Daisetsuzan: Route, Tipps & unsere Erfahrungen aus Hokkaido

// Zuletzt aktualisiert Februar 13, 2026

Daisetsuzan war für uns einer der Ort in Hokkaido, an dem sich unser Roadtrip wieder einmal gelohnt hat: die langen Fahrten, der Herbstroadtrip im Oktober. Unten standen wir noch im Nebel, oben am Asahidake warteten Sonne, Schwefeldampf und erste Schneefelder und ein Panorama, das wir wohl nie wieder vergessen werden.

Wenn du Daisetsuzan besuchen willst, solltest du wissen: Nicht alles, was rund um Asahikawa, Furano und Biei gehypt wird, lohnt sich gleich stark. Manche Spots sind echte Highlights, andere sind nach fünf Minuten erledigt. Genau das zeigen wir dir hier – inklusive Route, bester Reisezeit und unserer ehrlichen Einschätzung.

Wir waren zehn Tage in Asahikawa und haben Asahidake, Kurodake, Sounkyo, Furano und Biei selbst erlebt. In diesem Artikel erfährst du, was wir genauso wieder machen und was wir heute anders planen würden.

Daisetsuzan National Park: Japans wilde Bergwelt im Herzen von Hokkaido

Daisetsuzan ist eine dieser Regionen in Hokkaido, die auf der Karte erstmal riesig wirken, in der Planung aber erstaunlich simpel werden – wenn du weißt, wo du ansetzt. Statt „ein Nationalpark mit einem Eingang“ ist Daisetsuzan eher ein ganzes Bergmassiv mit mehreren Hotspots: Asahidake im Westen, Kurodake & Sounkyo im Norden und das Gebiet Richtung Tokachidake im Süden.

Was wir daran lieben? Du musst hier nicht jeden Tag eine neue Unterkunft suchen. Du kannst eine solide Base wählen, tagsüber in die Berge fahren und abends wieder in einer Stadt mit Restaurants, Cafés und Supermärkten landen. Gerade auf einem Roadtrip ist das extrem entspannend.

 Unsere Base: Wir haben Asahikawa als Base gewählt und von dort Tagesausflüge in den Daisetsuzan National Park gemacht. Wieso wir uns für Asahikawa entschieden haben erklären wir dir gleich noch genauer.

Daisetsuzan lohnt sich besonders, wenn du in Hokkaido nicht nur „schöne Spots“ sammeln willst, sondern wirklich raus in die Berge möchtest – mit Vulkanlandschaft, klarer Luft und Wanderungen, die auch ohne Gipfelbesteigung ein unglaubliches Erlebnisse und ein noch schöneres Panorama bieten.

Wanderer auf dem Rundweg am Sugatami-See unterhalb des Asahidake im Daisetsuzan National Park auf Hokkaido

Unser erster Tag im Daisetsuzan hat uns direkt gezeigt, wie schnell sich hier Wetter und Stimmung ändern können. Unten im Tal war alles grau, die Sicht eher so mittel und wir haben kurz überlegt, ob wir uns das heute sparen. Aber genau das ist Daisetsuzan: Du fährst eine knappe Stunde, gewinnst Höhe, und plötzlich fühlt sich die Welt komplett anders an.

Und wenn du nur einen Berg in dieser Region machen willst, dann würden wir dir zu Zögern den Asahidake empfehlen.

Asahidake: Unser Highlight im Daisetsuzan

ls wir im Oktober Richtung Asahidake gefahren sind, hing noch Nebel zwischen den Bäumen. Die Straße wurde schmaler, es wurde stiller und am Ende der Straße ein Parkplatz. An der Talstation angekommen, war schnell klar ein kurzer Check, ob oben überhaupt Sicht ist das Auto parken und rüber zur Station und am Schalter Tickets für die nächste Gondel kaufen.

Die Gondel fahren im Viertelstundentakt, wir mussten also nicht lange warten. Drinnen war es warm, draußen war alles gedämpft. Erst fährst du durch Wald, dann wird es langsam lichter und plötzlich schluckte uns der Nebel. Du siehst nur noch schemenhaft, wie die Bäume unter dir kleiner werden. Und je höher du kommst, desto mehr spürst du diesen Temperaturwechsel. Bei uns waren es unten noch ungefähr 12-15 °C, oben dann eher 0-3 °C.

Das Spannende: Diese Fahrt ist nicht nur „Transport“. Sie ist wie ein kleiner Trailer. Du merkst schon während der Auffahrt, dass du gleich in eine andere Landschaft rauskommst – karger, steiniger, fast ein bisschen unwirklich.

Oben angekommen sind wir losgelaufen, einen leicht ansteigenden Weg entlang. Mit jedem Schritt wurde der Gipfel größer. Und dann – fast wie inszeniert – tauchte am Ende des Weges ein kleiner See auf. Komplett ruhig. Und darin spiegelte sich das komplette Panorama noch einmal. Der Berg, der Himmel, die Farben. Fast wie aus einem Film.

