Halong Bay in Vietnam: Warum die berühmte Bucht für uns überbewertet ist

// Zuletzt aktualisiert März 25, 2026

Als die Sonne langsam hinter den Kalksteinfelsen verschwand, standen wir auf dem Deck, hörten von allen Seiten Bootsmotoren und dachten beide fast gleichzeitig: War es das jetzt? Nicht, weil die Halong Bay hässlich wäre. Ganz im Gegenteil. Die Kulisse ist schön. Aber eben nicht dieses „Wow, das muss man gesehen haben“, das wir irgendwie bei dem ganzen Hype erwartet hatten.

Vielleicht lag genau darin unser Fehler. Die Erwartungen an die Halong Bay waren hoch, obwohl wir es eigentlich besser wussten. Jeder hatte uns vorher gesagt, wie touristisch es dort ist. Das Internet sowieso. Und trotzdem haben wir uns eingeredet, dass wir mit der „richtigen“ Tour, dem „richtigen“ Boot und der „etwas ruhigeren“ Route den Massen irgendwie entkommen würden. Spoiler: War leider nicht so. Was noch ernüchternder für uns war: Im Gegensatz zu Orten wie El Nido auf Palawan oder die Phang Nga Bay in Thailand, wirkt die Halong Bay erstaunlich einfach. Das klingt härter, als es gemeint ist, aber genau so haben wir es empfunden. Schön, dass wir dort waren. Müssen wir aber nicht noch einmal machen.

Zeitgleich können wir nachvollziehen, wieso die Halong Bay so berühmt ist. Die Bucht liegt im Norden Vietnams, nicht weit von Hanoi entfernt und gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe. Wenn du gerade deine Route durch Nordvietnam planst, landet die Halong Bay fast automatisch auf der Liste. Dazu kommt die Legende vom herabsteigenden Drachen (der Name Ha Long bedeutet genau das). Klingt mystisch und faszinierend, und ja, irgendwie ist es das auch. Nur eben mit mehr Tourbooten, als es vermutlich vorgesehen war.

Boote auf dem Wasser zwischen den Felsen in der Halong Bay

Welche Bucht ist die richtige? Halong Bay, Lan Ha Bay oder Bai Tu Long Bay

Was rückblickend bei der Buchung viel Zeit gekostet hat, war die Frage „Welche Bucht soll es eigentlich werden – Halong Bay, Lan Ha Bay oder Bai Tu Long Bay?“ Online sieht alles recht ähnlich aus – kein Wunder, ist schließlich immer noch die gleiche Landschaft. Aber die Beschreibungen reichen von super touristisch bis hin zu Geheimtipp. Das klingt dann oft wie eine riesige Entscheidung mit dramatischen Konsequenzen für dein ganzes Reiseerlebnis, wenn du die „falsche“ Bucht wählst.

Warum wir uns für die Lan Ha Bay entschieden haben

Wir haben wirklich lange recherchiert, Bewertungen gewälzt, Bilder verglichen, Blog gelesen, Youtube Videos angeschaut, Empfehlungen eingeholt und uns am Ende für die 2D1N La Regina Legend Cruise* in der Lan Ha Bay entschieden. Ausschlaggebend waren vor allem drei Dinge: Das Boot sah gut aus, die Route wirkte etwas weniger nach klassischer Massenabfertigung und wir wollten uns bewusst keine Low-Budget-Tour antun.

Dahingegen ist die Halong Bay DER Touristenmagnet. Jeder kennt sie und genau dort fahren auch viele Tagesboote hin, entsprechend hoch ist die Dichte an Schiffen und touristischen Stopps. Die Lan Ha Bay wird oft als entspanntere Alternative vermarktet, meist in Kombination mit Cat Ba Island. Und ja, online sieht das auch super aus. Vom Wasser aus hatten wir aber ehrlich gesagt eher das Gefühl: voll ist voll. Vielleicht nicht an exakt denselben Stellen, vielleicht minimal entzerrt, aber sicher nicht so, dass wir dachten: Wahnsinn, hier ist ja niemand – das ist der Geheimtipp schlechthin. Wenn du mit der Hoffnung buchst, in der Lan Ha Bay plötzlich ganz allein zwischen den Felsen zu treiben, wirst du enttäuscht.

