// Zuletzt aktualisiert April 21, 2026
Ho Chi Minh City, auch früher bekannt als Saigon, ist eine Stadt voller Geschichte und Kultur. Eines der beeindruckendsten und bewegendsten Ziele, das wir hier bei unserem Besuch im Juni 2024 besucht haben, ist das Ho Chi Minh Kriegsmuseum – auch das War Remnants Museum Ho Chi Minh genannt.
Es ist wohl das bekannteste Museum der Stadt für die Geschichte des Vietnamkriegs und die verheerenden Auswirkungen von Krieg auf die Zivilbevölkerung – und eines, das uns ehrlich gesagt unvorbereitet erwischt hat. Was wir erwartet hatten: ein paar Stunden Kultur. Was wir bekommen haben: einen Nachmittag, der uns immer wieder zum Nachdenken bringt.

Das Kriegsmuseum in Ho Chi Minh City
Das Kriegsmuseum in Ho Chi Minh City, offiziell bekannt als War Remnants Museum, ist eine Gedenkstätte, die sich mit der Geschichte des Vietnamkriegs und den damit verbundenen Konflikten befasst. Es wurde ursprünglich 1975 eröffnet, unmittelbar nach dem Ende des Vietnamkriegs, und dient als Mahnmal und Bildungsstätte. Ziel des Museums ist es, die Schrecken des Krieges zu dokumentieren und die Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung sowie die Umwelt zu verdeutlichen. Durch Fotografien, Dokumente und Ausstellungsstücke wird die Geschichte Vietnams lebendig gemacht und das Ausmaß der Grausamkeit aufgezeigt.
So haben wir unseren Besuch im Ho Chi Minh Kriegsmuseum empfunden
Vorweg, wir sind mit keinerlei großen Erwartungen in das Museum gegangen und dachten eigentlich, dass wir uns einen Nachmittag mit ein wenig Kultur zu Gemüte führen – es kam überraschend anders. Zum einen hatten wir den Umfang der Ausstellung falsch eingeschätzt und zum anderen hatten wir nicht damit gerechnet so viel explizites Leid zu sehen. Natürlich ist einem bewusst, dass es sich um ein Kriegsmuseum handelt und sicherlich wird dir auch bewusst sein, dass der Vietnamkrieg alles andere harmlos war, was einem hier jedoch gezeigt wird übertrifft alles was du dir vorstellen kannst.



Die Ausstellung drinnen mit den Fotografien ist unserer Meinung nach nicht für Kinder geeignet, da hier verwundete, verstümmelte und tote Personen gezeigt werden. Hierzu gibt es im Museum selbst keinen konkreten Hinweis.
Für unseren Besuch haben wir uns einen englischen Audio-Guide geholt, der uns durch das Ho Chi Minh Museum dirigiert und begleitet hat. Die Ausstellung beginnt bereits auf dem Platz vor Museumsgebäude und zeigt dort verschiedene Fahrzeuge, die im Vietnamkrieg von den Amerikanern eingesetzt worden sind. Gleichzeitig findest hier auch ausgemusterte Bomben, die einem dort schon vermitteln, was die Bürger erlebt haben müssen. Unscheinbar am linken Rand befinden sich die Tiger-Cages. Dabei handelt es sich nicht wirklich um Käfige für Tiger, sondern um Nachbildungen der oftmals unmenschlichen Gefängniszellen.
Von dort aus ging es weiter in die erste Etage des Ho Chi Minh Kriegsmuseums in der einem die Geschichte des Vietnamkrieges näher gebracht wird. Anhand unseres Audio Guides wurden wir mit auf eine Reise durch die Ereignisse kurz vor, während und nach dem Vietnamkrieg mitgenommen.