Asahidake im Daisetsuzan National Park auf Hokkaido mit schneebedecktem Gipfel, Schwefeldampf und Spiegelung im Sugatami-See im Herbst

Wenn du eher unerfahren bist oder einfach nur einen kurzen Spaziergang machen willst, ist Asahidake trotzdem perfekt. Oben hast du im Grunde zwei einfache Optionen, die dich ohne viel Planung an den wichtigsten Punkten vorbeiführen: einmal die entspannte Runde rund um den Sugatami Pond, bei der du die Spiegelungen, die Aussicht und die vulkanische Landschaft mitnimmst und eine zweite, etwas „hügeligere“ Variante, bei der du ein Stück weiter Richtung Hang gehst, mehr Höhenmeter sammelst und trotzdem jederzeit umdrehen kannst. Genau das hat uns gefallen: Du kannst dir den Tag so schwer oder so leicht machen, wie du willst.

Der Gipfelaufstieg ist eine andere Nummer. Dafür brauchst du neben Erfahrung vor allem die passende Ausrüstung – nicht nur, weil es steiler und länger wird, sondern weil sich Wetter und Untergrund dort oben schnell ändern können. Als wir Mitte Oktober da waren, lag auf den höheren Abschnitten bereits Schnee und es wurde klar empfohlen, das nur mit entsprechender Vorbereitung zu machen.

 Asahidake Ropeway: Kosten & praktische Infos
Saison:
Juni-Oktober (Peak) / November-Mai (Regular)
Hin- & Rückfahrt: 3.500 Yen (ca. 20 €) Peak / 2.600 Yen (ca. 15 €) Regular
Parken: 500 Yen (ca. 3 €), kostenlos beim Visitor Center möglich
Fahrplan: Gondel etwa alle 15 Minuten
Wanderung oben: Sugatami Pond Loop ca. 1 Stunde, ca. 1,7 km

Tipp: Morgens die Live-Cam checken und dann entscheiden

Kurodake & Sounkyo: Nur bei richtigem Timing

Nach unserem starken Asahidake-Tag wollten wir natürlich auch den nördlichen Teil des Daisetsuzan sehen – also ging es Richtung Kurodake und Sounkyo. Auf Bildern wirkt dieser Bereich vor allem im Herbst spektakulär. Und genau hier liegt der entscheidende Punkt: Timing.

Als wir oben ankamen, waren die Bäume bereits kahl. Die Wege matschig. Selbst die Aussicht am Ende des sehr schlammigen Stücks konnte das nicht mehr retten. Es wirkte karg – nicht dramatisch schön wie am Asahidake, sondern eher „okay, nett gesehen“.

Und genau deshalb empfehlen wir Kurodake nicht blind. Zur Hochphase des Herbstlaubs, meist Mitte bis Ende September, kann dieser Bereich richtig stark sein. Wenn die Farben oben aber schon durch sind, fehlt einfach der Kontrast.

Sounkyo selbst ist eine kleine Onsen-Ortschaft in einer engen Schlucht. Die Wasserfälle Ginga no Taki und Ryusei no Taki erreichst du in wenigen Minuten vom Parkplatz. Schön für einen kurzen Stopp – aber kein halber Wandertag.

Unsere ehrliche Einschätzung:
Wenn du nur einen Berg im Daisetsuzan machst → Asahidake.
Kurodake lohnt sich vor allem bei perfektem Herbsttiming oder wenn du mehr Zeit hast. Selbst die Wasserfälle in der Schlucht konnten das für uns an diesem Tag nicht mehr rausreißen. Vielleicht hat der Tag davor die Erwartungen aber auch zu hoch gesteckt.

 Kurodake Ropeway: Kosten & Quick-Check
Hin- & Rückfahrt (Ropeway + Sessellift):
3.900 Yen (ca. 22 €)
Parken: kostenlos
Hike zum Aussichtspunkt: ca. 20-30 Minuten
Unser Fazit: Zur Peak-Zeit lohnenswert, im Spätherbst eher optional

Beste Reisezeit für Daisetsuzan

Daisetsuzan verändert sich extrem mit den Jahreszeiten – mehr als viele andere Regionen in Japan. Im Sommer (Juni-August) hast du die stabilsten Bedingungen: lange Wanderungen sind gut machbar, es gibt alpine Blumen und die Wege sind in der Regel am angenehmsten. Dafür ist auch am meisten los.

Im Herbst (September-Oktober) startet das Herbstlaub hier früher als in vielen anderen Teilen Japans. Wenn du wegen der Farben kommst, ist der Peak meist Mitte bis Ende September. Wir waren Mitte Oktober dort: es war deutlich kälter, in höheren Lagen lag schon stellenweise Schnee, und oben kann es je nach Gebiet auch schon kahl wirken. Dafür bekommst du oft klare Luft, starke Sicht und spürbar weniger Andrang – wir würden es trotzdem jederzeit wieder so machen.

Weitblick über einen ruhigen See in Hokkaido mit schneebedecktem Asahidake im Hintergrund, umgeben von herbstlich gefärbten Hügeln und blauem Himmel mit vereinzelten Wolken.

