// Zuletzt aktualisiert Juli 13, 2025
Wir haben es uns in unserer Zeit in Südafrika nicht nehmen lassen eine Safari im Kruger National Park zu machen – wie gewöhnlich auf eigene Faust. Lass uns dir unsere Erfahrungen und Tipps mit auf dein nächstes Abenteuer geben!
Denn wenn du entscheidest selbst durch einen Nationalpark zu fahren, solltest du dir vorher ein paar Gedanken machen. Da wir mittlerweile ein paar Safaris auf dem Buckel haben (u.a. Etosha National Park und Addo Elephant National Park), sind wir relativ entspannt an unsere Selbstfahrt durch den Kruger Nationalpark herangegangen. Dennoch ist jeder Park anders und so haben wir auch hier wieder neue Dinge gelernt! Lass dich von uns einfach einfach inspirieren und eine kleine Guideline geben, sodass deine Safari Erfahrung ein voller Erfolg wird.
- Safari als Selbstfahrer: Das solltest du wissen
- Welche Tiere du im Kruger sichten kannst
- Unsere Reiseroute durch den Kruger National Park
- Unsere Unterkünften direkt am Kruger Nationalpark
- Kosten für den Kruger National Park
- Checkliste für eine Safari im Kruger National Park
- Fazit: Tolles Safari Erlebnis im Kruger Nationalpark
- FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Kruger Nationalpark
Safari als Selbstfahrer: Das solltest du wissen
Brauche einen Geländewagen im Kruger Nationalpark?
Nein, du brauchst keinen Geländewagen für deine Safari im Kruger Nationalpark. Die Hauptstraßen sind geteert und in gutem Zustand. Auch die Schotterpisten sind mit einem normalen Auto oder Kleinwagen problemlos befahrbar. Ein höheres Fahrzeug ist natürlich komfortabler und verschafft dir beim Spotten der Tiere einen kleinen Vorteil – du sitzt etwas höher und hast eine bessere Rundumsicht. Allerdings ist diese Autoklasse auch um einiges kostspieliger.
Wir selbst waren mit einem Kleinwagen unterwegs und hatten keinerlei Probleme. Selbst abseits der Hauptstraßen war alles gut befahrbar. Ein 4×4 ist höchstens dann sinnvoll, wenn du auch in entlegenere Regionen fahren möchtest oder es in der Regenzeit wirklich matschig wird.
Falls du dein Auto noch buchen musst: Wir haben bei Sixt*, Check24* oder Sunnycars* bisher gute Erfahrungen gemacht. Wähle ein Angebot mit "Versicherung ohne Selbstbeteiligung" - falls doch mal ein kleiner Schaden passiert.

Wie du von Johannesburg zum Kruger Nationalpark kommst
Wie die meisten Reisenden haben auch wir unser Abenteuer in Johannesburg gestartet. Vom Flughafen sind es – je nach Route – 4 bis 6 Stunden Fahrtzeit. Denn der Kruger Nationalpark erstreckt sich über 350km entlang der Grenze zu Mosambik bis hoch zur Grenze nach Simbabwe. Um diese immense Strecke nicht komplett fahren zu müssen, gibt es insgesamt 9 Gates (plus 2 weitere, die nur für Einreisen aus oder Ausreisen nach Mosambik relevant sind).
Hier haben wir dir alle 9 Gates mit Entfernungen, Fahrzeiten und Tipps zur besten Route zusammengefasst. So kannst du schnell entscheiden, welcher Einstieg für dich am besten passt:
- Malelane Gate: Süden, ca. 390 km in 4-5 Stunden – schnellster Zugang zum südlichen Teil des Parks, ideal für Skukuza oder Lower Sabie.
- Crocodile Bridge Gate: Süden, ca. 440 km in 5-6 Stunden – ideal, um eine Safari im südlichen Kruger zu starten (oder wenn du aus Mosambik kommst)
- Numbi Gate: Südwesten, ca. 375 km in 4-5 Stunden – Nähe White River, perfekt für Pretoriuskop
- Phabeni Gate: Südwesten, ca. 400 km in 4-5 Stunden – Nahe Hazyview, guter Zugang zu Skukuza
- Paul Kruger Gate: Südwesten, ca. 430 km in 5-6 Stunden – Beliebt für Skukuza, gute Verbindung von Hazyview
- Orpen Gate: Westen, ca. 500 km in ca. 5-6 Stunden – Für den zentralen Teil des Parks und Richtung Greater Kruger
- Phalaborwa Gate: Nordwesten, ca. 515 km in ca. 5-6 Stunden – Für den nördlichen Teil des Parks
- Punda Maria & Pafuri Gates: Norden, ca. 550-600 km in ca. 6-7 Stunden – Für abgelegene Gebiete und nahe Simbabwe
Auf unserer 10-tägigen Rundreise haben wir lediglich die Gates Crocodile Bridge sowie Phabeni passiert. Da wir über den Norden zurück nach Johannesburg gefahren sind.
Was du alles beim Fahren beachten solltest
Im Gegensatz zum Etosha National Park oder Addo Elephant National Park ist eine Safari durch den Kruger Nationalpark ein Kinderspiel – auch als Selbstfahrer. Denn die Hauptstraßen sind geteert und in gutem Zustand – und selbst die die Seitenstraßen sind trotz Schotterpisten gut befahrbar, auch mit einem Kleinwagen.