Der zweite Teil der Ausstellung im Ho Chi Minh Museum widmet sich dann den persönlichen Geschehnissen im Krieg und wurde wie bereits erwähnt von zwei Amerikanern kuratiert. Hierbei wurden von über 40 Reportern aus allen Ländern Bilder und Geschichten zusammengestellt, die einem das Ausmaß und die unvorstellbaren Ereignisse ganz nahebringen. Bei dem ein oder anderen Bild wird einem hier ganz anders zu Mute!
Wir haben uns bewusst gegen Bilder aus dem Inneren des Ho Chi Minh Kriegsmuseum entschieden. Zum einen aus Respekt gegenüber den Menschen, die auf den Bildern zu sehen sind, zum anderen weil wir der Meinung sind, dass diese Bilder auch nur gesehen werden sollten, wenn man dies wirklich möchte.
Ein weiterer Teil widmet sich dann dem wohl unmenschlichsten Teil des Vietnamkrieges – Operation Agent Orange. Die Auswirkungen dieser Operation der Amerikaner hinterlässt bis heute ihre Spuren. Noch immer kommen Kinder entstellt zur Welt, weil ihre Vorfahren oder ihre Heimat dem Gift ausgesetzt waren. An dieser Stelle verzichten wir darauf auf Details einzugehen – so viel sei jedoch verraten: Menschen in Horrorfilmen sind weniger entstellt.
Was uns nach diesem Abschnitt nicht mehr losgelassen hat: Es sind nicht die Fahrzeuge draußen oder die Dokumente. Es sind die Bilder der Agent Orange-Opfer. Wir sind danach essen gegangen – ein normales Restaurant, gutes Essen, schöne Straße. Und trotzdem saßen wir da und haben kaum geredet. Dieses Gefühl, auf dem Boden zu stehen und „Urlaub zu machen“, während man gerade gesehen hat, was Menschen einander angetan haben – das ist nicht so einfach abzuschütteln.

Was dich im War Remnants Museum Ho Chi Minh erwartet
Das Ho Chi Minh City War Museum ist ein bedeutender Ort, um die Geschichte des Vietnamkriegs zu verstehen. Die Dauer des Vietnamkriegs erstreckte sich von 1955 bis 1975 und hinterließ tiefe Spuren in dem Land. Das Museum beleuchtet die verschiedenen Aspekte des Konflikts, darunter die Opfer des Vietnamkriegs und die Auswirkungen auf die Stadt Ho Chi Minh (ehemals Saigon). Als Besucher erhältst du einen umfassenden und sehr bewegenden Einblick in das Grauen des Vietnamkriegs.