Der Winter (November-April) ist eine andere Liga: Schnee, Eis und alpine Bedingungen. Das ist eher etwas für erfahrene Wanderer, Wintersportler oder alle, die genau diese Stimmung suchen – nicht vergleichbar mit einem „normalen“ Herbst-Roadtrip. Im Frühling (Mai) ist es eine Übergangszeit: weniger los, aber in höheren Lagen liegt oft noch Schnee, und je nach Route sind Bedingungen noch eingeschränkt.

Anreise in den Daisetsuzan National Park

Daisetsuzan erreichst du am einfachsten über Asahikawa. Von dort brauchst du mit dem Auto ca. 45-60 Minuten bis Asahidake und rund 1 Stunde bis Sounkyo/Kurodake – perfekt für Tagesausflüge, ohne jeden Tag umzuziehen. Wenn du aus Sapporo kommst, planst du ca. 2-2,5 Stunden mit dem Auto ein. Alternativ kannst du mit dem Zug in etwa 1,5 Stunden nach Asahikawa fahren und von dort weiter mit Bus oder Mietwagen.

Es gibt zwar Busverbindungen (z. B. Richtung Asahidake), die sind aber zeitlich begrenzt. Und weil das Wetter im Daisetsuzan schnell umschlagen kann, verlierst du ohne Auto viel Flexibilität. Für einen Roadtrip empfehlen wir klar einen Mietwagen: Straßen sind gut ausgebaut, Parkplätze meist direkt an den Spots vorhanden und du kannst spontan reagieren, wenn sich Sicht oder Bedingungen ändern.

Asahikawa: Unsere perfekte Base zwischen Bergen und Blumenfeldern

Wir waren insgesamt zehn Tage in Asahikawa – länger als viele Reisende hier bleiben. Und genau das hat uns gezeigt, warum diese Stadt für den Daisetsuzan-Roadtrip, unserer Meinung nach, ideal ist.

Nach Tagen in sehr ländlichen Regionen war es plötzlich wieder möglich, zu Fuß einkaufen zu gehen. Cafés lagen um die Ecke, Restaurants waren abends offen, Supermärkte gut sortiert. Und trotzdem waren wir morgens in weniger als einer Stunde mitten in den Bergen. Diese Kombination macht Asahikawa so stark.

Warum Asahikawa als Base ideal ist

Asahikawa liegt strategisch sehr vorteilhaft in der Region. In einem Radius von etwa einer Stunde erreichst du Asahidake, Sounkyo, Biei und Furano. Du musst also nicht ständig umziehen, sondern kannst entspannt Tagesausflüge planen. Für uns war genau das Gold wert.

Tagsüber Vulkanlandschaft, Herbstlaub oder Wasserfälle – abends wieder Supermarkt, warme Wohnung und Restaurant-Auswahl. Gerade auf einem längeren Roadtrip ist das eine enorme Erleichterung.

Die Stadt selbst wirkt nicht hektisch, gerade im Vergleich zu großen Metropolen wie Tokio oder Kyoto. Aber selbst im Vergleich mit Sapporo fühlt Asahikawa aber angenehmer überschaubarer an und das obwohl es die zweitgrößte Stadt Hokkaidos ist. Kein Großstadtstress, keine überfüllten Straßen, aber genug Infrastruktur, um nicht ständig improvisieren zu müssen.

Sehenswürdigkeiten und unsere Tipps in Asahikawa

Asahikawa ist keine klassische Sightseeing-Stadt. Und genau deshalb fanden wir sie als Base so angenehm.

Der Tokiwa Park hat uns besonders im Herbst gefallen. Viel Herbstlaub, ein kleiner See, ein Schrein und der Fluss direkt daneben. Nichts Spektakuläres, aber genau richtig für einen entspannten Spaziergang, wenn du die Zeit dafür übrig hast.

Die Heiwa Shopping Street ist keine riesige Einkaufsmeile, sondern eher eine ruhige Flanierstraße. Perfekt für einen kurzen Bummel am Abend.

Heiwa Shopping Street in Asahikawa nahe JR-Bahnhof mit moderner Architektur und Geschäften auf Hokkaido

Und dann gibt es noch ein Thema, bei dem wir bewusst ehrlich sein wollen: den Asahiyama Zoo. Er wird oft als Highlight verkauft. Für uns ist ehrlich gesagt genau das Gegenteil. Aus unserer Sicht gehören Tiere nicht in den Zoo – abgesehen davon hast du in der Region auch so die Chance Tiere in Bergen zu sehen. Versuch dein Glück doch einfach da.

Kulinarische Highlights: Unsere lieblings Cafés und Restaurants

Kulinarisch hat uns Asahikawa positiv überrascht, vor allem weil du nach einem Tag in der Natur abends nicht lange suchen musst. Sushi Toriton ist ein gutes Beispiel: sehr beliebt bei Einheimischen, entsprechend gut besucht – wir haben abends rund 45 Minuten auf einen Platz gewartet. Hier bekommst du ein solides Sushi zu guten Preisen und genau richtig, wenn du nach einem kalten Tag einfach etwas Verlässliches willst.

