// Zuletzt aktualisiert April 1, 2026
Der erste Eindruck von Hanoi kam für uns etwas verspätet. Nach einem langen Flug aus Japan kamen wir mitten in der Nacht an und hatten eine abenteuerliche Taxifahrt mit einem Fahrer, der ununterbrochen an zwei Handys hing (entweder zum Spielen oder Nachrichten schreiben). Zum Glück waren die Straßen in Hanoi um diese Uhrzeit fast leer. Übermüdet und genervt mussten wir dann noch mit unseren zwei Koffern und Rücksäcken durch schmale Gassen bis zur Unterkunft, weil dort schlicht kein Auto mehr durchpasste. Als wir schließlich unsere Unterkunft aufgeschlossen haben, war da nicht dieses typische wir-sind-an-einem-neuen-Ort-angekommen-Gefühl, sondern nur ein „Zahnbürsten auspacken und ab ins Bett“.
Das Abenteuer Hanoi ging dann richtig am nächsten Morgen los und ganz typisch vietnamesisch: Nachbarn, die sich in der Gasse unter uns angeschrien haben. In Vietnam wissen wir nie so recht, ob es ein freundliches Miteinander ist oder ob gestritten wird. Dahingegen ganz untypisch war für uns das Klima, es war deutlich frischer als erwartet – ich hatte tatsächlich meinen dicksten Pullover an. Sicher, wir hätten uns besser informieren können, aber wir dachten „Ja, der Norder ist kälter, aber bestimmt noch richtig angenehm für uns Europäer“. Damit es dir nicht auch so ergeht, haben wir dir alle klassischen Informationen in diesem Guide zusammengestellt.
Aber weil wir insgesamt einen Monat vor Ort waren und genug Zeit hatten, Hanoi nicht nur als Stopover zu erleben, sondern als echten Alltag, geben wir dir ein Gefühl mit, wie sich Vietnams Hauptstadt für uns angefühlt hat – mit all den guten Seiten, kleinen Downern, Tipps und ein Dingen, die wir rückblickend genauso oder anders machen würden.

- Wo liegt Hanoi?
- Wann ist die beste Reisezeit für Hanoi?
- Anreise nach Hanoi
- Wo soll ich in Hanoi übernachten?
- Fortbewegung in Hanoi: Wie du von A nach B kommst
- Wie viel Zeit solltest du für Hanoi einplanen?
- Sehenswürdigkeiten in Hanoi
- Essen in Hanoi: Was du probieren solltest
- Kosten und Geld: Wie teuer ist Hanoi?
- Praktische Reisetipps für Hanoi
- Unser Fazit zu Hanoi
- FAQ zu Hanoi
Wo liegt Hanoi?
Hanoi liegt im Norden Vietnams und ist die Hauptstadt des Landes. Für viele ist die Stadt der praktische Startpunkt für eine Reise durch Nordvietnam – also für Orte wie die Halong Bay, Sapa oder Ninh Binh. Für uns ist Hanoi weniger eine Ansammlung an klassischen Sehenswürdigkeiten als vielmehr die Mischung aus Alltag, Essen, Verkehr, kleinen Cafés und Seen. Dabei wirkt es nicht so reizüberflutend wie andere asiatische Großstädte, eher low-key. Gerade das fanden wir überraschend angenehm.
Wann ist die beste Reisezeit für Hanoi?
Wir waren im November in Hanoi, ohne vorher groß um die perfekte Reisezeit herumzuplanen. Im Nachhinein würden wir sagen: vollkommen okay. Teilweise sogar ziemlich angenehm. Morgens und abends war es stellenweise frisch bis kalt, tagsüber konnte es dann wieder deutlich wärmer werden mit hoher Luftfeuchtigkeit. Dazu kamen vereinzelte Regentage bzw. kurzzeitige Phasen mit leichten Schauern. Was wir aber nicht übersehen konnten: Smog. Für uns war das noch im erträglichen Rahmen, aber er war deutlich sichtbar.

