// Zuletzt aktualisiert April 21, 2026
Wir waren schon so oft am Boulders Beach: zum ersten Mal als klassische Kapstadt-Touristen, zuletzt im Dezember 2023 nach drei Monaten Südafrika. Im Oktober 2026 kommen wir wieder, diesmal zeigen wir einem Freund diesen Fleck. Was uns immer wieder zieht: Pinguine, die zwischen Büschen herwatscheln, sich unter Autos auf dem Parkplatz verstecken und vom Granitfelsen ins Wasser springen. Wer kann schon zu diesen kleinen süßen Pinguinen an einem weißen Sandstrand nein sagen?!
Die Wunderwelt der Pinguin Kolonie am Boulders Beach
Denkst du bei Pinguinen auch oft an eiskalte Landschaften? Am Boulders Beach in Kapstadt erwartet dich eine ganz andere Kulisse: weiße Sandstrände, türkisfarbenes Wasser und mittendrin – eine Kolonie Afrikanischer Pinguine, auch Brillenpinguine genannt.
Mit ihrem charakteristischen schwarz-weißen Gefieder passen sie sich perfekt an ihre Umgebung an: von oben kaum sichtbar im dunklen Wasser, von unten getarnt gegen Raubtiere. Die kleinen Schwimmer erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 7 km/h und können bis zu zwei Minuten tauchen. Doch so süß sie auch aussehen, sie sind stark gefährdet: Überfischung, Umweltverschmutzung, das Abschürfen von Guano und das Sammeln von Eiern haben ihren Bestand in der Vergangenheit massiv dezimiert. Derzeit leben noch ca. 2.000 bis 3.000 von ihnen am Boulders Beach.
Guano: Vogelmist - früher ein begehrter Rohstoff, weil er als hochwertiger Dünger galt. Für die Pinguine am Boulders Beach war das leider alles andere als ein Segen: Das systematische Abtragen von Guano hat ihnen wichtige Nistplätze genommen, denn sie graben ihre Nester bevorzugt in den nährstoffreichen Boden. Heute steht die Kolonie unter Schutz – und der Guano bleibt, wo er hingehört: bei den Pinguinen.
Heute bietet der Boulders Beach eine der letzten sicheren Brutstätten. Die Paarung beginnt im Januar, die Brutzeit dauert von März bis August. Besonders süß: gegen Ende der Saison kannst du die flauschigen Pinguin-Küken beobachten, wie sie von ihren Eltern versorgt werden.

Warum sind Pinguine überhaupt am Boulders Beach?
Die Pinguine haben sich in den 1980er Jahren am Boulders Beach angesiedelt. Die geschützten Buchten, das ruhige Wasser und das reiche Nahrungsangebot vor der Küste von Simon’s Town machen den Spot ideal für die Tiere. Zum Glück ist der Strand heute Teil des Tafelberg Nationalparks, was unseren kleinen Freunden zusätzlichen Schutz bietet! Und genau deshalb ist der Boulders Beach einer der wenigen Orte weltweit, wo du die Afrikanischen Pinguine aus nächster Nähe und trotzdem mit genug Abstand beobachten kannst.

Reiseplanung & Tipps: wie & wann am besten herkommen
Auch wenn der Boulders Beach mitten in einem Wohngebiet liegt, leben die Pinguine hier in einem geschützten Bereich, der Teil des Tafelberg Nationalparks ist. Auf der einen Seite schützt sie die False Bay, auf der anderen Seite sorgen dichte Büsche und Granitfelsen dafür, dass sie sich sicher und ungestört bewegen können. Damit dein Besuch nicht nur entspannt, sondern auch nachhaltig in Erinnerung bleibt, haben wir dir hier die wichtigsten Informationen rund um Eintritt, Anreise und Aktivitäten vor Ort zusammengestellt.