Für Kaffee hatten wir gleich mehrere Treffer. Lampstand Coffee war für uns so ein Ort, wo du dir nicht nur schnell einen Kaffee holst, sondern gerne sitzt – richtig guter Specialty Coffee, dazu leckeres internationales Frühstück und eine entspannte Atmosphäre. Ein echter Glücksgriff war NIDO Coffee Roastery: da sind wir eher zufällig bei einem Spaziergang im Tokiwa Park gelandet – erstklassiger Kaffee, ein super netter Inhaber und obendrauf noch offene Gäste, die uns direkt ein paar gute Tipps für die Region gegeben haben.

Wenn du eher etwas „klassischer“ frühstücken willst, war Musashinomori Coffee für uns eine sehr gute Alternative – ein bisschen gehobener als Komeda, aber trotzdem günstig.

Und wenn es draußen ungemütlich wird, gibt es diesen einen Klassiker, der immer funktioniert: Ramen Santōka (Asahikawa Main Shop). Zentral gelegen, Ramen auf gewohntem Hokkaido-Niveau – an kalten Tagen wirklich eine Wohltat.

Anfahrt und Übernachten in Asahikawa

Asahikawa erreichst du bequem mit dem Zug von Sapporo in etwa 1,5 Stunden. Alternativ gibt es einen Flughafen mit Inlandsverbindungen. Mit dem Auto brauchst du von Sapporo rund zwei bis zweieinhalb Stunden.

Besonders praktisch wird die Stadt, wenn du die Region als Teil eines größeren Hokkaido-Roadtrips planst. Von hier aus erreichst du zum Beispiel den wilden Nordosten rund um Shiretoko in ca. 3,5 Stunden, ebenso wie die Gegend um Kushiro und den Lake Akan im Osten. Wenn du deine Route Richtung Süden fortsetzt, bietet sich Noboribetsu mit seinen heißen Quellen als nächster Stopp an.

Übernachten in Asahikawa: Unsere Empfehlung als Base

Wir haben uns in Asahikawa ein kleines Townhouse über Airbnb gemietet und würden es genau so wieder machen. Nach vielen Unterkünften „nur zum Schlafen“ war das hier endlich wieder ein Ort, der sich wie Zuhause angefühlt hat: alles da, was man zum Leben braucht, eine Küche, gute Lage und Parkplatz direkt vor der Tür. Gerade wenn du länger in der Region bleibst und Tagesausflüge planst, kann das einen riesigen Unterschied machen.

Wenn du nur ein paar Nächte bleibst, sind Hotels aber meist die bessere Wahl. Wichtig ist vor allem die Lage: zentral und trotzdem so, dass du morgens schnell aus der Stadt rauskommst. Danach kannst du je nach Budget auswählen – von einfachen Business-Hotels bis zu komfortablen Optionen mit größerem Zimmer und besserem Frühstück.

Hier ein paar Optionen für jeden Geldbeutel:

JR Inn Asahikawa* (Low Budget, ab ca. 50 € / Nacht):
Direkt am JR-Bahnhof gelegen, minimalistisch und funktional. Öffentliches Bad, gute Anbindung und direkter Zugang zum Einkaufszentrum. Eine unkomplizierte Option, wenn du zentral wohnen und Budget sparen willst – besonders beliebt bei Alleinreisenden.
Lampstand STAY Asahikawa* (Mid Budget, ab ca. 100 € / Nacht):
Zentrale Lage nahe Bahnhof Asahikawa (ca. 600 m), moderne, klimatisierte Zimmer mit eigenem Bad und WLAN – unkompliziert, sauber und funktional. Ideal, wenn du eine solide, gut angebundene Unterkunft suchst, ohne ins Luxussegment zu gehen. Besonders praktisch als Base für Tagesausflüge in den Daisetsuzan.
OMO7 Asahikawa by Hoshino Resorts* (Mid Budget – Komfort-Alternative):
Stylisches Hotel mit Spa- und Wellnessbereich, Sauna und Restaurant. Etwas mehr Komfort und Design, dazu sehr zentrale Lage nahe Tokiwa Park. Perfekt, wenn du nach Bergtagen abends entspannen willst, ohne gleich in ein klassisches Luxusresort zu wechseln.
旭神ゲストハウス* (Luxury Budget, ab ca. 200 € / Nacht – ideal für bis zu 4 Personen):
Ruhiger gelegenes Gästehaus mit viel Platz, Terrasse und kostenfreiem Parkplatz. Moderne Ausstattung mit Küchelementen und eigenem Bad. Besonders geeignet, wenn du mit mehreren Personen reist und Wert auf Privatsphäre sowie Komfort legst.
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Furano: Lohnt sich der berühmte Lavendel wirklich?

Furano ist wahrscheinlich der bekannteste Name in dieser Region – zumindest, wenn du an Blumenfelder und Lavendel denkst. Genau deshalb waren wir gespannt, wie der Ort im Oktober aussieht, also außerhalb der Hauptsaison. Die kurze Antwort: komplett anders.