Unsere Meinung: Du musst für Hanoi nicht zwanghaft die absolute Bilderbuchsaison erwischen. Die Stadt lebt ohnehin mehr von ihrer Atmosphäre als von perfektem Wetter. Wenn es morgens etwas frisch ist oder mittags mal regnet, dann geht das schneller vorbei als du schauen kannst.
Damit du aber nicht nur unseren November-Schnappschuss hast, hier ein kurzer Check, was dich in den restlichen Monaten in Hanoi erwartet. Denn die Stadt hat, anders als der tropische Süden, tatsächlich vier spürbare Jahreszeiten:
Anreise nach Hanoi
International kommst du in der Regel über den Flughafen Noi Bai in Hanoi an. Da dieser recht weit außerhalb liegt, musst du noch ca. eine Stunde (je nach Lage deiner Unterkunft* und Verkehr) reinfahren. Wir hatten für die Hinfahrt ein Flughafentaxi bei Booking* vorbestellt, was grundsätzlich für uns immer bequemer ist. Ein Fahrer wartet so lange auf uns, bis wir ankommen und wir müssen uns nicht mit überteuerten Preisen oder penetranten Fahrern rumschlagen. Diesmal hatten wir durch unseren Fahrer leider keine gute Erfahrung – würden aber immer wieder ein Taxi vorab buchen. Für die Rückfahrt haben wir Grab genutzt. Es ist deutlich günstiger und vorab bestellen ist problemlos möglich.
Unser vorab gebuchtes Taxi hat uns rund 13 € gekostet. Zurück mit Grab lagen wir bei etwa 9 €.
Grab oder ähnliche lokale Transport-Apps bei der Ankunft zu nutzen, vermeiden wir inzwischen, auch wenn es günstiger ist. Beim Vorbestellen, warten sie nicht bis du durch die Immigration bist und deinen Koffer bekommst. Dann wird deine Fahrt einfach storniert. Und wenn du vor Ort ein Grab bestellen willst, kann es sein, dass du ewig warten musst - wenn der Anbieter überhaupt am Flughafen gestattet ist. Besonders nach langen Flügen wollen wir sowas vermeiden und mögen es bequem.

Wo soll ich in Hanoi übernachten?
Die besten Stadtviertel in Hanoi
Die Wahl des richtigen Viertels macht in Hanoi wirklich einen Unterschied – stimmungstechnisch und wie anstrengend oder entspannt sich dein Aufenthalt anfühlt.
Wir haben in Tay Ho auf einer kleinen Halbinsel gewohnt, weil wir einen Monat vor Ort waren und deshalb bewusst nicht mitten im klassischen Touristenkern sitzen wollten. Für längere Aufenthalte finden wir das grundsätzlich gut. Ruhiger, angenehmer, etwas mehr Alltag, direkt am See mit Restaurants, Cafés und kleinen Läden. Aber auch hier ist es wichtig, wo du wohnst – wenn du nicht mobil bist. Wir würden beim nächsten Mal am ehesten nach Quang An ziehen. Dort spielt sich das (Langzeit-Ausländer) Leben ab.

Für einen ersten Besuch oder einen kurzen Trip würden wir aber ins Old Quarter oder je nach Vorliebe auch ins French Quarter gehen. Du bist näher an den bekannten Sehenswürdigkeiten, kannst vieles einfacher zu Fuß erreichen und bist direkt mittendrin. Der Nachteil ist klar: lauter, voller, chaotischer und touristischer. Aber für ein paar Tage genau richtig – du willst schließlich deine Zeit nicht mit der Anfahrt vertrödeln.
Longterm: Tay Ho, vor allem Quang An - entspannter, viele Cafés und Restaurants, gute Sonnenuntergänge am See, aber auch mehr Expats und etwas weiter weg vom klassischen Sightseeing.
Kurztips: Old Quarter oder French Quarter - zentraler, praktischer, lebendiger, aber eben auch deutlich voller und teurer.