Boote in der Halong Bay zwischen den Felsformationen

Vermutlich ist die Bai Tu Long Bay die beste Wahl für mehr Ruhe. Wir selbst waren nicht dort, deshalb wollen wir hier nichts künstlich schönreden. Aber aus unserer Recherche wirkt die Bucht tatsächlich noch am ehesten wie die Option, die wir im Nachgang hätten buchen sollen. Die Haken: Sie liegt weiter weg, ist mit einer längeren Anreise verbunden, teurer und eigentlich nur interessant, wenn du direkt zwei Nächte einplanst (sonst loht sich doch nicht der ganze Aufwand).

 Unsere Empfehlung zur Buchtenwahl: Wenn du einfach die Felsformationen sehen willst, reichen die Halong Bay oder Lan Ha Bay völlig aus. Unser Hot Take, es macht keinen Unterschied, ob Ha long Bay oder Lan Ha Bay. Wenn du aber auf der Suche nach Ruhe bist, würden wir lieber direkt intensiver Richtung Bai Tu Long recherchieren.

Halong Bay Kreuzfahrt: Wie du eine passende Tour findest

Wenn du einmal anfängst zu suchen, wirst du unzählige Anbieter finden: von super günstig bis Luxus, von Tagestrip bis drei Tage zwei Nächte, dazu durchgehend Top-Bewertungen, die dir am Ende auch nicht wirklich helfen. Wir waren zwischendurch ehrlich gesagt einfach nur überfordert. Welche Fragen du dir stellen solltest:

  1. Wie lange willst du unterwegs sein?
  2. Wie viel Komfort brauchst du?
  3. Was bist du bereit auszugeben?

Tagesausflug oder mehrtägige Tour?

Wir haben eine 2-Tages-1-Nacht-Tour* gemacht, weil wir dachten, so würden wir die Halong Bay „intensiver erleben“. Nicht nur schnell durchfahren, damit wir das Naturspektakel mal gesehen haben. Sondern auch mal genießen – den Sonnenuntergang sowie den Morgen in der Bucht mitnehmen und einmal durchatmen. Klingt erstmal idyllisch. Aber man fährt ein Stück in die Bucht, ankert, macht ein oder zwei Programmpunkte, schläft, fährt zurück. Schön, aber kein Gamechanger.

Frau blickt auf die Halong Bay mit ihren Felsformationen bei Sonnenuntergang

Wenn du allerdings noch nie so eine Landschaft gesehen hast, unbedingt eine Nacht auf dem Wasser verbringen willst und dich auf das klassische Cruise-Erlebnis freust, dann kann eine 2D1N-Tour für dich trotzdem genau richtig sein. Länger würden wir persönlich nur dann machen, wenn die Route wirklich abgelegener ist oder der Anbieter besonders ist, mehr Aktivitäten hat und einfach eine Once-in-a-lifetime-Experience anbietet (die wir bis dato nicht ausfindig machen konnten).

 Wenn wir die Halong Bay noch einmal besuchen würden, dann eher als Tagestour*. Denn die Nacht auf dem Boot macht das Erlebnis jetzt nicht unnormal besser - die Mehrkosten sind aus unserer Sicht am Ende nicht nötig. Zudem wurde uns eine Abfahrt aus Cat Ba anstatt Halong empfohlen, weil es angeblich weniger überlaufen sein soll.

Luxus, Mid-Range oder Budget: Die Bootswahl und was du erwarten kannst

Die Touren starten super günstig ab 20 € und können bis in unmögliche Hemisphären ausarten. Am Ende kommt es darauf an, was du willst. Reicht dir eine Tagestour auf einem einfachen Boot ohne viel Schnickschnack? Oder willst du lieber die Deluxe-Suite mit eigenem Jacuzzi, zwei Balkonen und extra Tagesbett? Eigener Jacuzzi ist schon nice, aber wir hätten niemals das dreifache bezahlt, wenn wir nicht das kostenlose Upgrade bekommen hätten. Nichtsdestotrotz, für uns würde immer ein einfaches bzw. das günstigste Zimmer reichen. Denn normalerweise wirst du nicht viel Zeit auf deinem Zimmer verbringen – vor allem, wenn du nur eine Nacht unterwegs bist. Da wäre uns das Geld zu schade, nur um ein bisschen mehr Luxus zu genießen – was denkst du?