Selbstfahrer vs. geführte Tour
Wir haben uns vor der Reise gefragt: Wollen wir als Selbstfahrer durch den Kruger Nationalpark fahren oder lieber entspannt zurücklehnen und auf einer professionell geführten Tour die Tiere entdecken? Letztlich haben wir uns für die Flexibilität, Freiheit und Spontanität als Selbstfahrer entschieden. Nachteil: Du brauchst Geduld, ein gutes Auge und ein wenig Wissen, worauf du achten musst – manchmal einfacher gesagt als getan!
Warum wir uns gegen Game Drives im Kruger Nationalpark entschieden haben (übrigens auch im Etosha National Park): Die Touren fahren auf den gleichen Straßen wie du als Selbstfahrer. Du kannst nicht entscheiden, wie lange du an einem Spot bleibst und bist an einen festen Zeitplan gebunden. Vorteil: Die Ranger kennen die besten Spots, wissen, wo die Tiere oft zu finden sind, und worauf sie achten müssen.
Tipp: Mach lieber eine Tour im Greater Kruger*. Hier bist du in privaten Reservats unterwegs, die offiziell vom Kruger getrennt sind, aber ohne Zäune. Das heißt, die Tiere können frei wandern. Das Beste? Die Guides können hier abseits der "Hauptstraßen" fahren und sich so richtig auf die Tiersuche konzentrieren.
Welche Tiere du im Kruger sichten kannst
Ganz oben auf der Liste stehen die Big Five: Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard. Aber der Park hat noch viel mehr zu bieten: Giraffen, Geparden, Zebras, Hippos, Antilopen, Hyänen, Warzenschweine und eine riesige Vielfalt an Vogelarten. Natürlich gibt es keine Garantie, dass du alle Tiere sofort findest – Geduld, Fernglas und ein bisschen Glück gehören dazu.
Übrigens: An einigen Gates gibt es Karten, auf denen die aktuellen Tiersichtungen markiert werden. So kannst du dir schnell einen Überblick verschaffen. Aber, die Tiere warten natürlich nicht auf dich, daher sind diese Markierungen nur ein Anhaltspunkt.
Das Schöne bei einer (Selbstfahrer) Safari ist, dass du nie genau weißt, was dich erwartet oder was du verpasst hast.


Wann ist die beste Tageszeit für Tiersichtungen?
Die beste Zeit für Tierbeobachtungen ist früh morgens nach Sonnenaufgang und am späten Nachmittag bis Sonnenuntergang. In der Mittagshitze ziehen sich viele Tiere ins Dickicht zurück, um der Hitze zu entkommen. Morgens und abends sind sie aktiver und die Chancen stehen besser, Raubtiere oder größere Herden zu sehen.