Unterkünfte in Hanoi
Fehler, den wir nicht wieder machen und worauf wir bei der nächsten Unterkunftssuche in Hanoi achten werden – insbesondere für längere Aufenthalte: Licht. Die Bauweise ist speziell. Viele Häuser stehen dicht an dicht in Blocks, getrennt durch schmale Gassen, durch die teilweise nur Roller passen. Das kann dazu führen, dass dein Ausblick das Wohnzimmer vom Nachbarn ist anstatt auf den West Lake. Wir hatten ein schönes, modern eingerichtetes Apartment, aber das Sonnenlicht haben wir mit der Zeit schon vermisst. Für ein paar Tage und Wochen okay, aber länger hätten wir es nicht ausgehalten.
Wenn du nur ein paar Tage vor Ort bist, dann reicht ein klassisches Hotel allemal aus. Aber auch hier würden wir darauf achten, dass es etwas ruhiger liegt. Aus Ho-Chi-Minh wissen wir nur zu gut, dass die Bauqualität und somit die Dämmung zu wünschen übrig lässt. Und im Urlaub möchtest du wahrscheinlich nicht in um 7 Uhr durch Verkehr, Alltagslärm und Herumgeschreie unsanft geweckt werden.
Hier ein paar Optionen für jeden Geldbeutel:
Fortbewegung in Hanoi: Wie du von A nach B kommst
Der Verkehr in Hanoi ist chaotisch. Jeder fährt, wie er will. Roller schieben sich durch jede Lücke, Autos kommen dazu und dazwischen Fußgänger. Wenn du zum ersten Mal in Vietnam bist, wirst du dich am Anfang wahrscheinlich kurz fragen, wie du überhaupt die Straße überqueren kannst. Ja, es wirkt wie eine Mutprobe, aber es ist weniger schlimm als es aussieht. Wir kannten Vietnam vorher schon, deshalb hat uns das nicht komplett kalt erwischt. In Vietnam funktioniert es aber überall gleich : Du musst dich in den Flow einfügen. Warten, bis komplett frei ist, kann lange dauern. Stattdessen gehst du langsam und ohne hektische Richtungswechsel, dabei schaust du in Richtung des Verkehrs. Klingt abenteuerlich, funktioniert aber erstaunlich gut.
Dennoch, Hanoi ist keine fußgängerfreundliche Stadt. Rund um die Sehenswürdigkeiten und in der Altstadt ist es okay, weil nunmal viele Touristen unterwegs sind. Trotzdem ist gutes Spazierengehen eingeschränkt möglich, weil Gehwege in Vietnam nicht dafür gebaut wurden, sondern als Parkplatz, Sitzplätze für Restaurants oder Badminton-Plätze gedacht sind – if you know you know.



Wenn du nicht selbst Roller oder Auto fahren willst, was wir in so einem Verkehr absolut nachvollziehen können, bist du mit Grab oder Xanh SM gut aufgestellt. Es ist günstig und unkompliziert. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es zwar auch, aber für uns haben Apps und kurze Fahrten deutlich besser funktioniert. Gerade wenn du nur ein paar Tage in Hanoi bist, musst du dein Leben nicht verkomplizieren indem du Fahrpläne recherchierst und mit Händen und Füßen versuchst den richtigen Bus zu erwischen.
Wie viel Zeit solltest du für Hanoi einplanen?
Die klassischen Sehenswürdigkeiten in Hanoi kannst du theoretisch an einem Tagen abklappern. Unsere persönliche Präferenz ist das nicht, denn wir sind lieber gemütlich unterwegs. Auch weil wir Umwege gehen, einfach durch belanglose Gassen bummeln, ständig stehen bleiben um Fotos zu schießen oder uns spontan in ein Café sitzen – bei 30° Grad und 80% Luftfeuchtigkeit wird Sightseeing echt anstrengend. Was du nicht unterschätzen solltest: Wege innerhalb der Stadt. Vieles wirkt auf Maps nah beieinander. In der Realität kosten dich Straßenüberquerungen, Verkehr und kleine Verzögerungen deutlich mehr Zeit als gedacht.
Deswegen würden wir 2 bis 3 Tage für Hanoi einplanen. Dann ist alles deutlich entspannter und vielleicht findest du dann abseits des Mainstreams dein Hidden Gem. Aber jeder wie er mag!
