefallen.
FAQ zu Hanoi Sehenswürdigkeiten
Was sollte man in Hanoi unbedingt gesehen haben?
Für uns gehören der Literaturtempel, die Hanoi Train Street, die Zitadelle Thăng Long, der Hoan-Kiem-See am Wochenende und eine gute Streetfood-Tour zu den Highlights.
Wie viele Tage sollte man für Hanoi einplanen?
Für die wichtigsten Hanoi Sehenswürdigkeiten empfehlen wir 2 bis 3 Tage. Weniger geht, fühlt sich schnell gehetzt an.
Welche Sehenswürdigkeiten liegen in oder nahe der Altstadt?
Rund um die Altstadt liegen unter anderem der Hoan-Kiem-See, der Ngoc Son Tempel, die St. Joseph Cathedral, Hoa Lo Prison unf die Train Street.
Lohnt sich die Tran Quoc Pagode?
Wenn du sowieso am West Lake unterwegs bist, ja. Wenn du nur wenig Zeit hast, würden wir sie eher nicht priorisieren.
Ist die Hanoi Train Street wirklich einen Besuch wert?
Ja, vor allem beim ersten Hanoi-Besuch. Aber geh mit realistischen Erwartungen hin: Es ist touristisch, gehypt und trotzdem irgendwie speziell.
Welche Sehenswürdigkeiten in Hanoi sind eher überbewertet?
Aus unserer Sicht die Ta Hien Beer Street, die Nachtmärkte, der Ngoc Son Tempel als kostenpflichtiger Stop und die St. Joseph Cathedral als großes Highlight.
Lohnt sich eine Food Tour in Hanoi?
Absolut. Gerade wenn du die nordvietnamesische Küche nicht gut kennst, ist das eine der sinnvollsten Aktivitäten in der Stadt.