Unsere Reiseroute durch den Kruger National Park
Während unserer 10-tägigen Rundreise durch und rund um den Kruger National Park war unser Highlight natürlich der Park selbst, weshalb wir hier 2 volle Tage eingeplant haben. Damit der große Park ein bisschen übersichtlicher wird und du bei der Planung nicht so überfordert bist wie wir, kommt hier unsere detaillierte Reiseroute für eine Safari im Kruger Nationalpark.
Wie du in den Nationalpark reinkommst
Bevor dein Safari Abenteuer im Kruger Nationalpark losgeht, musst du erst einmal ins Parkgelände hineinkommen. Am Gate angekommen, gibt es zunächst eine kurze Anmeldung. Hier musst du ein Formular ausfüllen, in dem du verschiedene Angaben machen musst (u.a. Fahrzeug, Pass und Autokennzeichen). Dieses Formular solltest du gut aufbewahren, denn beim Verlassen des Parks wird es erneut kontrolliert. Nachdem du deine Daten eingetragen hast, bezahlst du direkt am Gate auch deine Eintrittsgebühr (oder du zeigst deine Wild Card vor).
Je nach Gate und Tageszeit kann es sein, dass dein Fahrzeug zusätzlich kontrolliert wird - das betrifft meist den Kofferraum, damit keine Lebensmittel oder verbotenen Gegenstände mit hineingenommen werden. Das geht meistens recht fix und ist reine Formsache.
Dann kannst dir noch eine Übersichtskarte des Parks kaufen oder alternativ auch die große Magnettafel direkt hinter dem Gate abfotografieren (kaum zu übersehen, ist uns aber beim ersten Mal passiert), auf der andere Besucher ihre Tiersichtungen markiert haben. Oder du fährst einfach in den Park hinein und schaust zwischendurch auf Google Maps nach, wo du dich in etwa befindest.
Frühmorgens kann es sein, dass viel Betrieb an den Gates herrscht - denn jeder möchte so lang wie möglich im Park sein. Entweder du kommst superfrüh und wartest bis die Gates aufmachen oder du kommst pünktlich und wartest, weil alle anderen auch schon da sind. Wenn es dir nichts ausmacht, kannst du auch erst 2-3 Stunden nach Öffnung kommen, dann ist meistens der hohe Andrang vorbei.
Ankunft in unserer Unterkunft am südlichsten Gate
Wir sind am späten Nachmittag in unserer Unterkunft, der Riverside Kruger Lodge* im Marloth Park, angekommen. Dort findest du auch etliche weitere Lodges in unterschiedlichen Preiskategorien. Da es schon relativ früh dunkel wurde und der Park vor Sonnenuntergang seine Gates schließt, haben wir beschlossen den Tag entspannt in der Lodge ausklingen zu lassen. Vom Grundstück aus konnten wir nämlich direkt auf den Crocodile River schauen, der die südliche Grenze des Parks bildet. Und siehe da, das Glück war mit uns – so haben wir bei Sonnenuntergang einen Elefantenbullen am Fluss gesichtet. Besser hätte der Start unseres Safari-Abenteuers nicht sein können!

Tag 1: Ganztägige Selbstfahrer-Safari im Kruger Nationalpark
Von unserer Riverside Kruger Lodge* ging es nach dem Frühstück in den nächstgelegenen Ort Komati, um uns für den Tag mit Getränken & Snacks einzudecken und das Auto komplett voll zu tanken. Zwar gibt es auch im Park Tankstellen und Einkaufsmöglichkeiten, aber dafür muss man immer zum nächsten Camp fahren und die Strecken können sich ziehen. Außerdem ist es außerhalb des Parks meist etwas günstiger und die Auswahl größer.
Unsere Route für Tag 1
- Vom Crocodile Gate zum Hippo Pool.
- Zurück zur Hauptstraße und von da immer am Sabie Fluss entlang Richtung Sukuza, mit ein paar Abstechern auf die Seitenstraßen.
- Danach auf der Hauptstraße raus zum Phabeni Gate, weil wir in Hazyview* übernachtet haben.
Wir sind über die Crocodile Bridge in den Park gefahren. Am Gate soll es eigentlich eine große Karte geben, auf der man mit Magneten die aktuellen Tiersichtungen markieren kann. Haben wir aber offensichtlich übersehen und auch keine Karte für den Park gekauft. Sprich wir haben uns an den Schildern und Google Maps orientiert – vielleicht bist du besser vorbereitet als wir.


Zur Regenzeit ist der Kruger National Park um einiges dichter bewachsen und grüner, sodass es deutlich schwieriger ist Tiere zu sichten. Das hat uns aber nicht davon abgehalten Hippos, Elefanten, Giraffen, Impalas, Kudus, Warzenschweine, Krokodile, Gänse, Vögel, eine blaue Eidechse und vieles mehr zu entdecken.


Unser Highlight war mit Abstand der Leopard, der vor unserem Auto ins Gebüsch gesprungen ist. Dir wird schon anders, wenn so ein majestätisches und massives Tier dir tief in die Augen schaut und direkt auf dich zu geschlichen kommt. So schnell habe ich wahrscheinlich noch nie ein Autofenster zugemacht! Aber keine Sorge, es gab einen Tunnel durch den der Leopard gelaufen ist, also waren wir in Sicherheit.