Wenn du zusätzlich noch Ausflüge wie die Halong Bay einplanst, kann Hanoi auch gut für ungefähr eine Woche deine Base sein. Gerade für den Norden Vietnams macht das Sinn.
Route: Wie wir Hanoi an einem Tag erkunden würden
Wenn wir nur wenig Zeit hätten, würden wir den Tag in Hanoi ungefähr so gestalten. Prämisse: Wir starten im Old Quarter:
Sehenswürdigkeiten in Hanoi
Wenn du Hanoi zum ersten Mal besuchst, gehören für uns das Old Quarter, der Literaturtempel, die Train Street und die Zitadelle Thăng Long auf die Bucket-Liste. Wenn du ein paar Tage mehr hast, kannst du von hier auch einige der bekanntesten Ziele im Norden ansteuern: Halong Bay, Ninh Binh, Sapa, Ha Giang Loop. Wenn du ausführliche Infos zu den einzelnen Highlights, Klassikern oder auch Downern haben willst, schau doch mal hier rein:
Essen in Hanoi: Was du probieren solltest
Die Foodszene in Hanoi ist riesig: Von klassischem vietnamesischen Streetfood bis zu internationalen Restaurants und Michelin-Adressen ist alles dabei. Und genau das fanden wir ziemlich stark. Was in Vietnam generell oft unterschätzt wird: internationale Restaurants. Auch in Hanoi bekommst du in den „richtigen“ Restaurants einen richtig guten Standard für vergleichsweise kleines Geld. Ob es hier günstiger ist als Ho-Chi-Minh-City oder Da Nang? Können wir so nicht bestätigen. Vielleicht minimal in einzelnen Bereichen, aber insgesamt bewegt sich das für uns in einem ähnlichen Rahmen. Preislich geht es bei vielen einfachen Gerichten ab ungefähr 2 € los, nach oben natürlich offen – je nachdem, ob du im kleinen Local Spot sitzt oder in einem schicken Restaurant landest.
Typische lokale Gerichte
Das Essen war nicht nur lecker, sondern auch nochmal anders als das, was wir bisher aus Ho-Chi-Minh-City (Süden) oder Da Nang (Zentral) kannten. Regional merkt man die Unterschiede in Vietnam deutlich. Gerichte wie Bun Cha oder Banh Cuon kannten wir nämlich bis dato nicht. Gleichzeitig haben wir Dinge, die wir in anderen Teilen Vietnams richtig gefeiert haben (zum Beispiel Com Tam) dort entweder kaum oder nicht in derselben Qualität gefunden.



Was wir ehrlich sagen müssen: Beim Streetfood haben wir uns in Hanoi nicht immer komplett wohlgefühlt. Die Auswahl und Anzahl an neuen Gerichten hat uns überfordert – vieles war für uns nicht direkt verständlich und auch Online-Recherchen konnten uns nicht wirklich weiterhelfen. Genau deshalb raten wir zu einer Foodtour – besonders, wenn du tiefer eintauchen willst, ohne planlos irgendwas zu bestellen.
Auch wenn einige Streetfood-Stände mit Michelin Auszeichnungen mehr gehyped werden, als andere Lokale - aus unserer Sicht ist das nicht mal notwendig. Klar, hier und da werden sie vielleicht einen Tacken besser sein, aber oftmals kriegst bei denen "normalen" ähnlich gutes Essen - nur ohne die ganzen touristischen Menschenmassen.
Egg-Coffee ist Geschmackssache
Was noch zu Hanoi gehört ist der Egg Coffee. Ist so gar nicht unser Ding, auch wenn das fast schon als kleine kulinarische Sünde zählt. Probier ihn unbedingt selbst, wenn du offen dafür bist. Unser persönlicher Favorit in Vietnam bleibt der Salted Coffee.
Ein kleiner overrated Punkt aus unserer Sicht: The Note Coffee. Dieses gehypte Café, wo man kleine Zettel an den Wänden hinterlassen ist nett, klar. Aber wir würden dort nicht extra Zeit einplanen, um unbedingt dorthin zu gehen. Dafür gibt es in Hanoi genug andere Cafés, die weniger überlaufen sind, schöner ausschauen und besseren Kaffee anbieten. Und noch ein ehrlicher Nebensatz: Kaffee in Hanoi war für uns nicht automatisch überall großartig. Bei der Vielzahl an Lokalen schwierig immer gute Qualitäts-Bohnen zu bekommen.