Wir waren Mitte Oktober dort. Kein Lavendelmeer, keine violetten Hügel. Stattdessen weite Felder, Herbstfarben und eine ruhige Atmosphäre. Es war nicht leer, aber deutlich entspannter als die typischen Juli-Bilder vermuten lassen. Dennoch ist der Lavendel nicht komplett weg, nur eben etwas weniger. Gleichzeitig gibt es aber auch noch viele weitere bunte Blumen, die eine tolle Atmosphäre schaffen können.

Eins muss dir bei deiner Reise hierhin eben bewusst sein, es handelt sich im Blumen. Entsprechend lebt Furano stark von seiner Saison.

Beste Reisezeit für Furano

Furano ist am bekanntesten für den Lavendel im Juli. Die Hauptblüte liegt meist zwischen Anfang und Ende Juli. Dann sind die Felder intensiv violett, Busse kommen im Minutentakt und viele Reisende planen ihren Hokkaido-Trip genau um dieses Zeitfenster herum.

Neben Lavendel blühen auf vielen Feldern auch andere Blumen vom Frühjahr bis in den frühen Herbst. Die Farben wechseln je nach Monat, aber der große „Wow-Effekt“ ist klar an den Hochsommer gekoppelt.

Blumenfelder der Farm Tomita in Furano mit gelben und pinken Blüten vor einem Holzhaus und herbstlichen Bäumen im Hintergrund.

Im Herbst wird es ruhiger. Wenige violetten Felder, weniger Busse, kühlere Temperaturen. Für uns war das angenehm – aber eben kein ikonisches „Furano-Postkartenmotiv“.

Im Winter wird Furano zum Skigebiet. Dann geht es weniger um Blumen, sondern um Schnee, Pisten und Wintersport.

Wenn du wegen der Lavendelfelder nach Furano willst, plane deinen Besuch für Juli. Wenn du einfach einen ruhigen Zwischenstopp im Rahmen deines Roadtrips suchst, funktioniert Furano auch außerhalb der Hochsaison, nur mit anderen Erwartungen.

Farm Tomita & Blumenfelder: Unsere persönliche Meinung

Farm Tomita ist das bekannteste Blumenfeld in Furano. Im Juli vermutlich spektakulär. Im Oktober wirkt es deutlich zurückhaltender, sieht aber immer noch nett aus.

Als wir dort waren, war es schön angelegt, sauber und gut organisiert. Aber ohne Lavendel fehlt einfach dieser ikonische Effekt. Wir sind entspannt über das Gelände gelaufen, haben ein paar Fotos gemacht und waren nach überschaubarer Zeit wieder fertig.

Für Fotografen kann es trotzdem spannend sein – gerade mit wechselnden Farben und Herbstlicht. Für alle, die das berühmte Lavendelbild im Kopf haben, gilt: Das bekommst du nur im Sommer. Deshalb würden wir sagen: Farm Tomita ist zur Hochsaison ein Highlight, außerhalb davon eher optional.

 Farm Tomita: Öffnungszeiten & wichtige Infos
Saison: Ganzjährig geöffnet
Eintritt: kostenlos
Hauptblüte Lavendel: Anfang bis Ende Juli
Blütezeit gesamt: April bis Oktober
Öffnungszeiten Shops & Cafés: meist 9:00–17:00 Uhr (saisonal unterschiedlich)
Gewächshaus: ganzjährig geöffnet

Übernachten oder Tagesausflug?

Furano ist kompakt. Die wichtigsten Spots erreichst du schnell, vieles liegt relativ nah beieinander.

Gerade außerhalb der Hochsaison schließen Restaurants teilweise früh oder haben eingeschränkte Öffnungszeiten. Abends ist deutlich weniger los als in Asahikawa. Wenn du also eine gute Infrastruktur, mehr Restaurant-Auswahl und Flexibilität willst, ist es entspannter, in Asahikawa zu übernachten und Furano als Tagesziel einzuplanen.

 Unsere Empfehlung: Furano als Teil eines Tagestrips kombinieren - zum Beispiel mit Biei - und die Base in Asahikawa behalten.

Weitere Spots in Furano: Was sich lohnt und was eher optional ist

Furano ist keine Stadt, in der du von Highlight zu Highlight hetzt. Es ist eher eine „Bummel-Stadt“. Vieles lebt von Stimmung, Tageszeit und Saison. Genau deshalb hängt hier extrem viel vom Timing ab.

Ningle Terrace: Nett am Tag, netter bei Schnee und Dunkelheit?

Wir waren am frühen Nachmittag dort. Die Sonne war noch draußen, das Wetter gut, wenn auch schon kalt. Die kleinen Holzhäuschen im Wald sind nett gemacht, der Holzsteg führt dich einmal durch die Anlage, und in den kleinen Buden verkaufen Kunsthandwerker ihre Produkte.

Wir waren etwa 30 Minuten dort, sind einmal komplett durchgelaufen und haben in ein oder zwei Shops reingeschaut.

Ehrlich gesagt sind wir uns aber ziemlich sicher: Der eigentliche Charme kommt erst zur Geltung, wenn es dunkel ist und idealerweise Schnee liegt. Dann werden die Häuschen und der Weg mit Lichterketten beleuchtet. Mit Schnee bekommt das Ganze sicher nochmal einen ganz anderen Flair.