Großes Boot in der Lan Ha Bucht in Vietnam

Direkt beim Anbieter buchen oder über Plattformen?

Wir haben diesmal direkt beim Anbieter gebucht, weil wir dort die genausten Informationen zum Boot, zur Kabine und zu den inkludierten Leistungen bekommen haben. Ein universeller Geheimtipp für die perfekte Cruise ist es trotzdem nicht. Was wir dir eher raten: Schau nicht nur auf Sterne und Bewertungen, sondern wirklich aufs konkrete Boot und die Route. Denn die Unterschiede zwischen den Schiffen sind sichtbar – das haben wir während der Fahrt selbst gemerkt. Viele sind in die Jahre gekommen, andere sind einfach nur gut fotografiert.

Minuspunkt ist hierbei die Kommunikation, die nicht so einfach war. Wie so oft in Asien wird vieles über Direktnachrichten via WhatApp o.Ä. geregelt – was an sich toll ist, weil es so unkompliziert ist. Aber bis wir ein Angebot hatten und alles in Erfahrung gebracht haben, sind ein paar Tage vergangen. Über Plattformen sparst du dir dieses Hin-und Her – ist deutlich einfacher und macht am Ende preislich kaum einen Unterschied.

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Unsere Tour mit La Regina Legend Cruise

Wir waren mit der La Regina Legend Cruise unterwegs, genauer auf der 2D1N-Route durch die Lan Ha Bay*. Das Boot hat 27 Kabinen und damit Platz für ungefähr 60 Gäste – für unser Gefühl angenehm, weil es an Bord nicht komplett überfüllt wirkte. Zusätzlich kommt noch eine Menge Personal hinzu – wir hatten zu jeder Mahlzeit einen Top-Service und die liebste Mitarbeiterin. Apropos Mahlzeit, das Essen konnte sich sehen lassen. Mittagessen und Frühstück kamen im Buffet-Style und das Abendessen war à la Carte – hier haben wir sogar kostenlos Nachschlag bekommen, ich sagte ja, wir hatten den besten Service am Tisch. Es war nicht alles Top-Notch, aber lecker und ausreichend.

Eigentlich hatten wir eine ganz normale Suite, die günstigste Option, gebucht, haben aber vor Ort ein kostenlos Upgrade auf die größte Suite des Schiffs, mit zwei Balkonen und eigenem Jacuzzi, bekommen. Klingt natürlich erstmal nach Jackpot – und ja, es war auch cool. Wir wollen uns nicht beschweren, aber wenn du angefixt bist und jetzt vorhast dieses Zimmer zu buchen, überleg es dir!

Denn: Die Suite lag ganz hinten am Schiff, wodurch der Motor beim Fahren ziemlich laut war. Dazu ging der Blick nach hinten aufs Beiboot und bei uns auch direkt auf die aufgebaute Schwimminsel. Nicht gerade die Art von Privatsphäre, die man bei einer Suite erwartet. Für den regulären Preis (laut der Homepage fast 1.000 €) würden wir das Zimmer definitiv nicht buchen.

 Fazit: La Regina war okay, wenn auch etwas in die Jahre gekommen. Die lange Anfahrt im Beiboot vom Hafen bis zum Schiff hat uns ein bisschen genervt - wir sind bestimmt 30 Minuten dorthin gegurkt. Vor allem, weil wir ständig von anderen überholt wurden. Andere Anbieter sind da wahrscheinlich ein bisschen moderne unterwegs. Aber unsere Enttäuschung hing viel stärker mit dem generellen Erlebnis und dem Hype rund um die Halong Bay zusammen, als vom Tour Anbieter.