Tag 2: Noch einmal den ganzen Tag im Kruger
Für unseren zweiten Safari-Tag sind wir extra früh aufgebrochen, um um 7 Uhr morgens die Ruhe vor dem Touristenansturm zu genießen. Naja hätte fast geklappt, aber der African Way gilt auch am Phabeni Gate. Wir haben bestimmt 45 Minuten gewartet, um das Gate zu passieren – auch wenn nur 4 Autos vor uns waren. Denn hier müssen alle Personen und Fahrzeuge erfasst werden, bevor eine Quittung ausgestellt wird. Mit nur einem geöffneten Schalter und mindestens einem Game Drive Auto (inkl. 6 Personen) kann das also schonmal etwas dauern.

Unsere Route für Tag 2
- Vom Phabeni Gate auf einer Nebenstraße, die bis zum Paul Kruger Gate führt, bis nach Skukuza
- Da sind wir dann im Kruger Station Restaurant gefahren, um zu Frühstücken
- Dann sind wir weiter nördlicheren Teil des Parks auf der Tshokwane – Skukuza Rd und ihren Seitenstraßen gefahren
- Schließlich sind wir wieder auf die Haupstraße Skukuza – Lower Sabie Rd gestoßen und sind wieder zurück Richtung Suzukua und Hazyview gefahren.



Diesmal haben wir uns an der Karte mit den markierten Tiersichtungen orientiert, wurden aber anfangs enttäuscht: außer Springböcken war da nichts. Laut Karte wurden am Vortag auf der Strecke Löwen und Büffel gesichtet. Halb so wild, weil auf einmal die Straße komplett mit Autos dicht war, denn alle anderen hatten einen Leoparden direkt am Straßenrand gesichtet. Hier zeigte sich leider auch die Schattenseite einer Safari in so einem bekannten Nationalpark: rücksichtslose Touristen, die mit ihren Autos alles blockieren, um die beste Sicht zu ergattern – ganz abgesehen davon, dass sie die Tiere enorm damit stressen.
Tipp: Wenn du im Park eine Pause einlegen, essen oder auf die Toilette musst, ist das Kruger Station Restaurant eine gute Anlaufstelle. Das Essen war okay, aber die Preise recht hoch – dafür war das WLAN top, um die weitere Route zu planen!
Unsere Weiterfahrt war dann wieder etwas ruhiger, bis wir plötzlich einen Büffel direkt an der Straße sahen und wenig später auch noch einen Leoparden im Baum! Damit war unser Tag endgültig gerettet und wir sind glücklich und voller Eindrücke zu unserer Unterkunft* zurückgekehrt. Dort haben wir den Tag gemütlich im Whirlpool ausklingen lassen – bis ein kräftiges Gewitter aufgezogen ist.


Unser Fazit zu den Routen im Kruger Nationalpark
Der erste Tag im südöstlichen Teil war deutlich tierreicher als die Etappen weiter nördlich. Je weiter wir Richtung Norden gekommen sind, desto weniger Tiere haben wir gesehen. Ob das an der Jahreszeit lag oder an unseren Safari-Skills, who knows! Bei unserer Vorab-Recherche hatten wir allerdings schon öfter gelesen, dass der südliche Teil des Parks generell mehr Wildtiere zu bieten hat. Beim nächsten Mal würden wir uns daher eher auf den südwestlichen Teil konzentrieren.


Unsere Unterkünften direkt am Kruger Nationalpark
Marloth Park: Kruger Riverside Lodge
Kruger Riverside Lodge* in Marloth Park lag nur wenige Meter vom Crocodile River entfernt, was perfekt für unseren ersten Nachmittag nach einer langen Fahrt war. Denn so brauchten wir nicht in den Kruger National Park reinfahren, um Tiere zu sehen. Direkt am Fluss haben wir den ersten Elefanten gesichtet. Zudem liefen auf dem Gelände diverse Antilopen sowie Vögel und Bush Babies rum. Abends sollten wir nicht draußen rumlaufen, da Löwen gesichtet wurden, die vom Kruger rüber gewandert sind und ab und an mal vorbeischauen. Nachts draußen spazieren zu gehen ist im Busch generell nicht die allerbeste Idee!



Also haben wir den Abend einfach beim Abendessen und Boma Feuer (= Lagerfeuer) mit den anderen Gästen ausklingen lassen. Aufgrund der geringen Anzahl an Zimmern ist diese Lodge einfach super gemütlich und familiär mit perfekter Lage direkt am Kruger National Park ohne direkt ein ganzes Vermögen auszugeben. Können wir nur empfehlen!