So, wie wir es erlebt haben, war es ein netter Stopp. Kein Muss. Eher etwas für ein schönes Foto, wenn Licht und Jahreszeit passen.

Furano Cheese Factory: Mehr als nur Käse

Hier waren wir deutlich länger als geplant – fast zwei Stunden. Du kannst durch Glasfenster in die Produktionsräume und Reifekammern schauen, es gibt Führungen, einen Shop mit Käse, Milch- und Butterprodukten und alles wirkt angenehm unspektakulär. Aber das eigentliche Highlight war für uns das Eis.

 Furano Cheese Factory: Eis & Spezialitäten
Eintritt: frei zugänglich
Besonderheit: Blick in Produktion & Reifekammer durch Glas
Highlight: Hokkaido Soft-Eis - cremiger als gewohnt, leicht käsiger Geschmack, sehr intensiv
Tipp: Pizza ebenfalls überraschend gut

Das Soft-Eis ist typisch Hokkaido: unglaublich cremig, minimal anders im Geschmack, fast leicht käsig – aber auf eine sehr gute Art. Wirklich empfehlenswert. Auch der Käse im Shop ist lecker und kann probiert werden. Und die Pizza war ebenfalls besser als erwartet. Wenn du in der Region bist, würden wir hier definitiv einen Stopp einplanen.

Ergänzend waren wir noch im Furano Délíce Café. Die Desserts sind mächtig, aber lecker. Der Kaffee dagegen war eher Durchschnitt. Solltest du also eher deftiges Dessert wollen, dann ist das deine Adresse – naja oder einfach beides besuchen.

Rokugo Viewing Platform: Weite ohne Blumen

Wir sind gezielt zur Rokugo Viewing Platform gefahren – vor allem wegen des Blicks auf die Yubari Mountains und die Daisetsu-Tokachi-Bergkette. Als wir dort waren, war nichts mehr los. Keine blühenden Felder, kaum Besucher. Die Blumenfelder hatten im Oktober natürlich nicht mehr geblüht.

Die Aussicht auf die umliegenden Berge ist schön und weit, aber auch hier gilt: Zur richtigen Jahreszeit wirkt das Ganze vermutlich deutlich spektakulärer.

Biei: Blue Pond, Patchwork Road & Realität

Biei wirkt auf Bildern fast surreal. Türkisfarbenes Wasser, sanfte Hügel, endlose Felder. Und ja – es ist fotogen. Aber auch hier gilt: Saison, Licht und Erwartung machen den Unterschied. Wir haben Biei als Teil eines Tagesausflugs kombiniert und genau so würden wir es wieder machen.

Blue Pond: Magisch oder überbewertet?

Der Blue Pond (Aoiike) ist wahrscheinlich der bekannteste Spot in Biei. Und ja, die Farbe ist echt. Aber: Es ist kein riesiger See, kein Ort, an dem du stundenlang unterwegs bist. Es ist eher ein sehr kompaktes Erlebnis.

Wir waren dort, sind einmal am Ufer entlanggelaufen, haben Fotos gemacht und waren nach etwa fünfzehn Minuten durch. Das klingt negativer, als es gemeint ist. Der Teich ist schön, gerade wenn das Licht stimmt. Aber du solltest wissen, was dich erwartet. Dazu kommt: Du bist nicht allein. Je nach Tageszeit ist ordentlich Betrieb.

 Blue Pond: Wichtige Infos
Parken
: ca. 500 Yen (ca. 3 €)
Spaziergang: wenige Minuten, gut ausgebauter Weg
Beste Zeit: morgens oder spätnachmittags für ruhigeres Licht

Unsere ehrliche Einschätzung: Der Blue Pond ist ein schöner Fotostopp – aber kein Ort, für den du extra den Standort wechseln oder eine Nacht in der Gegend einplanen solltest. Plane ihn lieber als kurzen Abstecher von Asahikawa oder Furano ein, wenn du dort ohnehin bist.

Shikisai-no-oka & Tokachidake: Mehr als nur ein Fotospot?

Shikisai-no-oka ist das nächste bekannte Blumenfeld in der Region, diesmal eben in Biei und nicht in Furano. Hier wird für den Eintritt übrigens auch Geld genommen, die Anlage ist gepflegt und gut organisiert. Im Sommer mit vollen Blütenreihen vermutlich noch faszinierender.

Im Oktober war davon natürlich nicht mehr viel übrig. Ohne intensive Farben wirkt es schnell wie ein großes, ordentlich angelegtes Feld – nett, aber nicht spektakulär und das obwohl noch immer viel Farbe im Spiel war. Nur eben nicht mehr so super kräftig. Neben den Blumenfelder scheinen die Fahrten (mit einem ATV selbst fahren oder in einer Art Zug gefahren werden) ein Highlight vor Ort zu sein. Geht schließlich auch gut Berg ab und auf.

Hier würden wir klar sagen: Zur Blütezeit lohnenswert. Außerhalb eher optional.