Ein typischer Tourablauf: So läuft es in der Regel ab

Nach der Anfahrt aus Hanoi haben wir am Hafen eingecheckt, wo alle darauf warten abgeholt zu werden. Hier gibt es von jedem Anbieter eine „Lounge“ und die vorerst letzte Option für Essen, Getränke und den obligatorischen Toiletten-Gang. Denn danach geht es mit einem kleinen Beiboot zum eigentlichen Schiff, das bereits in der Halong Bay wartet. Einmal angekommen geht es ziemlich schnell in den typischen Cruise-Modus: Welcome Drink, Mittagessen während man langsam durch die Bucht schippert, erste Fotos vom Deck, alle versuchen diesen einen perfekten Moment einzufangen, in dem die Kalksteinfelsen plötzlich genauso aussehen wie auf den ganzen Social Media Posts.

Nachmittags stehen dann die klassischen Programmpunkte auf dem Plan: Kayak fahren, Schwimmen, Fischerdorf besuchen. Bei uns hat der Programmpunkt „Kajak fahren“ wegen der Wetterbedingungen der Vortage nicht stattgefunden. Stattdessen baute die Crew eine Schwimminsel auf, um die wir ungefähr eine Stunde herumplanschen konnten. Unser Problem: Das Wasser sah leider nicht nach „reinspringen und Spaß haben“ aus. Es war trüb und es schwamm sichtbar viel Müll darin herum. Wir hatten also null Bedürfnis da mitzumachen und dank unseres kostenlosen Upgrades auf das riesige Zimmer mit Jacuzzi hatten wir auch kein FOMO. Irgendwie eine Win-Win- Situation für uns. So konnten wir das Upgrade auch genießen und so tun so, als wäre das alles genau so geplant gewesen.

Abends gibt es die typischen Programmpunkte, die auf vielen Cruises dazugehören: Tintenfischangeln, eine Art Kochkurs, Entertainment von der Crew. Nett, aber eher eine Beschäftigungstherapie als intensive Aktivitäten. Ehrlich gesagt wirkte vieles davon auf uns eher halbherzig. So ein bisschen nach dem Motto: Hauptsache, die Gäste haben noch irgendeinen Programmpunkt. Das ist nichts schlimmes, aber du solltest eben auch nicht erwarten, dass daraus plötzlich ein besonders authentisches, tiefes Kulturerlebnis wird. Der schönste Punkt zu dieser Zeit ist der Sonnenuntergang.

Sonne geht hinter den Felsen in der Halong Bay unter und gibt ein schönes Licht

So kritisch wir insgesamt auf die Tour schauen, diesen Moment können wir ihr nicht nehmen. Der Sonnenuntergang war wirklich schön. Vor allem dann, wenn die Sonne hinter den Felsen verschwindet und das Licht viel weicher wird. Aber auch hier gilt: Je nachdem, wie dein Boot gerade liegt, musst du schnell an Deck sein. Sonst ist der gute Winkel weg, bevor du überhaupt die Kamera rausgeholt hast.

 Die meisten Touren verkaufen dir ein sehr ähnliches Paket: Kajakfahren, Schwimmen, Höhlenbesuch, schwimmende Dörfer, Kochkurs, Tintenfischangeln, Tai Chi. Rein objektiv ist das gar nicht wenig. Unser Problem war eher, dass vieles in der Realität nicht so besonders wirkte, wie es auf den Buchungsseiten klingt. Gerade die standardisierten Programmpunkte fühlen sich schnell austauschbar an. Wenn das Wetter mitspielt, würden wir Kajakfahren wahrscheinlich trotzdem als eine der sinnvollsten Aktivitäten einstufen, einfach weil du dich dabei wenigstens ein kleines bisschen unabhängiger fühlst. Leider fiel das bei uns ja aus.

Die Cruise endet am nächsten Tag mit einem Ausflug auf die Cat Ba Island – und zwar geht es oftmals zur Trung Trang Cave. Und genau solche Programmpunkte, möchten wir normalerweise vermeiden. Wieso? Es geht rauf aufs Beiboot, auf die Insel, per Reisebus zur Höhle und dann einmal alle nacheinander durchschleusen. Weil viele Touren ähnliche Abläufe haben, ist die Höhle entsprechend voll. Teilweise standen wir auf dem Weg hoch einfach in einer Schlange und warteten, bis es weiterging. Keine romantische Entdeckungstour durch eine mystische Tropfsteinhöhle – auch wenn diese eigentlich ganz schön war.