Kosten und Geld: Wie teuer ist Hanoi?
Hanoi ist insgesamt relativ günstig. Aber auch hier würden wir die Erwartung etwas erden: Es ist nicht plötzlich eine komplett andere Preiswelt als im restlichen Vietnam. Vielleicht war es ein bisschen günstiger, aber nicht so deutlich, dass wir sagen würden: wow, riesiger Unterschied. Wir reisen Mid-Budget und haben im Schnitt pro Person pro Tag ca. 40 € ausgegeben
- Beim Essen kannst du sehr günstig unterwegs sein, wenn du lokal und einfach isst. Nach oben ist natürlich alles offen, je nachdem, ob du internationale Küche, schönere Restaurants oder besondere Cafés mitnimmst.
- Unterkünfte* fanden wir jetzt nicht teurer oder günstiger als woanders im Land.
- Beim Transport gilt wie in ganz Vietnam: sehr günstig

Bargeld vs. Kreditkarte in Hanoi
In Hanoi brauchst du definitiv Bargeld. Vieles funktioniert nur cash – vor allem beim Streetfood. In moderneren Cafés, Restaurants oder Unterkünften kannst du aber mit Karte zahlen. Beachte, dass bei ausländischen Kreditkarten nicht selten eine Gebühr von ungefähr 3 bis 5 % obendrauf kommt (zusätzlich zu den klassischen Währungsgebühren). American Express ist außerdem nicht besonders weit verbreitet.
ATM Gebühren: Beim Geldabheben hatten wir bei der MB Bank etwa 5 € Gebühren. Das war insofern interessant, weil wir bei derselben Bank in Ho-Chi-Minh-City keine Gebühren gezahlt hatten. Auch hier also: nicht davon ausgehen, dass überall dieselben Konditionen gelten.
Praktische Reisetipps für Hanoi
SIM-Karte in Hanoi
Wenn du länger in Vietnam unterwegs bist oder einfach günstig online sein willst, würden wir in Hanoi eine lokale SIM-Karte empfehlen und keine eSIM. Für uns war Viettel die naheliegendste Wahl und grundsätzlich am günstigsten. Was uns aber aufgefallen ist: Wir hatten unsere SIM schon in Ho-Chi-Minh-City gekauft und konnten sie in Hanoi zwar problemlos zu denselben Konditionen wieder aufladen. Gleichzeitig wurden neuen Kunden im Shop aber nicht alle Pakete gezeigt, die es aber offensichtlich gibt. Das wirkte auf uns schon ein bisschen wie eine kleine Touristen-Abzocke.
Unser Tipp: Wenn möglich, informiere dich vorher grob über Tarife oder geh nicht direkt vom ersten angebotenen Paket aus. Und wenn du schon eine vietnamesische SIM hast, frag konkret nach dem gewünschten Tarif. Wir hatten 5G Netz 6GB pro Tag für 30 Tage 135k VDN (+ Karte 50K VDN) - also ca. 6 € für alles.
Shopping & Wellness
Wenn du gern ein bisschen durch Läden stöberst, sind uns in Hanoi vor allem Vintage Shops in Tay Ho aufgefallen. In Malls waren wir nicht und ist hier nicht allzu verbreitet.
Bei Services wie Massagen, Spas oder Nagelstudios ist Hanoi aus unserer Sicht etwas anders als Ho-Chi-Minh-City. Auswahl gibt es genug, aber wir fanden es aufwendiger, wirklich gute Spots zu finden. Hanoi wirkt in solchen Dingen etwas altmodischer, ruhiger und laid back.
Wie sicher ist Hanoi?
Wir haben Hanoi zu jeder Tageszeit als sicher empfunden. Es gab keine Situation, in der wir uns ernsthaft unwohl gefühlt hätten. Der größte Stressfaktor war für uns ehrlich gesagt nicht Kriminalität, sondern ganz banal der Verkehr und das Laufen entlang oder über Straßen.