 Shikisai-no-oka: Öffnungszeiten & Eintritt
Öffnungszeiten:
Jan 8:40–16:30 | Feb–Apr 9:10–17:00 | Mai/Okt 8:40–17:00 | Jun–Sep 8:40–17:30 | Nov–Dez 9:10–16:30
Eintritt (Juli–Sep): Erwachsene/Schüler ab High School 800 Yen (ca. 5 €) | Grund-/Mittelschule 500 Yen (ca. 3 €) | Kleinkinder frei
Hinweis: Fahrten & Alpaka-Farm kosten extra

Ganz anders ist es, wenn du Richtung Tokachidake fährst. Die Landschaft wird rauer, bergiger, weniger „Postkarten-Blumenfeld“. Hier bekommst du wieder mehr Naturgefühl und weniger Instagram-Spot. Wenn du zwischen Blumenfeld und Bergpanorama wählen musst, würden wir eher Richtung Berge fahren.

Ohne Mietwagen schwierig?

Kurz gesagt: ja. Biei lebt von seinen verstreuten Spots. Patchwork Road, Blue Pond, Aussichtspunkte, Blumenfelder – das liegt alles verteilt. Mit Bus oder Zug kommst du zwar grundsätzlich in die Region, aber die einzelnen Highlights flexibel zu verbinden, ist ohne Auto mühsam.

Gerade wenn du, wie wir, Biei mit Furano oder Daisetsuzan kombinieren willst, ist ein Mietwagen fast unverzichtbar.

Für diese Region ist ein Auto nicht Luxus, sondern echte Zeitersparnis.

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Unsere Route: So würden wir es wieder machen

Nach zehn Tagen in der Region können wir ziemlich klar sagen, wie wir Daisetsuzan, Asahikawa, Furano und Biei strukturieren würden – je nachdem, wie viel Zeit du hast.

3 Tage Minimal: Fokus auf das, was wirklich zählt

Mit drei Tagen musst du priorisieren. Und das bedeutet: nicht alles mitnehmen wollen, sondern bewusst auswählen. Wenn wir nur drei Tage gehabt hätten, hätten wir den Fokus klar auf das gelegt, was die Region einzigartig macht – also die Berge.

Tag 1: Ankommen & Asahikawa als Base nutzen
Nach der Anreise würden wir uns bewusst keinen vollen Programmtag mehr reinpacken. Einchecken, einkaufen, kurz durch den Tokiwa Park schlendern, guten Kaffee holen und entspannt ankommen. Gerade wenn du mit Mietwagen unterwegs bist, ist ein ruhiger Start Gold wert.

Tag 2: Asahidake als Haupt-Highlight
Früh losfahren, Wetter checken, hoch mit der Gondel. Den Sugatami-Pond-Loop entspannt laufen und dir Zeit nehmen. Nicht hetzen. Wenn das Wetter gut ist, bleibt das dein stärkster Naturmoment der Region. Am Nachmittag kannst du optional noch einen kleinen Abstecher nach Higashikawa machen oder einfach zurück nach Asahikawa.

Tag 3: Furano & Biei kombinieren
Blue Pond als kurzer Fotostopp einplanen. Danach je nach Saison entscheiden: Im Sommer Shikisai-no-oka oder Farm Tomita. Außerhalb der Blüte eher Richtung Tokachidake fahren und Landschaft genießen. Zum Abschluss unbedingt bei der Furano Cheese Factory stoppen.

Mit drei Tagen bekommst du einen sehr guten Eindruck, aber ohne große Tiefe. Kurodake würden wir hier nur einbauen, wenn du bewusst noch einen zweiten Berg sehen willst und das Timing passt.

Frau steht in einem leuchtend pinken Blumenfeld in Shikisai-no-oka bei Biei, umgeben von herbstlicher Landschaft.

5 Tage Ideal: Mit Puffer und weniger Druck

Mit fünf Tagen fühlt sich die Region komplett anders an. Du hast nicht nur Zeit für Spots, sondern auch für Wetterwechsel, Pausen und spontane Entscheidungen. Und genau das braucht Daisetsuzan.

Tag 1: Ankommen & Stadtgefühl aufnehmen
Asahikawa als Base einrichten, einkaufen, vielleicht abends Ramen oder Sushi essen. Kein Druck, einfach ankommen.

Tag 2: Asahidake intensiv erleben
Hier kannst du dir wirklich Zeit nehmen. Vielleicht eine zweite kleine Route laufen oder länger oben bleiben. Wenn das Wetter kippt, kannst du flexibel reagieren.

Tag 3: Biei mit Fokus auf Landschaft statt Liste
Blue Pond kurz mitnehmen, danach bewusst die Patchwork Road oder Richtung Tokachidake fahren. Einfach treiben lassen statt Checkliste abarbeiten.

Tag 4: Furano entspannt angehen
Cheese Factory in Ruhe, eventuell Farm Tomita oder Shikisai-no-oka – je nach Saison. Wenn du Lust hast, am späten Nachmittag Ningle Terrace besuchen, idealerweise zur Dämmerung.

Tag 5: Kurodake oder Alternativtag
Nur wenn das Timing stimmt. Wenn du merkst, dass dich Asahidake mehr abgeholt hat, kannst du auch einfach nochmal dorthin fahren oder eine andere Route im Daisetsuzan wählen.