Hazyview: Bon Repose Cottage
Da die Lodges und Unterkünfte im Park selbst immens teuer sind, haben wir uns für das Bon Repose Cottage* außerhalb in Hazyview entschieden. Die Fahrt dauert nur etwa 20 Minuten bis zum Phabeni Gate. Generell gibt es hier und auf dem Weg bereits viele Lodges. Warum wir ausgerechnet das Cottage ausgesucht haben, eigentlich nur aufgrund des Preises und des Whirpools. Bei der drückenden Hitze dachten wir, dass Wasser (zum abkühlen) keine so schlechte Idee ist. Konnte keiner ahnen, dass wir kaum vor Ort waren und es abends gewittern würde.
Nichtsdestotrotz fanden wir das Preis-Leistungs-Verhältnis gut, im Gegensatz zu den anderen Unterkünften! Hazyview und das Bon Repose Cottage* können wir empfehlen.
Kosten für den Kruger National Park
Aufgrund seiner Bekanntheit sind die Eintrittspreise für den Kruger Nationalpark entsprechend hoch: Internationale Besucher (Non-South Africans) zahlen R 535 (ca. 26 €) und Kinder R 267 (ca. 13 €) pro Eintritt und Tag.
Tipp: Wenn du mehr als einen Nationalpark in Südafrika besuchst, lohnt sich eventuell die Wild Card – damit kannst du unbegrenzt viele Besuche ohne zusätzliche Eintrittskosten machen. Wir kamen zum Beispiel relativ spät nachmittags an und hätten noch ca. 2 Stunden gehabt in denen wir durch den Park fahren können. Da lohnt es sich nicht mehr, außer du hast die Wildcard - denn damit hast du unlimited Zugang zu den Parks.
Weitere Kosten, die du einplanen solltest:
- Unterkünfte*: Ab 70 € pro Nacht in einer einfachen Unterkunft bis 300 € oder mehr in privaten Lodges. Airbnb oder Guesthouses außerhalb sind oft günstiger (ab 40 € pro Nacht).
- Mietwagen*: Ein Kleinwagen reicht meist aus, Kosten je nach Saison ca. 25 bis 35 € pro Tag plus Benzin
- Game Drives*: Geführte Touren (Sunrise/Sunset Drives) für ab ca. 40 € pro Person.
- Sonstiges: ca. 40 € pro Person für Essen und Snacks, evtl. WLAN, Parkkarte etc.
Checkliste für eine Safari im Kruger National Park
Jetzt solltest du alle wichtigen Informationen haben, um deine Safari im Kruger National Park optimal zu planen. Damit du nichts vergisst, hier noch einmal alles Wichtige auf einen Blick:
- Reiseroute planen: Welche Gates wählst du für Ein- und Ausfahrt? Welche Camps möchtest du ansteuern? Plane genügend Zeit ein, lieber eine Nacht mehr als zu wenig.
- Mietwagen* buchen: Geländewagen oder Kleinwagen? Je nach Budget und Komfortwunsch.
- Wichtige Unterlagen: Reisepass, Führerschein, Reservierungsbestätigungen, Reisekreditkarte.
- Packliste für die Safari: Fernglas*, Kamera*, Sonnencreme*, Hut, Adapter*, Mückenschutz*.
- Wild Card: Wenn du länger in Südafrika bist oder mehrere Nationalparks besuchen willst, lohnt sich im Zweifel eine Wild Card.
- Timing beachten: Morgens und spätnachmittags sind die besten Zeiten für Tiersichtungen, plane deine Game Drives danach.
- Karte & GPS: Es gibt nicht immer eine Karte am Gate, notfalls vorher online recherchieren und eine Offline-Karte herunterladen.
Wann ist die beste Reisezeit für den Kruger Nationalpark?
Die gute Nachricht zuerst: Der Kruger Nationalpark ist grundsätzlich das ganze Jahr über zugänglich und bietet zu jeder Jahreszeit spannende Erlebnisse. Allerdings gibt es je nach deinen Erwartungen und Interessen einige Unterschiede.
Trockenzeit (Mai bis September)
Für Tierbeobachtungen ist diese Zeit perfekt: Denn durch wenig Regen ist die Vegetation weniger dicht, was die Sicht auf die Tiere um einiges erleichtert. Außerdem versammeln sich dann die Tiere häufiger an wenigen Wasserstellen. Die Temperaturen sind tagsüber angenehm, morgens und abends kann es aber kühl werden.
Regenzeit (Oktober bis April)