Kulturelle Do’s & Don’ts
Vietnam war für uns insgesamt eher entspannt, auch in Hanoi. Wir hatten keine richtige Fettnäpfchen-Situation. Das liegt vielleicht auch daran, dass wir uns grundsätzlich versuchen anzupassen und nicht überall mit der Tür ins Haus fallen. Wenn wir dir einen einfachen Rat geben müssten, dann diesen: Beobachte erstmal kurz, wie Dinge vor Ort laufen. Gerade beim Essen, im Alltag oder in ruhigeren Gegenden fährt man damit meistens gut. Hanoi ist keine Stadt, in der du das Gefühl haben musst, ständig irgendetwas falsch zu machen. Ein bisschen Respekt und Aufmerksamkeit reichen oft schon.
Unser Fazit zu Hanoi
Hanoi ist für uns keine Stadt der großen Wow-Momente. Nicht dieses Ziel, bei dem wir nach Ankunft sofort dachten: Wir sind verliebt. Hier wollen wir bleiben, lass uns herziehen. Dafür war der Kontrast zu unserem vorherigen Reiseland Japan zu hart. Hanoi ist lauter, dreckiger, chaotischer, geruchsintensiver und stellenweise auch einfach zu anstrengend. Aber was wir mochten, war dieses fast unaufgeregte Gefühl für eine asiatische Hauptstadt. Weniger imposant, weniger bling bling, weniger Überforderung. Gleichzeitig immer noch klar Vietnam: chaotischer Verkehr, starke Esskultur, enge Gassen und laute Nachbarn.
Würden wir nochmal nach Hanoi zurückkehren? Ja. Vor allem, um die Stadt als Basis für Nordvietnam zu nutzen und beim nächsten Mal mehr Ausflüge mitzunehmen, zum Beispiel Richtung Sapa. Hanoi selbst würden wir dabei wahrscheinlich wieder etwas ruhiger angehen, mit mehr Alltag und weniger dem Anspruch, aus jedem Tag ein Sightseeing-Programm zu machen.
FAQ zu Hanoi
Was muss man in Hanoi gemacht haben?
Für einen ersten Besuch gehören das Old Quarter, der Literaturtempel und je nach Interesse auch die Train Street zu den Klassikern. Dazu würden wir auf jeden Fall Essen und Café-Kultur mitnehmen, weil Hanoi genau darüber viel von seinem Charakter zeigt.
Was kostet ein Essen in Hanoi?
Einfache lokale Gerichte bekommst du oft ab etwa 2 €. In Restaurants oder internationalen Spots zahlst du natürlich mehr. Insgesamt fanden wir Hanoi günstig, aber nicht deutlich billiger als andere größere Städte in Vietnam.
Wie viele Tage sollte man für Hanoi einplanen?
Wir empfehlen 2 bis 3 Tage für die Stadt selbst. Wenn du Hanoi als Ausgangspunkt für Ausflüge wie die Halong Bay nutzen willst, kannst du auch gut eine Woche dort bleiben.
Wie komme ich vom Flughafen in die Stadt?
Am einfachsten per Taxi oder Grab. Unsere vorgebuchte Taxifahrt hat ca. 13 € gekostet, die Rückfahrt mit Grab etwa 9 €.
Wo sollte man in Hanoi übernachten?
Für einen kurzen ersten Aufenthalt eher im Old Quarter oder French Quarter. Für längere Aufenthalte fanden wir Tay Ho, besonders Quang An, angenehmer. Wichtig bei Longterm-Unterkünften: auf Licht und die direkte Umgebung achten.
Ist Hanoi sicher?
Unser Eindruck war klar positiv. Wir haben uns in Hanoi zu jeder Tageszeit sicher gefühlt. Am anstrengendsten war eher der Verkehr als alles andere.
Was ist in Vietnam ein Tabu?
Vietnam haben wir insgesamt als recht entspannt erlebt. Grundsätzlich hilft es, respektvoll aufzutreten, Situationen kurz zu beobachten und sich etwas anzupassen. Mit gesundem Menschenverstand fährt man in Hanoi meist gut.