Tipps für die Anreise und zum Parken
Wenn du mit deinem Mietwagen anreist, fährst du ca. 45 Minuten über die M4 von Kapstadt Zentrum nach Simon’s Town. Von dort ist der Boulders Beach gut ausgeschildert. Direkt am Parkeingang beim Visitor Center findest du einen offiziellen Parkplatz (s. blaues P auf unserer u.s. Map). Alternativ gibt es auf der anderen Seite beim Middle Beach (s. grünes P auf der Map) ebenfalls einen Parkplatz. Gerade in der Hauptsaison sind beide Parkplätze schnell voll. Dann bleibt dir meist nur, in Simon’s Town zu parken und ca. 10 bus 15 Minuten zu Fuß zum Eingang zu laufen oder entlang der Straße einen Platz zu suchen. Achte hier unbedingt auf Parkschilder!
Unser Tipp: Parke am Middle Beach - denn von hier musst du zum Haupteingang rüberlaufen und begegnest dabei schon Pinguinen!
Wann du am besten herkommst
Wir waren im Dezember dort: beste Jahreszeit, falsche Uhrzeit – kurz nach Mittag. Am Eingang ging es überraschend schnell – kein Wunder, denn die meisten Besucher waren längst drin. Die Stege waren entsprechend überlaufen, die Sonne hat ordentlich gebrannt und die Pinguine? Größenteils versteckt im Busch oder im Wasser zum Abkühlen. Also zur Mittagszeit brauchst du gar nicht aufschlagen. Am besten kommst du früh morgens oder relativ spät, kurz vor Schließung, um den Ansturm an Schaulustigen zu umgehen und die Mittagssonne zu meiden.
Was viele nicht wissen: Die Öffnungszeiten gelten nur für die Aussichtsplattformen und den Strandabschnitt. Der Weg drumherum ist jederzeit begehbar. Deswegen empfehlen wir auch immer mindestens 1 bis 2 Stunden einzuplanen, um die Kolonie in Ruhe und nicht nur von der Aussichtsplattform zu beobachten. Natürlich kannst du auch einen ganzen Strandtag draus machen – mit Baden, Beobachten, einer Portion Sand zwischen den Zehen und abkühlen im frischen Meer.
Übrigens: Die Pinguine sind das ganze Jahr am Boulders Beach. Während der Brutzeit von März bis August halten sie sich allerdings häufiger im Wasser auf. Wenn du also besonders viele Tiere an Land erleben willst, sind die Sommermonate von Oktober bis März besser.
Kosten: Was du zahlst
Für den Zugang zu den Aussichtsplattformen sowie dem Strandabschnitt am Boulders Beach musst du Eintritt zahlen. Wenn du die Wild Card hast, ist der Eintritt inkludiert – für alle anderen gilt: 245 ZAR (ca. 13 €) für Erwachsene und 120 ZAR (ca. 5 €) pro Kind (2 – 11 Jahre) [Stand 2026]. Die Tickets kannst du direkt am Parkeingang kaufen!
Auch wenn du nur an den Strandabschnitt willst (gar nicht mal zu den Aussichtsplattformen), musst du Eintritt zahlen – die Tickets gelten dann aber für den gesamten geschützten Bereich.
Wenn du dich fragst, ob du die Pinguine auch ohne Eintritt sehen kannst: Ja, unter anderem entlang der Promenade von Simon’s Town. Dort laufen die Tiere gelegentlich frei herum, allerdings ist das eher Glückssache und nicht mit dem Erlebnis im Park vergleichbar. Eine viel bessere Alternative ist, am Middle Beach zu parken, den Steg zum Haupteingang entlanglaufen und die Pinguine hinter dem Zaun beobachten!

Was kannst du noch so machen?
Natürlich dreht sich alles hauptsächlich um die Brillenpinguine – der Klassiker ist natürlich der Aussichtspunkt. Aber was uns beim ersten Mal positiv überrascht hat: Die ersten Pinguine siehst du nicht erst dort. Einer saß beim letzten Besuch einfach unter einem geparkten Auto, völlig unbeeindruckt vom ganzen Trubel um ihn herum. Unser eigentliches Highlight ist der Spaziergang über die Holzstege.
Wenn du magst, kannst du am angrenzenden Strandabschnitt Middle Beach einen Strandtag einlegen. Er ist durch die markanten Granitfelsen windgeschützt, bietet eine erfrischende Abkühlung (wie eigentlich immer in Südafrika) und mit etwas Glück kannst du mit Pinguinen plantschen.
Nimm dir Zeit und hetz nicht über die Stege!
Tipps & Tricks für deinen Besuch am Boulders Beach
Wir waren ehrlich gesagt etwas überrascht, wie voll (und teuer) der Boulders Beach sein kann. Du musst selber entscheiden, was du bereit bist auszugeben – hier ein paar Tipps, die deinen Geldbeutel schonen:


Fazit: Wie wir den Boulders Beach fanden
Wir können den Hype um den Boulders Beach definitiv nachvollziehen. Es ist ein Erlebnis, das die Schönheit der Natur in voller Pracht zeigt! Diese Kombination aus atemberaubender Küstenlandschaft, weißem Sandstrand und der Gelegenheit, die Brillenpinguine in ihrer natürlichen Umgebung zu erleben, ist schon nicht alltäglich. Ob wir nochmal wiederkommen würden? 13 € zu zahlen für vielleicht 30 Minuten Pinguine gucken und fotografieren ist schon happig. Insbesondere weil es wirklich super voll werden kann. Gerade dann verweilt man nicht sonderlich lange vorne am Steg mit uneingeschränkten Blick auf den Strand und die Pinguine.
Wahrscheinlich werden wir das nächste Mal nur den Wallis Walk entlang spazieren und an den Strand gehen. Dann kann man aus dem Nur-Pinguin-beobachten einen ganzen Strandtag gestalten inkl. Besuch unserer kleinen gefiederten Freunde. Außer wir holen uns wieder die Wild Card, dann nehmen wir den Boulders Beach, natürlich wieder mit.
Auf einen Blick: Boulders Beach
Öffnungszeiten: 7.00/8.00 - 17.00/19.30 (je nach Jahreszeit)
Kosten: 245 ZAR (ca. 13 €) für Erwachsene und 120 ZAR (ca. 5 €) pro Kind (2 - 11 Jahre) [Stand 2026]
Wie lange? mindestens 1 bis 2 Stunden
FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Boulders Beach in Kapstadt
Kann ich am Boulders Beach baden?
Ja, am Middle Beach ist Baden möglich: das Wasser ist erstaunlich klar und durch die großen Granitfelsen sind die Buchten auch ruhig – ideal für einen Strandtag. Kühl ist es allerdings fast immer, das Atlantikwasser macht da keine Ausnahmen. Trotzdem gilt: Pinguinen ihren Raum lassen.
Wann ist die beste Uhrzeit für Pinguine am Boulders Beach?
Am besten kommst du früh morgens direkt nach Öffnung oder am späten Nachmittag, wenn es ruhiger wird. Mittags ist es oft voll und heiß – die Pinguine verstecken sich gerne im Schatten.
Wie viel Zeit für Boulders Beach?
1 bis 2 Stunden reichen für die Stege und die Aussichtsplattformen. Wer den Middle Beach dazunimmt und einen Strandtag draus macht, kann auch einen halben Tag bleiben.
Wann ist die beste Jahreszeit für Pinguine in Kapstadt?
Pinguine leben ganzjährig am Boulders Beach. Am aktivsten und fotogensten sind sie meist in den südafrikanischen Sommermonaten (Oktober bis März). Außerhalb der Brutzeit halten sie sich oft mehr im Wasser auf.
Wie viele Pinguine gibt es am Boulders Beach?
Was kostet der Eintritt am Boulders Beach?
Der Eintritt kostet aktuell 245 ZAR (ca. 13 €) für Erwachsene und 120 ZAR (ca. 5 €) pro Kind (2 – 11 Jahre) [Stand 2026]. Tipp: Mit der Wild Card ist der Eintritt inkulidert.
Lohnt sich ein Ausflug zum Boulders Beach?
Ja, vor allem, wenn du sowieso auf der Cape Peninsula unterwegs bist, Cape Point, Simon’s Town, Garden Route, dann unbedingt. Als reinen Tagesausflug aus dem City Center für 13 € Eintritt plus Anfahrt? Das musst du selbst entscheiden.