Mit fünf Tagen entsteht kein „Abhaken-Gefühl“. Du kannst reagieren, Prioritäten verschieben und auch mal einen halben Tag nichts tun – und genau das macht diese Region angenehm.

Optionale Stopps

Wenn du mehr Zeit hast oder die Route erweitern willst, gibt es zwei interessante Ergänzungen.

Die Taushubetsu Bridge, eine alte Eisenbahnbrücke, die je nach Wasserstand sichtbar ist. Sehr fotogen, aber stark vom Timing abhängig. Die sehr kurze Wanderung zum Aussichtspunkt durch das Waldstück ist nett und du kannst den Stopp gut einbauen, wenn du von Kushiro nach Asahikawa fährst.

Steinbogenbrücke (Taushubetsu Bridge) am Ufer eines Sees in Hokkaido, umgeben von herbstlich gefärbtem Wald und leicht unscharfen Ästen im Vordergrund.

Tomamu (Unkai Terrace), bekannt für das „Wolkenmeer“. Funktioniert nur bei bestimmten Wetterbedingungen und sehr früh am Morgen. Eher ein Spezialprogramm als Pflichtstopp. Um hier wirklich das Maximum rauszuholen musst du entweder sehr früh los oder besser direkt Vorort schlafen – so oder so, spielt das Wetter nicht mit geht das Naturspektakel und der der Grund für deinen Abstecher verloren.

Fazit: Würden wir Daisetsuzan im Oktober empfehlen?

Ja. Immer. Vor allem, wenn du auf deinem Hokkaido-Roadtrip echte Berglandschaft suchst und nicht nur „schöne Spots“ sammeln willst. Daisetsuzan ist rau, weit und überraschend gut erreichbar und im Oktober bekommst du oft klare Luft, weniger Menschen und diese besondere Herbststimmung. Wenn du wegen knalligem Herbstlaub kommst, musst du das Timing treffen. Wenn du wegen Landschaft kommst, passt Oktober perfekt.

Unser klares Highlight war Asahidake: Gondel hoch, oben eine Runde laufen, Schwefeldampf, erste Schneeflecken und dieser Moment am kleinen See, der das Panorama spiegelt. Kurodake/Sounkyo würden wir dagegen nur empfehlen, wenn du wirklich zur richtigen Herbstlaub-Zeit dort bist. Sonst wirkt es schnell karg und die Gondel lohnt weniger. Asahikawa war für uns die perfekte Base, weil du tagsüber in die Berge fährst und abends wieder Stadtleben, Cafés und alles Nötige vor der Tür hast. Furano und Biei sind starke Ergänzungen, aber saisonabhängig: Cheese Factory ja, Farm Tomita vor allem im Juli, Blue Pond als kurzer Fotostopp – nicht als Grund, extra umzuziehen.

Wenn du die Region so angehst, mit Prioritäten statt Checkliste, wird Daisetsuzan sehr wahrscheinlich auch für dich eines der Natur-Highlights in Hokkaido.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Daisetsuzan, Furano & Biei

Wie besucht man den Daisetsuzan-Nationalpark am besten?

Am besten besuchst du den Daisetsuzan-Nationalpark mit einem Mietwagen und einer festen Base in Asahikawa. Die Region besteht aus mehreren Zugängen wie Asahidake und Kurodake, die verstreut liegen. Mit dem Auto bleibst du flexibel, kannst auf Wetter reagieren und mehrere Bereiche unkompliziert kombinieren.

Wann ist die beste Reisezeit für Daisetsuzan?

Die beste Reisezeit für Daisetsuzan ist von Juni bis Oktober. Für Wanderungen eignen sich die Sommermonate, für intensive Herbstfarben vor allem Mitte bis Ende September. Im Oktober ist es kälter, aber ruhiger und oft klar – ideal für Bergpanorama.

Ist Asahidake ein aktiver Vulkan?

Ja, Asahidake ist ein aktiver Vulkan und der höchste Berg Hokkaidos. Mit 2.291 Metern gehört er zur Daisetsuzan-Bergkette. Fumarolen und Schwefeldampf sind sichtbar, größere Ausbrüche sind jedoch selten. Der Berg ist gut zugänglich, erfordert für den Gipfel aber Erfahrung und passende Ausrüstung.

Wann blüht der Lavendel in Furano?

Der Lavendel in Furano blüht hauptsächlich im Juli. Die Hochphase liegt meist zwischen Anfang und Ende Juli. Andere Blumenfelder sind von Frühjahr bis Herbst sichtbar, doch das berühmte violette Panorama bekommst du nur im Hochsommer.

Lohnt sich Biei und der Blue Pond wirklich?

Biei lohnt sich als Ergänzung, aber nicht als eigenes Hauptziel. Der Blue Pond ist ein schöner Fotostopp mit intensiver Farbe, aber ein kurzes Erlebnis. Kombiniere Biei am besten mit Furano oder Daisetsuzan als Teil eines Tagesausflugs.

266f7e4df3294d35a260de9b2c63cc18 Daisetsuzan: Route, Tipps & unsere Erfahrungen aus Hokkaido

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