Die Landschaft ist zwar üppig grün, was für traumhafte Fotos sorgt. Allerdings sind die Tiere auch schwieriger zu entdecken, da sie sich leichter im dichten Busch verstecken können. Nachmittags kann es zu Gewittern kommen, die Straßen sind aber dennoch gut befahrbar. Ein Plus: Viele Jungtiere kommen in dieser Zeit zur Welt!
Wir selbst waren zur Regenzeit unterwegs. Auch wenn die Tiersichtungen schwieriger waren, haben wir die grüne Landschaft und die vielen Vögel sehr genossen. Wenn du gezielt auf die Big Five hoffst, empfehlen wir dir die Trockenzeit - gerade für Selbstfahrer sind dann die Chancen auf gute Sichtungen deutlich höher.
Fazit: Tolles Safari Erlebnis im Kruger Nationalpark
Wenn wir eins aus unserer Zeit im Kruger Nationalpark mitnehmen, dann, dass eine Safari als Selbstfahrer genau unser Ding ist. Klar, du brauchst etwas Geduld und musst die Augen offen halten, aber das macht das Abenteuer aus. Jeder Tag ist anders, jedes Tier eine Überraschung und wir können uns an ihnen kaum sattsehen – auch wenn es der 75. Elefant ist.
Was wir beim nächsten Mal anders machen würden? Länger bleiben und uns mehr Zeit lassen. Dennoch war die Safari im Kruger Nationalpark einer der absoluten Höhepunkte unserer Südafrika Reise und wir können es kaum erwarten irgendwann zurückzukehren.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Kruger Nationalpark
Kann ich alleine durch den Krüger Nationalpark fahren?
Wie gefährlich ist der Krüger Nationalpark?
Grundsätzlich ist der Park sicher, wenn du dich an die Regeln hältst: Nicht aussteigen (außer an ausgewiesenen Stellen), Fenster bei Raubtier-Sichtungen geschlossen halten und nachts nicht fahren. In den Camps gibt es klare Verhaltensregeln und ausreichend Infrastruktur. Wir haben uns immer sicher gefühlt, auch wenn du natürlich Respekt vor der Wildnis haben solltest.
Wann ist die beste Reisezeit für Krüger Nationalpark?
Für Tierbeobachtungen ist die Trockenzeit von Mai bis September ideal. Die Vegetation ist nicht so dicht, die Tiere sammeln sich an den Wasserstellen und sind leichter zu entdecken. In der Regenzeit von Oktober bis April ist die Landschaft zwar üppig grün, aber die Tiere sind schwerer zu sehen. Zudem kann es nachmittags zu Gewittern kommen.
Wie lange sollte ich im Krüger Nationalpark bleiben?
Wir empfehlen mindestens zwei volle Tage im Park einzuplanen, besser drei oder mehr – je nachdem, wie viele Tiere du sehen möchtest und wie entspannt du unterwegs sein willst. Der Park ist riesig, und selbst an einem Tag kannst du nur einen Teil erkunden. Lieber einen Tag mehr einplanen, als hinterher enttäuscht sein, dass du zu wenig Zeit hattest.
Wie viel kostet eine Safari im Krüger Nationalpark?
Der Eintritt liegt aktuell bei etwa R 535 (ca. 26 €) pro Tag und Person. Dazu kommen Kosten für Unterkunft*, Mietwagen*, Sprit und gegebenenfalls für geführte Touren*. Für eine Nacht in einer Lodge außerhalb des Parks kannst du ab ca. 50 € rechnen, innerhalb des Parks je nach Standard ab ca. 60 bis 150 €. Wenn du länger bleibst, solltest du prüfen, ob sich die Wild Card für dich lohnt.
Wann ist Malariazeit im Krüger Nationalpark?
Malaria kann das ganze Jahr über vorkommen, allerdings steigt das Risiko in der Regenzeit (Oktober bis April) an. Vor allem in den nördlichen Gebieten ist die Gefahr größer. Mückenschutz (lange Kleidung, Repellent) ist wichtig, gegebenenfalls kannst du auch eine Malariaprophylaxe mit deinem Arzt besprechen.
Welcher ist der heißeste Monat im Krüger-Nationalpark?
Der heißeste Monat ist in der Regel der Januar, mit Temperaturen von bis zu 35 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit. Aber auch der Februar kann sehr heiß werden. Achte darauf, ausreichend Wasser zu trinken und möglichst früh morgens oder spätnachmittags auf Safari zu gehen.