Im Museum erwarten dich diverse Ausstellungen, die von erschütternden Fotografien bis hin zu umfangreichen Dokumentationen reichen. Du wirst historische Militärfahrzeuge und -flugzeuge sehen, die im Krieg eingesetzt wurden, sowie bewegende Berichte von Überlebenden und Augenzeugen. Außerdem gibt es spezielle Abteilungen, die sich den Kriegsverbrechen und den langfristigen Folgen von Agent Orange widmen. Ein Besuch in dem Kriegsreste Museum in Ho Chi Minh bietet die Gelegenheit, mehr über diesen wichtigen Teil der Geschichte zu erfahren und die Erinnerungen an die Opfer des Vietnamkriegs zu würdigen.
Agent Orange war ein chemisches Gift, das im Vietnamkrieg von den US-Streitkräften verwendet wurde, um Pflanzen und Bäume zu zerstören. Dadurch lichteten sie den dichten Dschungel, damit die feindlichen Soldaten sich nicht verstecken und die US-Streitkräfte sie besser bekämpfen konnten. Allerdings verursachte das Gift schwere Krankheiten und gesundheitliche Probleme bei Menschen - die auch noch spätere Generationen betreffen.
Ein bizarrer, denkwürdiger Aspekt ist, dass ein Großteil der Ausstellung ein Geschenk der Amerikaner ist. Denn der Teil, der die Fotografien des Krieges zeigt, wurde von zwei amerikanischen Kuratoren zusammengestellt und zeigt ihre eigenen sowie die Werke zahlreicher im Krieg gefallenen Journalisten und Fotografen aus der ganzen Welt.
Alles für deine Planung: Lage, Öffnungszeiten & Preise
Das War Remnants Museum Ho Chi Minh*, befindet sich im Herzen von Ho Chi Minh City, in der 28 Vo Van Tan Street, im Bezirk 3 und ist täglich geöffnet von 7:30 bis 17:30 Uhr, mit einer kurzen Mittagspause von 12:00 bis 13:00 Uhr. Die zentrale Lage macht es einfach erreichbar, egal ob du zu Fuß, mit dem Taxi oder dem Bus unterwegs bist. Am einfachsten ist jedoch, wenn du dich mit einem Grab (ähnlich wie Uber) einfach direkt vor der Tür absetzen lässt. Alternativ kannst du das Museum in Ho Chi Minh auch gut mit der Hop-On-Hop-Off-Tour* verbinden, da diese direkt vor dem Eingang hält. Sinnvoll ist diesen kulturellen Ausflug mit dem Wiedervereinigungspalast zu verbinden, der ganz in der Nähe des Kriegsmuseums ist.
Der Eintrittspreis für das Kriegsmuseum beträgt 40.000 VND (ca. 1,50 €, Stand: 2026), was es zu einer erschwinglichen Sehenswürdigkeit macht. Was wir zusätzlich empfehlen: Den Audioguide für 80.000 VND (ca. 3€).
Plane genügend Zeit ein, um die vielen Ausstellungen und Exponate in Ruhe zu erkunden und die bewegenden Geschichten, die hier erzählt werden, auf dich wirken zu lassen. Wir selbst haben bei unserem Besuch das Ausmaß der Ausstellung etwas unterschätzt und sind durch die letzten zwei Räume fast schon gehetzt. Insgesamt waren wir ca. 3 Stunden im Museum unterwegs und haben alles auf uns wirken lassen.
Praktische Tipps für deinen Besuch
Fazit: Ein absolutes Must-See in Saigon
Das War Remnants Museum war für uns einer der eindrücklichsten Momente unserer Zeit in Ho Chi Minh City. Wir können dir das Museum sehr ans Herz legen, auch wenn es vielleicht schwerfällt sich mit der Geschichte des Landes und vor allem mit den Ereignissen des Vietnamkriegs auseinanderzusetzen. Sollte dir bei dem Anblick von Bildern mit Blut, entstellten Menschen oder ähnlichem anders werden, dann meide die Foto-Ausstellung des Museums lieber und schaue dir in Ruhe den Rest an.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Kriegsmuseum
Gibt es in Vietnam ein Kriegsmuseum?
Ja, das Kriegsopfermuseum in Ho Chi Minh Stadt ist das bekannteste Kriegsmuseum des Landes. Es dokumentiert die Geschichte des Vietnamkriegs und dessen Auswirkungen auf die Bevölkerung.
Wofür ist das Kriegsopfermuseum bekannt?
Das Museum ist bekannt für seine bewegende Darstellung der Auswirkungen des Vietnamkriegs. Es zeigt unter anderem erschütternde Fotografien, Dokumentationen über Agent Orange und historische Kriegsgeräte. Die Ausstellung bietet einen tiefgreifenden Einblick in die Geschichte und die Folgen des Krieges für die vietnamesische Bevölkerung.
Wie viel Zeit sollte man im Kriegsmuseum verbringen?
Für einen umfassenden Besuch des Museums solltest du mindestens 2 Stunden einplanen. Die Ausstellungen sind sehr detailliert und emotional, daher ist es sinnvoll, genügend Zeit für die einzelnen Bereiche einzuplanen.
Wie viel kostet der Eintritt ins War Remnants Museum?
Der Eintritt kostet 40.000 VND (ca. 1,50 €, Stand: 2026). Damit gehört es zu den günstigsten Sehenswürdigkeiten in Ho Chi Minh City. Den Audioguide gibt es zusätzlich für 80.000 VND (ca. 3 €).
Wann ist die beste Zeit für einen Besuch?
Wir waren kurz vor der Schließung da, ab etwa 14-15 Uhr, und fanden es ok. Es war gut besucht, aber nicht überlaufen und wir konnten den Audioguide in Ruhe hören. Allerdings hatten wir nach hinten raus kaum Zeit alles uns anzuschauen. Deswegen, bring genügend Zeit mit.
Ist das Museum für Kinder geeignet?
Wir finden: bedingt. Die Außenausstellung mit Militärfahrzeugen und Kriegsgerät ist für Kinder unproblematisch. Die Innenausstellung hingegen zeigt verwundete, verstümmelte und tote Personen.