Planung und praktische Tipps für deine Reise zur Halong Bay

Beste Reisezeit für die Halong Bay

Bei der Halong Bay solltest du dich grundsätzlich auf wechselhaftes Wetter einstellen. Genau das hat bei uns direkt Einfluss auf die Aktivitäten gehabt. Kajaken gestrichen, Schwimminsel stattdessen – so schnell kann es gehen. Als angenehm gelten oft die Monate März bis Mai sowie Oktober bis November, weil die Temperaturen meist moderater sind und die Sicht oft besser ist. Im Sommer kann es heiß, schwül und stürmisch werden, inklusive Taifun-Risiko. Im Winter wiederum ist es oft kühler, diesiger und grauer, was stimmungsvoll sein kann – oder eben ziemlich ernüchternd. Wenn du nur wegen Postkartenwetter kommst, solltest du mental ein bisschen Puffer einbauen. Die Halong Bay macht am Ende sowieso, was sie will.

Anreise von Hanoi zur Halong Bay

Wir haben den Shuttle direkt bei der Tour dazugebucht – du kannst natürlich auch auf andere Anbieter* zurückgreifen. Das war bequem, weil wir pünktlich abgeholt wurden und uns um nichts kümmern mussten. Günstig war es allerdings nicht: rund 55 € für Hin- und Rückfahrt für zwei Personen. Was uns dabei genervt hat, waren die obligatorischen Stopps an Rastplätzen mit Souvenirshops – und zwar auf dem Hin- wie auf dem Rückweg. Vor allem zurück fanden wir das komplett unnötig, weil die Strecke sowieso nur ungefähr zwei Stunden dauert. Da werden Touristen einfach noch einmal durchgeschleust, damit sie unterwegs Geld ausgeben – und das nicht zu wenig, am besten deckst du dich vorher in Hanoi im Supermarkt ein, ist viel günstiger.

Wenn du darauf keine Lust hast und lieber mehr Kontrolle willst, kannst du auch ein Taxi nehmen oder über eine eigene Anreise* nachdenken. Beim Taxi hatten wir nur die Befürchtung, dass uns keiner aus der Halong Bay wieder nach Hanoi fährt.

Wie viel kostet die Halong Bay?

Wir haben für unseren Ausflug durch die Lan Ha Bay* ca. 400 € für zwei Personen ausgegeben.

Getränke an Bord waren dabei ziemlich teuer. Ein Cocktail lag bei ungefähr 7 €, eine Flasche Wein bei etwa 40 €. Besser du kaufst bei den kleinen lokalen Booten, die immer wieder ans Boot kommen. Hier kannst du deutlich günstiger Getränke kaufen. Bei uns wurde die Cola per Kescher an den Balkon gereicht. Witzig und mal was anderes.

lokales Boot mit Getränken und Snacks auf der eine Frau padelt

Was du wirklich einpacken solltest

Du brauchst für die Halong Bay keine spezielle Ausrüstung, aber ein paar Dinge würden wir nicht vergessen:

  • Bargeld für Trinkgeld, Snacks und spontane Käufe – Kartenzahlung auf dem Schiff geht oft, aber meist mit zusätzlicher Gebühr. Einen ATM gibt es nicht an Bord, nur vorher am Steg.
  • Badekleidung, auch wenn du am Ende vielleicht doch nicht ins Wasser willst – vielleicht wird es nur der Jacuzzi
  • Was Leichtes zum Drüberwerfen, abends kann es an Deck schonmal frischer werden
  • Ohropax, wenn du empfindlich auf Motorengeräusche reagierst
Blick auf Dschungel mit Bäumen und Pflanzen auf Cat Ba

Unser Fazit: Die Halong Bay ist für uns überbewertet

Wenn du noch nie diese Art von Landschaft gesehen hast, dann kann die Halong Bay für dich absolut ein Highlight sein. Die Kalksteinfelsen, die Stimmung bei Sonnenuntergang, die Idee, eine Nacht auf dem Wasser zu verbringen – das hat schon etwas. Was wir dir mitgeben wollen: Geh mit den richtigen Erwartungen hin. Das ist für uns wirklich der wichtigste Punkt. Wenn du in die Halong Bay mit der Hoffnung reist, ein geheimes Naturparadies ganz für dich allein zu finden, wird es enttäuschend. Wenn du aber akzeptierst, dass du eines der touristischsten Highlights Vietnams besuchst und genau darin trotzdem noch schöne Momente finden willst, hast du die bessere Ausgangslage.

Unsere vielleicht unpopuläre Meinung: Die Halong Bay ist für uns überbewertet. Schön, ja. Magisch, einzigartig oder unvergesslich? Nicht wirklich. Dafür war zu viel durchgetaktet, zu viel touristische Abfertigung und das Wasser an manchen Stellen einfach nicht ansehnlich. Wir würden diese Art von Overnight-Tour nicht noch einmal machen. Wenn überhaupt, dann eher als Tagestour oder in Kombination mit einem Aufenthalt auf Cat Ba. Unsere wichtigste Erkenntnis aus dieser Reise: Wir müssen nicht alles lieben, nur weil es gehyped wird. Die Halong Bay darf für andere ein Traumziel sein und für uns einfach nur „nett, haben wir gemacht“.

Boote in der Lan Ha Bay bei Sonnenuntergang

FAQ zur Halong Bay

Wie lange sollte man in der Halong-Bucht bleiben?

Wenn du einfach nur einen Eindruck bekommen willst, reicht aus unserer Sicht eine Tagestour*. Für eine Nacht auf dem Wasser kannst du eine 2-Tages-1-Nacht-Tour* einplanen. Länger würden wir nur bleiben, wenn du eine deutlich abgelegenere Route buchst und ganz bewusst langsam reisen willst.

Wann ist die beste Reisezeit für Halong Bay?

Oft gelten März bis Mai sowie Oktober bis November als angenehmste Monate, weil Temperaturen und Sicht meist besser sind. Im Sommer können Hitze, Regen und Taifune dazukommen, im Winter ist es oft grauer, kühler und diesiger.

Kann man in der Halong Bay baden?

Grundsätzlich ja, viele Touren bieten Badestopps an. Ob du wirklich ins Wasser kannst und willst, hängt aber stark von Wetter, Wasserqualität und deinem persönlichen Ekel-Level ab. Wir selbst konnten uns wegen des trüben Wassers und dem sichtbarem Müll nicht wirklich begeistern reinzuspringen.

Ist Halong Bay überbewertet?

Für uns persönlich: ja, ein Stück weit schon. Die Landschaft ist schön, aber der Hype darum ist größer als das Erlebnis, das bei uns angekommen ist. Dafür haben wir ähnliche Landschaften in deutlich schöner schon gesehen. Wenn du sehr hohe Erwartungen hast, kannst du schnell enttäuscht sein.

Was ist besser: Halong Bay oder Lan Ha Bay?

Die Lan Ha Bay wird oft als ruhigere Alternative verkauft. Unser Eindruck war allerdings, dass der Unterschied kleiner ist, als viele behaupten. Wenn du wirklich auf der Suche nach deutlich mehr Ruhe bist, würden wir eher Richtung Bai Tu Long Bay schauen.

Wie viel kostet eine Tour in die Halong Bay?

Das hängt stark vom Anbieter und Komfort ab. Unsere 2D1N-Tour* hat uns inklusive Transfer, Getränken und Trinkgeld ungefähr 400 € für zwei Personen gekostet. Für eine Tagestour* würden wir heute eher mit rund 100 € für zwei rechnen.

Braucht man eine Tour oder geht die Halong Bay auch auf eigene Faust?

Für das eigentliche Erlebnis auf dem Wasser brauchst du in der Regel eine Tour oder zumindest ein Boot. Komplett auf eigene Faust wird es schwierig. Wenn du unabhängiger reisen willst, kann Cat Ba Island als Basis sinnvoll sein, von dort aus kannst du flexibler Tagesausflüge planen.

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